Fußball - TuRa Oberdrees - B-Jugend
Internationales Fußballturnier - 6 Mannschaften aus 4 Ländern
TuRa B - Jugend nimmt am internationalen Pfingstturnier in Frankreich teil
Oberdrees. Die B-Jugendmannschaft von TuRa Oberdrees war über Pfingsten zu Gast in Albert, und nahm dort an einem internationalen Fußballturnier teil. Sechs Mannschaften aus vier Ländern waren dort am Start. Neben der TuRa spielten noch Eintracht Niesky aus dem Landkreis Görlitz, als zweite deutsche Mannschaft, KSK Vlamertinge aus Belgien, Durham aus England sowie die beiden gastgebenden Mannschaften von USOA Albert und Albert Sports.
Gut gelaunt und erwartungsvoll ging es Freitagnachmittag los. 13 Spieler, zwei Trainer sowie einige Eltern machten sich in drei Kleinbussen auf die Reise nach Albert in der Region Picardie, zwischen Paris und Lille gelegen. Am Zielort angekommen gab es zunächst einen kleinen Empfang durch den Initiator des Turniers, Alain Degardin und sein Team. Ein freundschaftliches „Hallo, wie geht’s? Schön Euch wiederzusehen“, machte die Runde. Man kannte sich ja noch vom letzten Jahr, als die Mannschaft von Albert Sports zu Gast in Oberdrees war.
Nachdem Mannschaft und Trainer ihre Unterkunft im Internat von Albert bezogen hatten, erfolgten der offizielle Empfang der sechs Delegationen sowie eine Präsentation des Turnierablaufs.
Am Samstagmorgen startete dann auf der herrlichen Kunstrasenanlage in Albert das Turnier. Gespielt wurde in zwei Gruppen mit je drei Mannschaften. Nach einer kurzen Nacht - um 8.30 Uhr stand das erste Turnierspiel an - waren die TuRa-Jungs gleich hellwach. Gegen USOA Albert gab es einen 2:1-Sieg und somit einen gelungenen Turnierauftakt. Das zweite Gruppenspiel stand gegen die Jungs aus Durham an, die keine Vereinsmannschaft sondern eine Schüler-Mannschaft der dortigen Schule ins Turnier schickte. Gegen das mit drei bereits 18 Jahre alten Spielern aufgefüllte Team aus England zog man den Kürzeren. Somit erreichte die TuRa das Halbfinale, welches am nächsten Tag gegen die belgische Mannschaft von KSK Vlamertinge gespielt wurde.
Der Nachmittag war für Oberdreeser Jungs spielfrei. Mannschaft und Trainer blieben geschlossen auf der Anlage und beobachteten die weiteren Spiele des Turniers. Die Eltern starteten eine Besichtigungstour im Umland von Albert.
Albert liegt inmitten der Schlachtfelder des ersten Weltkrieges. Viele historische Stätten mit ihren Denkmälern und Soldatenfriedhöfen prägen heute das Landschaftsbild im Departement Somme. Schützengräben und Minenkrater erinnern noch heute an eine der blutigsten Schlachten des ersten Weltkrieges im Jahre 1916. Das beeindruckende 45 Meter hohe französisch-britische Denkmal zum Gedenken an die rund 74.000 vermissten Soldaten, die hier fielen und deren Grab keiner kennt, stand auch auf dem Besichtigungsprogramm.
Am Sonntag fanden als erstes die beiden Halbfinalspiele statt. Die TuRa-Kicker unterlagen der belgischen Mannschaft und mussten am Nachmittag im „kleinen Finale“ um Platz Drei antreten. Hier ging es gegen die heimische Mannschaft von Albert Sports. Die jungen Franzosen entschieden das Spiel für sich und verwiesen die TuRa auf Platz Vier. Bei der Spielstärke aller Mannschaften ein hervorragendes Endergebnis.
Die Zeit zwischen den Spielen mit Oberdreeser Beteiligung nutzten die Eltern zur Besichtigung des „Musée Somme 1916“. Das Untergrundmuseum befindet sich in einem ehemaligen Luftschutzraum und zeigt den Schützengrabenalltag während des ersten Weltkrieges.
Pfingstmontag stand ganz im Zeichen des Finales. In einem spannenden Spiel setzte sich das englische Team aus Durham erst im Elfmeterschießen gegen die Belgier von KSK Vlamertinge durch. Bei der anschließenden Vergabe der Turniertrophäen gab es noch eine weitere Ehrung für die Pberdreeser Jungs. Die „ Fair-Play-Medaille“ ging an das Team von TuRa Oberdrees. Ein gemeinsames Mittagessen aller teilnehmenden Mannschaften rundete das Turnier ab. Mit einem Gastgeschenk beim Organisator Alain Degardin und seinem Team sprachen sich die Oberdreeser aus für die hervorragende Organisation und Durchführung des Turniers sowie die Betreuung und Verpflegung in Albert. Danach trat man die Heimreise an. Die Pfingsttage in Frankreich werden den TuRa-Kickern, sowie den beiden Trainern und den mitgereisten Eltern unvergessen bleiben.
