Fußball-Bezirksliga Mitte, SG Eintracht Mendig/Bell
„In der Breite muss der Kader noch besser werden“
Mendig. Mit drei Einheiten in der vergangenen Woche auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße hat auch die SG Eintracht Mendig/Bell die sechswöchige Vorbereitung auf die neue Saison 2023/2024 begonnen, diesmal allerdings erstmals seit langer Zeit für eine Spielzeit in der Fußball-Bezirksliga Mitte. Nach gut zehn Jahren gehört die Rheinlandliga für die Mannschaft des neuen Übungsleiters Jörg Schäfer, der von Damir Mrkalj als eine Art spielender Co-Trainer unterstützt wird, der Vergangenheit an.
„Wir waren jetzt zehn Jahre lang durchgehend in der Rheinlandliga und müssen in der neuen Spielklasse erst einmal ankommen. Es wird kein Zuckerschlecken“, blickte der Sportliche Leiter Frank Schmitz voraus. „Die Gegner werden tiefer stehen, es wird körperlicher zugehen. Darauf müssen wir uns einstellen. Die Qualität des Kaders kann sich sehen lassen, die Quantität lässt noch zu wünschen übrig. In der Breite muss der Kader noch besser werden, dessen sind wir uns bewusst. Wir lassen nichts unversucht-“ 14 Spieler plus zwei Torhüter waren zum Auftakt am Start. Darunter auch der langzeitverletzte Florian Birnstock, der aufgrund seiner Leistenprobleme fast die ganze Saison gefehlt hatte. Neben ihm gilt auch Innenverteidiger Pascal Zimmer, der nach seiner hartnäckigen Knieverletzung in dieser Woche wieder ins Training einsteigen will, als gefühlter Neuzugang.
Neben Mrkalj waren auch Leonard Zerwas und Lukas Binder beim Training, nur Julian Groß (von der SG Kempenich gekommen) fehlte. Binder wechselte von der A-Jugend des TuS Mayen zum SV Oberzissen, wo er in der Bezirksliga Mitte zehn Spiele absolvierte. Zerwas hat in den vergangenen sieben Jahren die Jugendmannschaften der TuS Koblenz durchlaufen und dort eine hervorragende Ausbildung genossen. Der 18-jährige Linksverteidiger hat sich trotz guter Angebote von höherklassigen Klubs für seinen Heimatverein entschieden.
Im ersten Test gab es einen 2:1 (0:0)-Erfolg beim A-Ligisten SG Mosel Löf. Mit einem Doppelpack kurz vor Schluss sorgte Niklas Heinemann (83., 87.) für die Entscheidung, Leon Gruber betrieb für die Moselaner in der 90. Minute mit einem Sonntagsschuss noch ein wenig Ergebniskosmetik. „Wir hätten unsere Tore früher schießen sollen, dann wäre die Partie etwas offener gewesen. Der Gegentreffer ärgert mich ein wenig, aber solche Dinge passieren nun mal“, meinte Schäfer. Vor allem angesichts der Tatsache, dass in erster Linie die Defensive verstärkt werden muss, um in der Bezirksliga Mitte eine vernünftige Rolle zu spielen. Das sieht Torhüter Robin Rohr ähnlich: „121 Gegentore in der Rheinlandliga waren schon der Wahnsinn. Wenn es in dieser Saison gut läuft, werden es 30 sein. Wenn es schlecht läuft, könnten es 50 werden. Auf die Stabilität müssen wir unser Hauptaugenmerk legen.“
So richtig ernst wird es in knapp vier Wochen: In der ersten Runde um den Rheinlandpokal muss die SG Eintracht Mendig/Bell beim C-Ligisten SC Vallendar II antreten. Die Partie wird um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Vallendar angepfiffen. In der ersten Runde des Rheinlandpokals 2023/2024, dem offiziellen Start in die neue Spielzeit, stehen insgesamt 55 Begegnungen an. Mit der TuS Koblenz (Regionalliga Südwest), den sechs Oberligisten SV Eintracht Trier, FC Rot-Weiß Koblenz, FV Engers, FC Karbach, FC Cosmos Koblenz und FC Bitburg sowie den beiden ausgelosten Rheinlandligisten SG Schneifel Stadtkyll und FC Hoher Westerwald Niederroßbach haben neun Klubs ein Freilos und steigen erst in der zweiten Runde (mit dann 64 Vereinen) in den Wettbewerb ein. 119 Teams nehmen am Rheinlandpokal 2023/2024 teil.
Zum Auftakt der Meisterschaft muss die Eintracht am Sonntag, 13. August, um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Vettelhoven bei der Grafschafter SG, Aufsteiger aus der Kreisliga A Rhein/Ahr, antreten. Eine Woche später (Sonntag, 20. August, 15 Uhr) stellt sich die SG Viertäler Oberwesen im Junglas-Baumaschinen Stadion, wie die Anlage an der Brauerstraße nunmehr heißt, vor. Am Samstag, 26. August, führt die Reise in den Hunsrück: Anpfiff beim Mitabsteiger TSV Emmelshausen wird um 17.30 Uhr sein.
Das Trainer-Duo mit Damir Mrkalj (rechts) und Jörg Schäfer (links daneben) bei der ersten offiziellen Ansprache.
In der neuen Saison wollen Joachim Akwapay (vorn) und Co. wieder die richtige Balance finden.
