HSG Rheinbach-Wormersdorf, Handball-Oberliga
Hammann schaffte Ausgleich nach dem Schlusspfiff per Siebenmeter
Rheinbach. Die Oberliga-Handballer der HSG Rheinbach-Wormersdorf setzten ihre Erfolgsserie fort und trotzten dem ungeschlagenen Tabellenführer TV Jahn Wahn nach einer atemberaubenden Schlussphase beim 22:22-Unentschieden einen Punkt ab. Als der Spitzenreiter in der 50. Spielminute mit 20:15 in Führung geht, scheint die Entscheidung gefallen. Doch nach einer unglaublichen Energieleistung, bei der Linksaußen Timm Schwolow mit neun Treffern herausragt, schafft Jan Hammann nach dem Schlusspfiff per Siebenmeter noch den Ausgleich.
Die rund 350 Zuschauer in der Sporthalle Berliner Straße sahen eine packende Partie. Die Hausherren, die wieder auf Mike Ribbe, Florian Genn und Oliver Dasburg verzichten mussten, waren von Beginn an hellwach und legten zum 2:0 vor. Die HSG-Führung hielt bis zum 6:5 (11.). Dann scheiterten die Hausherren mit zwei Siebenmetern sowie mit weiteren freien Würfen am bärenstarken Oliver Kierdorf im Wahner Gehäuse, sodass sich Wahn mit einem 4:0-Lauf auf 9:6 (18.) absetzen konnte. Doch auch HSG-Torwart Leon Thürnau war auf dem Posten, sodass sich die HSG-Rumpfmannschaft auf 9:10 (24.) herankämpfte. Mit einem knappen 9:11-Rückstand ging es in die Pause. Nach dem 10:11 (31.) setzte sich Wahn auf 11:14 (34.) ab, doch die HSG glich postwendend zum 14:14 (39.) aus. Wahn wurde immer stärker, während die HSG mit der Chancenverwertung haderte. Über 14:18 (47.) konnte sich der TV Wahn auf 15:20 (50.) absetzen. HSG-Trainer Dietmar Schwolow reagierte, brachte im Angriff für den Torwart den siebten Feldspieler, ließ Wahns Spielmacher Christoph Gelbke kurz decken. Es begann eine nervenaufreibende Schlussphase. Immer wieder wurde nun Timm Schwolow auf Linksaußen in Szene gesetzt, der mit drei Treffern in Folge auf 18:20 verkürzte. Nach dem 18:21 (55.) ging die HSG auf eine offene Manndeckung über, Jan Hammann sowie zweimal Timm Schwolow schafften in der 59. Minute den 21:21-Ausgleich. Die Halle stand Kopf. Dann ging Wahn 30 Sekunden vor Ende mit 22:21 in Führung. Doch der Kampf der HSG wurde belohnt, denn drei Sekunden vor Schluss holte Florian Feindt einen Siebenmeter heraus, den Jan Hammann nervenstark zum verdienten Ausgleich verwandelte. Für die HSG spielten: Leon Thürnau (TW, 1. bis 50.), Niklas Funke (50. bis 60.), René Lönenbach (4), Timm Schwolow (9), Jan Hammann (4/3), Florian Feindt (5), Daniel Fischer, Dominik Gunkel, Christopher Grommes und Thorben Reyer.
