Turnerschaft Bendorf 1861/ 1890 e.V. - 1. Mannschaft
Hitzige Partie
Rheinlandliga: TSB I – HSC Schweich 28:30 (14:16)
Bendorf. Was für ein Spiel! Die Rheinlandiga-Begegnung Bendorf gegen Schweich riss am vergangenen Samstag jeden Zuschauer regelrecht von der Tribüne. Aufopferungsvoll kämpften beide Teams bis in die Schlusssekunden - mit dem besseren Ende für die Gäste. Zunächst lag der Spielball bei Schweich. Über 0:1 und 1:3 erwischte der HSC den besseren Start. Doch mit dem immer besser werdenden TSB-Keeper Nico Hemmerle holte sich die Falkentruppe den notwendigen Rückhalt, um selbst ins Spiel zu kommen. In der 10. Minute glich Bendorf durch Philipp Hopfner erstmals zum 4:4 aus. Fortan bekamen die Fans in der WRG-Arena einen Kampf mit offenem Visier zu sehen. Auf beiden Seiten wurde im Defensivbereich robust gearbeitet, dennoch gelang immer mal wieder einem Angreifer, den Torabschluss zu finden. Folglich leuchtete ein 11:11-Zwischenstand nach 21 Minuten von der Anzeigetafel auf.
Erst in der 27. Spielminute konnten sich die Gäste auf zwei Tore lösen und dies behielten sie bis zum Seitenwechsel auch bei (14:16). Die Marschrichtung für die zweite Hälfte musste aus Bendorfer Sicht klar sein: Vorne geduldig spielen und die Lücken suchen, um schnell auszugleichen und dann, mit der Rückendeckung der heimischen Kulisse, den Heimsieg buchen. Soweit so gut. Die TSB-Akteure nahmen sich die Devise auch zu Herzen. Dementsprechend wurde zum 18:18 ausgeglichen (38. Minute). Die flüssig vorgetragenen Angriffsaktionen zeugten davon, dass die Wende in Sicht schien. Doch sogleich drehte Schweich auf. Die Abwehr der Gäste wurde mit einem Male zur Wand. So setzte sich der HSC auf 20:23 ab. Bis zur 50. Minute gelang es den Schweichern sogar, den Vorsprung auf 24:28 auszubauen. Die Gutfrucht/Keip Sieben rappelte sich jedoch erneut auf. Wie aus der Trance erwacht, führten Niclas Kirschhöfer, Salar Issa und René Engler die Bendorfer wieder ins Spielgeschehen. Plötzlich hieß es nur noch 27:28, die Halle stand Kopf. Die letzten vier Spielminuten hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Zwar legten die Gäste wieder einen Treffer vor, doch Philipp Hopfner verkürzte prompt, 28:29. In der hektischen Schlussphase verloren auch die ansonsten recht souverän wirkenden Unparteiischen die Fassung. Mit zweideutigen Entscheidungen befeuerten sie unfreiwillig die kochende Stimmung weiter. Bendorf bekam zwei unglückliche Entscheidungen gegen sich gepfiffen und die Uhr tickte gnadenlos herunter. Wenige Sekunden vor dem Ende erzielte der HSC den 28:30-Siegtreffer. Wie anfangs schon bemerkt: Was für ein Spiel! Die Gäste hatten schlussendlich das entscheidende Quäntchen Glück auf ihrer Seite und holten daher zwei Punkte aus Bendorf mit. Die Partie war, wie vom Gäste-Trainer im Vorfeld vermutet, ein offener Schlagabtausch, den beide Teams für sich hätten verbuchen können.
So steht die Turnerschaft zwar mit leeren Händen da, aber in der kommenden Woche kann es die Truppe besser machen. Am Samstag erwarten die Bendorfer Falken die HSG Bad Ems/Bannberscheid in der WRG-Arena. Anpfiff ist wie gewohnt um 19:30 Uhr.
Es spielten für Bendorf I: Stefan Brinkmann, Conni Becher, Felix Kersten (2), Salar Issa (1), Lucas Litzmann (3), Niclas Kirschhöfer (2), Lukas Schlicht, Pascal Brink, René Engler (7), Florian Schmitt (4), Philipp Hopfner (8/5), Felix Franken (1); im Tor: Nico Hemmerle, Niko Jansen.