Lokalsport | 08.09.2025

Fußball-Rheinlandpokal, zweite Runde

In vier Minuten war die Überraschung perfekt

Durch eine 0:2 (0:0)-Niederlage beim tieferklassigen SV Oberzissen musste der SV Eintracht Mendig die Segel streichen

Oberzissen. In der zweiten Runde des Fußball-Rheinlandpokals standen am Mittwoch der vergangenen Woche vier Partien auf dem Programm. Mit den Sportfreunden Eisbachtal, dem FV Engers 07 (beide Oberliga) und der SG 2000 Mülheim-Kärlich (Rheinlandliga) setzten sich jeweils die Favoriten durch. Als einziger höherklassiger Verein musste der SV Eintracht Mendig die Segel streichen, die Mannschaft von Trainer Damir Mrkalj unterlag beim in der Bezirksliga Mitte angesiedelten SV Oberzissen verdientermaßen mit 0:2 (0:0).

„Wenn du in Oberzissen einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherläufst, ist das immer sehr undankbar. Wenn es nur ein Treffer gewesen wäre, dann wäre vielleicht die Möglichkeit da gewesen, noch einmal zu verkürzen“, blickte Mrkalj auf die spannende Begegnung vor 290 Zuschauern auf dem Rasenplatz im Böhl zurück. „Für mich war es im Vorfeld schwer, eine gute Mischung zu finden. Vielleicht habe ich zu viel rotiert. Aber mit Blick auf die kommenden Wochen wollten wir mit unseren Kräften einfach haushalten.“

In den ersten 45 Minuten sahen die Besucher eine Partie, in der sich die beiden Kontrahenten komplett neutralisierten. Die Gegner kannten sich bestens, es war nicht viel los in den beiden Strafräumen. Mrkalj hatte in der Startaufstellung auf Pascal Zimmer, Matthias Wengenroth, Tim Montermann und Brice Braquin verzichtet. „Das war der hohen Belastung geschuldet“, erklärte der Eintracht-Trainer. „In der Liga bleibt kaum einmal die Möglichkeit zum Wechsel. Leider konnten die wenigsten ihre Chance heute nutzen.“

Beim 1:0 der Gastgeber nach einer Ecke sah Schlussmann Nico Fogolin, der den in Urlaub befindlichen Robin Rohr erneut zwischen den Pfosten vertrat, unglücklich aus. Der nach der Pause eingewechselte Aaron Seiwert musste den Ball nur noch über die Linie drücken (59.). Vier Minuten später ließ die Mendiger Defensive Tobias Arenz zu viel Platz. Der zog von links in die Mitte und traf mit einem satten 25-Meter-Schuss zum 2:0, was zugleich der Endstand war.

„In der Kabine habe ich meiner Mannschaft noch einmal klargemacht, dass wir heute durchaus eine große Chance haben, Mendig zu schlagen. Wir waren gut im Spiel und wollten diese Möglichkeit nicht verstreichen lassen“, meinte der Oberzissener Übungsleiter Eike Mund. „Es macht derzeit mir und dem Team einfach wahnsinnigen Spaß. Natürlich gehört da auch ein wenig Glück dazu, letztlich haben wir uns die Erfolge aber durch harte und ehrliche Arbeit auch einfach verdient.“

Ab der 77. Minute musste Oberzissen sogar in Unterzahl agieren. Wegen zweifach unsportlichem Verhalten sah Mustafa Madanoglu die Gelb-Rote Karte. „Selbst danach haben wir den Schalter nicht mehr umlegen können“, gestand Mrkalj. Mund hatte nur noch einen Wunsch: „Jetzt muss in der nächsten Runde die TuS Koblenz her.“ Ausgelost wird am Mittwoch, 10. September. SV Oberzissen: Felix Hürter, Julien Müller (46. Aaron Seiwert, Jonas Welter (46. Tim Arenz), John Marc Schneider, Nils Schöning, Mustafa Madanoglu, Jan Loosen, Tobias Höper, Maicol Oligschläger (82. Philipp Bombach), Tobias Arenz (75. Lukas Groß), Satbir Singh (55. Jannik Schneider)

SV Eintracht Mendig: Nico Fogolin, Michael Koch, Adrian Medic (65. Pascal Zimmer), Alexey Eberhardt, Leonard Zerwas, Dama Kanoute (60. Tim Montermann), Teodor Slavov (76. Joel Maas), Niklas Heinemann, Max Bernads, Jonas Hemgesberg (60. Matthias Wengenroth), Meris Ramic (60. Rice Braquin).

Schiedsrichter: Athanasios Fasulas (Ahrbrück).

Zuschauer: 290.

Tore: 1:0 Aaron Seiwert (59.), 2:0 Tobias Höper (63.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Mustafa Madanoglu (77., SV Oberzissen) wegen zweifach unsportlichem Verhalten.

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