Lokalsport | 22.03.2016

B-Jugend der JSG Puderbach / Maischeid / Thalhausen

Hochmut kommt vor dem Fall

„Kartoffeltruppe“ ärgert die JSG Neitersen

Trotz viel Einsatzwillens reichte es nur für ein Unentschieden.-UP

Puderbach. Vor kurzem war die JSG Neitersen in Urbach bei der B-Jugend der JSG Puderbach / Maischeid / Thalhausen zu Gast. Nach dem deutlichen Sieg im Hinspiel hatten sich die Gäste scheinbar gedacht, dass sie genau dort anknüpfen und drei leichte Punkte mit nach Hause nehmen würden. Wer Fußball spielt oder gespielt hat, weiß, dass das eine ganz gefährliche Einstellung ist, die auch schnell mal nach hinten losgehen kann.

Die Mendel-Truppe, die durch die Rückkehrer Tim Buchholz, Filip Fries und Leon Weßler wieder verstärkt wurde, dafür aber auf Lars Zimmermann und Paul Bongers verzichten musste, wollte nach dem unglücklich verlorenen Spiel der Vorwoche endlich einmal Punkte einfahren, und das zeigte die Mannschaft von der ersten Spielminute an. Bereits nach fünf Minuten nahm Lukas Puderbach einen abgeprallten Ball aus dem Halbfeld und versenkte ihn aus knapp dreißig Metern im Tor der Gäste. Getreu der alten Fußballweisheit: „Wenn du nicht weißt, wohin mit dem Ball, dann schieß ihn einfach ins Tor.“ Gesagt – getan. Der Ball wurde länger und länger und fiel ins lange Eck. Seit Ewigkeiten konnte die JSG Puderbach wieder in Führung gehen.

Völlig unverständlicher Elfmeter bringt das Unentschieden

Doch hatte Schiedsrichter Keramettin Kara offensichtlich etwas dagegen. Nur fünf Minuten später ertönte nach einer eigentlich schon längst abgeschlossenen Situation im Puderbacher Strafraum ein Pfiff, den weder die Gäste noch die Gastgeber wirklich verstanden. Es war ein Elfmeter für Neitersen, der den Ausgleich für die Gäste bedeutete.

In der Folge entwickelte sich ein rasantes, kämpferisches Spiel mit deutlichen Feldvorteilen für die Gastgeber, die komplett anders auftraten als in den Wochen vor der Winterpause. Mit dem Unentschieden ging es in die Halbzeit. Nach der Pause traten die Puderbacher genauso motiviert und zielstrebig auf wie bereits in der ersten Halbzeit.

Spiel verkam zusehends zur Farce

Neitersen fand kein rechtes Mittel gegen den Willen der Heimmannschaft, doch nachdem auf einmal jeder Körperkontakt, jede Berührung und jeder Pressball auf Puderbacher Seite als Foul abgepfiffen wurde, während die Offensive der Gastgeber – besonders seitens Marvin Kube, der viel Wirbel in Richtung Tor machte – jede Menge einstecken musste, verkam das Spiel langsam zu einer Farce. Diese Farce gipfelte in einer Groteske, als Filip Fries völlig ohne Grund mit einer Fünf-Minuten-Zeitstrafe vom Platz gestellt wurde. Es drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass sich alles gegen das Team von Christian Mendel und Franz Buchholz verschworen hat, das doch so hart für den Klassenerhalt kämpft und so schon mehr als einmal um den verdienten Lohn gebracht worden ist.

In den letzten Minuten spielten beide Mannschaften mit komplett offenem Visier, doch es blieb letztlich bei einem Unentschieden, mit dem die JSG Neitersen mehr als zufrieden sein kann. Für die JSG Puderbach sind es mehr zwei verlorene als ein gewonnener Punkt, doch hier zählt jetzt der Blick nach vorn.

Verbale Entgleisung des Schiedsrichters

Einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt das Verhalten des Schiedsrichters, der die Spieler der JSG Puderbach öffentlich auf dem Weg in die Kabine als „Kartoffeltruppe“ bezeichnete, und auch das Auftreten der beiden Betreuer der Jugendmannschaft, bei denen Ausdrücke wie „Assi-Pack“ in Richtung der Puderbacher noch die harmloseren waren. Fußball ist Emotion, aber speziell Schiedsrichter und Trainer nehmen eine sogenannte Vorbildfunktion ein. Besonders eine solche Wertung aus dem Mund eines „neutralen“ Schiedsrichters muss man in der Bezirksliga durchaus als bedenklich werten. Für die JSG Puderbach spielten: Marius Springer (Torwart), Adrian Mathies, Leon Weßler, Paul Blecker, Aleander Erfurt, Dennis Fetter, Lukas Puderbach, Marvin Kube, Tim Buchholz (K), Filip Fries, Semi Rihani, Nils Müller, Amir Messaoudi, Felix Schneider, Marvin Zantop.

Trotz viel Einsatzwillens reichte es nur für ein Unentschieden.Foto: -UP

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