Lokalsport | 12.03.2013

Handball - HSG Rheinbach-Wormersdorf

HSG will nach oben

Rheinbacher Handball klopft an der Tür zur dritten Liga - und braucht Hilfe

V.li. hintere Reihe: Trainer Dietmar Schwolow, Dominik Gunkel, Martin Schwarz, Mike Ribbe, Christopher Grommes, Jan Hammann, Tobias Wolff, Betreuer Peter Kolvenbach.Vordere Reihe: Grischa Arndt, Jens Fiedler, Timm Schwolow, Niklas Funke, Leon Thürnau, Rene Lönenbach, Niklas Adolph. Es fehlen: Thomas Hoffmann, Cem Sarac und Co-Trainer Holger Lidolt.

Rheinbach-Wormersdorf. Die Erste Herrenmannschaft der Handballspielgemeinschaft Rheinbach-Wormersdorf steht sportlich vor einem großen Erfolg: Als souveräner Tabellenführer ist die Meisterschaft in der Oberliga Mittelrhein der Mannschaft kaum noch zu nehmen. Damit wären sie für die Aufstiegsspiele zur dritten Liga qualifiziert.

Dies ist der vielleicht größte Erfolg in der Rheinbacher Handballgeschichte. Doch dieser sportliche Erfolg bringt ein entscheidendes, noch zu lösendes Problem mit sich. Und deshalb wendet sich die Mannschaft und die Verantwortlichen im Verein, an die Fans: „Wir brauchen Ihre Hilfe!“

Vereinsphilosophie .

Der Weg: Die eigene Jugend Seit Jahren setzt die HSG aus tiefer Überzeugung und mit großer Konsequenz auf die eigene Jugend. Junge Menschen aus Rheinbach und der Region sollen für den Sport, speziell für den Handballsport, begeistert werden. Sie sollen neben Teamgeist soziale Kompetenz erlernen und darüber hinaus möglichst viele Erfolge erringen. Schon die „Minis“ sollen die Gewissheit haben, einmal „in der Ersten Mannschaft“ der HSG spielen zu können. Niemand soll das Gefühl haben, „die kaufen sich ja eh` die Leute, die sie für den Erfolg brauchen“. Ehrgeiz entwickeln und sich verbessern, um möglichst im „besseren Team“ zu spielen, das soll für die Jugendlichen ein Anreiz und für alle der Schlüssel zum Erfolg sein.

Sportliche Situation der Ersten Herrenmannschaft

Die Mannschaft ist wahnsinnig stolz darauf, was sie unter ihrem Trainer Dietmar Schwolow in dieser Saison schon erreicht haben. Das Saisonziel war Platz Sechs bis Acht, nun stehen sie nach dem Sieg am letzten Wochenende über Dormagen quasi kurz vor der Meisterschaft. Natürlich befassen sich alle nun mit der Frage eines eventuellen Aufstiegs in die dritte Liga: Ein so junges Team (Durchschnittsalter erst 21 Jahre) und ein so großer Erfolg. Ganz klar: Spieler und Verantwortliche sind „heiß“ auf diese Meisterschaft, die Relegationsspiele gegen den Niederrheinmeister und die dritte Liga.

Beste Abwehr - erfolgreichste Torschützen

Nach 22 (von 26). Spieltagen haben sie den erfolgreichsten Angriff, die beste Abwehr und den überragenden Torschützenkönig der Oberliga. Und dieser Erfolg beruht auf der jahrelangen vorbildlichen Jugendarbeit. Torschützenkönig Mike Ribbe führt die Torjägerliste mit 40 Treffern Vorsprung an, er ist gerade 24 Jahre alt geworden, spielt aber bereits seit 19 Jahren in der HSG. Er hat zusammen mit RA, Christopher Grommes, bei „den Minis“ angefangen. „Chris“ Grommes und Linksaußen, René Lönenbach, gehören ebenfalls zu den TOP 30 Torschützen der Liga.

Die dritte Liga - eine riesige Herausforderung

Nicht nur aus Überzeugung heraus setzen sie konsequent auf die eigene Jugend, sondern auch aus finanziellen Erwägungen. Die Verantwortlichen haben die Entwicklungen jener Vereine immer kritisch gesehen, die teilweise teure Spieler „einkaufen“ konnten und damit kurzfristig Erfolg hatten. Oftmals mussten sich diese Vereine auf Grund von Zahlungsunfähigkeit vom Spielbetrieb zurückziehen. Die HSG Rheinbach-Wormersdorf will kein schlechter „Profi-Klub“, sondern ein guter und wirklicher Amateurverein sein.

Die dritte Liga wäre finanziell und sportlich eine riesige Herausforderung. Sportlich müsste sich die junge HSG-Mannschaft mit Halb-Profis vor teilweise 1000 bis 1500 Zuschauern auseinandersetzen. Denn in der dritten Liga tummeln sich mittlerweile viele ehemalige Bundesligisten wie Dormagen, Wilhelmshaven, Edewecht, Leichlingen oder Aurich, die unter Profibedingungen arbeiten und deren Etats zwischen 100.000 und 350.000 Euro liegen. Zum Vergleich: Der Gesamtetat der HSG Rheinbach für derzeit vier Senioren- und zehn Jugendmannschaften liegt bei knapp 35.000 Euro.

Es sind vor allem die finanziellen Anforderungen, die noch große Sorgen machen. Allein die reinen Kosten des Spielbetriebes (Schiedsrichter, Kampfgericht, Beobachter, DHB-Gebühren, Fahrtkosten) betragen für einen Drittligisten zwischen 25.000 und 30.000 Euro, entsprechen also dem derzeitigen Vereinsetat. Auswärtsfahrten mit bis zu 400 Km einfache Strecke wären zu bewältigen.

Wie können sie das schaffen?

Alle meinen: Angesichts der guten Jugendarbeit der HSG und der Entwicklung der ersten und zweiten Mannschaft wollen alle eine sportliche Perspektive in Rheinbach entwickeln: Rheinbach in der dritten Liga - das ist das Ziel. Aber es gilt: „Wir bleiben bei unserem klaren, jugendorientierten Konzept. Wir brauchen kein Geld, um Spieler zu kaufen, sondern um mit „unseren Jungs“ das Abenteuer dritte Liga zu starten“, so die Verantwortlichen. Das geht jedoch nur mit Unterstützung der Stadt, der Wirtschaft/ Industrie, den Hauptvereinen und mit den Fans, den Rheinbacher Sportfreunden. Noch steht der Etat für die dritte Liga nicht. Deshalb haben die Verantwortlichen beim Heimspiel gegen Dormagen die Aktion „Die HSG will nach oben“ gestartet. Und sie freuen sich über die vielen Unterstützungen, die spontan versprochen wurden. Dennoch: Es fehlen noch etwa 15.000 Euro, um auf der sicheren Seite zu sein.

Wie können die Fans helfen?

Wenn 150 Rheinbacher sich bereit erklären würden, im Falle eines Aufstiegs je 100 Euro zu spenden oder 300 Rheinbacher je 50 Euro, dann wären sie dabei. Kan man sich vorstellen, einer dieser 150 oder 300 Rheinbacher zu sein? Aber auch jede kleinere Summe - und natürlich größere Summe - ist willkommen. Wer Interesse hat und die Mannschaft unterstützen möchte, kann ein Signal geben, die Mannschaft nimmt gerne den Kontakt mit den Fans auf.

Die Erste Herren der HSG Rheinbach-Wormersdorf sowie der Vorstand Andrea Ribbe, Uwe Preußner, Hans Küpper, Stefan Hoven und Dietmar Schwolow sprechen sich sehr für die Förderung der Mannschaft aus.

Kontaktadresse:

andrea.ribbe@hsg-rheinbach.de

stefan.hoven@hsg-rheinbach.de

Die Kontoverbindungen des Förderkreis Rheinbacher Handball:

Kreissparkasse Köln, Konto-Nr. 45 822 061, BLZ: 370 502 99

Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel e.G., Konto-Nr. 56 082 018, BLZ: 370 696 27.

V.li. hintere Reihe: Trainer Dietmar Schwolow, Dominik Gunkel, Martin Schwarz, Mike Ribbe, Christopher Grommes, Jan Hammann, Tobias Wolff, Betreuer Peter Kolvenbach. Vordere Reihe: Grischa Arndt, Jens Fiedler, Timm Schwolow, Niklas Funke, Leon Thürnau, Rene Lönenbach, Niklas Adolph. Es fehlen: Thomas Hoffmann, Cem Sarac und Co-Trainer Holger Lidolt.

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