Lokalsport | 22.10.2013

Hertha Buschhoven - Senioren

Hertha bleibt auf Kurs

Wieder siegt Buschhoven 2:1 nach Rückstand

Die glücklichen Torschützen Roschan Monsef (links) und Thomas Schmidt.privat

Buschhoven. „Hauptsache drei Punkte“, resümierte Trainer Helmut Meller nach dem Spiel gegen tapfer kämpfende Muffendorfer und klang dabei nicht weniger erleichtert als nach dem ebenso knappen wie schmeichelhaften 2:1-Erfolg in Flerzheim aus der Vorwoche.

Nicht zum Ersten Mal verzweifelten die Herthaner an einem Gegner aus der unteren Tabellenregion und geben der Konkurrenz ob der konzeptlosen Spielweise weiterhin Rätsel auf. Die Hertha verbesserte sich mit einem Spiel weniger auf Rang drei, der SC Muffendorf rutschte ab auf Platz 13.

Trainer Helmut Meller wollte es im Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften gar nicht erst zu einem Rückstand kommen lassen und schwor seine notdürftig zusammengesetzte Mannschaft, die derzeit unter vielen Ausfällen zu leiden hat, mit Respekt vor dem Gegner auf das Spiel ein. Zwar belegten die Muffendorfer einen trügerischen elften Tabellenplatz, jedoch überrollten sie am letzten Spieltag Croatia Bonn mit 7:0.

Im Spiel tasteten sich beide Teams zunächst vorsichtig in die gegnerische Hälfte vor, ohne zwingend torgefährlich zu werden. Die erste Möglichkeit hatte Dennis Schönenstein, der den Ball nach einer Ecke nur knapp verpasste.

Das Spiel nahm in der Folge nicht weiter an Fahrt auf und es entwickelte sich eine zähe und ereignislose Kreisliga Partie auf schwachem Niveau, was sich nach etwas mehr als zwanzig Minuten für einen kurzen Moment ändern sollte.

Eine strittige Balleroberung im Mittelfeld gegen Thomas Schmidt leitete einen Angriff für die Gäste ein, bei dem Josef Streicher mit dem Ball am Fuß ungehindert durch Mittelfeld und Abwehr dringen konnte und erst in Simon Stute seinen Meister fand, dessen Parade jedoch genau vor die Füße von Vincent Vogt fiel, der den Ball im Tor versenkte.

Zum fehlerhaften und unschön anzuschauenden Spiel der Hertha kam wie in Flerzheim obendrein noch ein vermeidbarer Rückstand.

Unklar ist, wie sich das Spiel entwickelt hätte, wenn die Pfeife von Schiedsrichter Albert Esch in der nächsten bedeutsamen Szene stumm geblieben wäre.

Ein harmloser Kopfball von Schmidt konnte von einem Muffendorfer wohl erst hinter der Torlinie geklärt werden, woraufhin Schiri Esch mit bester Sicht auf die Situation zur Mitte zeigte und das Tor aller Muffendorfer Proteste zum Trotz anerkannte. Eine Entscheidung, deren Auflösung unklar blieb.

Glückliches Händchen beim Spielerwechsel brachte den Sieg

In der zweiten Halbzeit wurden die Hausherren bemühter und zeigten sich leicht verbessert, auch wenn das Spiel weiterhin im Mittelfeld stattfand. Hellwach sein musste dann Simon Stute, als er bei einem langen Pass in die Spitze herauseilte und den Ball nur knapp vor dem gegnerischen Stürmer aus der Gefahrenzone befördern konnte.

Eine Viertelstunde vor Ende gelang der Hertha mit dem Siegtreffer doch noch ein vorzeitiges „Happy End“ und gleichzeitig eine kuriose Geschichte. Die Spielunterbrechung vor einem Eckball für Buschhoven nutzte Trainer Helmut Meller und tauschte Roschan Monsef gegen Florian Wüst.

Der gerade eingewechselte und immer noch angeschlagene Monsef lauerte am 16er und bekam den Ball genau vor die Füße, von wo sein Schuss links unten einschlug und der Torschütze anschließend kollektiv bejubelt wurde - 2:1. Vor dem Hintergrund der Personalsituation der Hertha, die heute ohne Thomas Arenz, Markus Masbach, Bernhard Schmitz, Mike Schröder, Timo Meller, Basti Meller, Marvin Schuster, Kai Overkamp und Alex Beese auskommen musste, rückte die erneut nur dürftige Vorstellung in den Hintergrund. Vielmehr überwog die Erleichterung über die glücklichen drei Punkte.

Aufstellung: Stute, Weber, Schönenstein, Schmidt, M.Meller, Mart.Masbach, Gruber, Wüst (75. Monsef), Quast, Hennes, Brünagel (60. Schallenberg).

Die glücklichen Torschützen Roschan Monsef (links) und Thomas Schmidt.Foto: privat

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