Lokalsport | 15.04.2019

Kart-Talent Enrico Förderer übersteht ein anspruchsvolles Rennwochenende

Kälte und Crash fordern Förderer

Enrico (links, Nr. 281) hatte sich ambitioniert bis auf die zehnte Position vorgearbeitet, als er in einen Unfall verwickelt wurde. Fotos: Storm Photoraphy

Leuterod/Wackersdorf. Für Enrico Förderer, den jungen Kartfahrer aus Leuterod, ging es zur ersten Veranstaltung der Rotax Max Challenge Germany wieder nach Wackersdorf. Hier wartete jedoch eine noch größere Herausforderung auf den Zwölfjährigen, als noch vor zwei Wochen. Die Veranstaltung wurde im Gegensatz zum letzten Jahr so umgelegt, dass statt drei Rennen sechs Rennen an einem Wochenende gefahren werden müssen, was bedeutet, dass jeweils Samstag und Sonntag ein Zeittraining und drei Wertungsläufe folgen. Man verspricht sich davon eine Kostenersparnis, da dadurch ein Rennwochenende ausfällt, jedoch ist das körperlich sehr anstrengend, was Enrico auch zu spüren bekam.

Tipps vom Profi, damit Enrico locker bleibt

Die Fliehkräfte sind bei den größeren Karts deutlich höher als zuvor, weshalb er abends mit starken Nackenschmerzen zu kämpfen hatte. Um ihn körperlich besser aufzubauen, organisierte Olaf Bothe von der X-Direct Group eine erste Trainingsstunde mit Ralf Ohrmann. Er ist Premium Personal Fitness Trainer für Prominente und Profisportler, Ernährungscoach, Berater von Fußball Nationalspielern, Athletiktrainer in der Ersten Fußball Bundesliga, Buchautor sowie Radio- und TV-Experte. Er gab Enrico Tipps für sein Training, welches er schon länger kostenlos im Fitneßpark Charly absolivert und auch weitere Tipps, welche Übungen er auch an den Wochenenden durchführen kann, wenn er unterwegs ist.

Große Kälte und geringerReifendruck forderten Enrico

Zurück nach Wackersdorf: Konnte man freitags noch bei einigermaßen warmen Temperaturen trainieren, kühlte es jedoch auch dort zum Samstag hin sehr stark ab, sodass das Warmup am Samstagfrüh bei 1 Grad Außentemperatur stattfand. Leider musste Enrico das Zeittraining mit zwei platten Reifen starten, denn die Dichtungen an den Felgen gingen kaputt und man hatte keine Zeit mehr, diese zu wechseln. Trotz dessen, dass er nicht seine persönliche Bestzeit fahren konnte, landete er noch auf Platz 15 von 25, weshalb man dann noch ganz zufrieden war mit dieser Leistung.

Im ersten Rennen schaffte er es dann tatsächlich, bis auf Platz 7 zu fahren, worüber alle Teammitglieder glücklich waren. Im zweiten Rennen wurde er dann beim Start in einen Unfall verwickelt und fiel einige Plätze zurück, konnte dann aber immer noch mit dem 10. Platz begeistern. Noch besser lief es dann im 3. Wertungslauf, von Platz 10 gestartet, schaffte er es, als 6. die Ziellinie zu überqueren. „Mit so einem tollen Ergebnis habe ich absolut nicht gerechnet. Hier sind so viele starke Fahrer, die schon mindestens ein Jahr in dieser Klasse fahren, sowie u. a. deutsche Meister, Weltmeister, mehrfache Europameister usw. Dass ich es geschafft habe, mit denen mithalten zu können, macht mich unglaublich happy!“, strahlt der junge Rennfahrer.

Am Ende des Tages lag er dann auf Platz 7 insgesamt und wurde aber dann noch mit einem Pokal für den 4. besten deutschen Fahrer belohnt, da es für die Fahrer, die mit einer deutschen Lizenz fahren, eine separate Wertung gibt. Auf dieses Ergebnis war das Team von Treffer Motorsport sehr stolz und man wartete zuversichtlich auf den nächsten Tag.

Crash wirft Enricoauf den letzten Platz

Dieser fing nicht ganz so gut an, wie erhofft. Im Zeittraining schaffte Enrico einfach keine freie Runde, um eine vernünftige Bestzeit fahren zu können.

Er musste sich mit Platz 19 zufriedengeben. Um sich das mal vorstellen zu können: Die Fahrer liegen so dicht beieinander, dass zwischen Platz 1 und Platz 20 noch nicht mal eine Sekunde dazwischen liegt. Nun hieß es wieder, von hinten angreifen, was er auch auf phantastische Weise schaffte. Er überholte einen nach dem anderen, auch mal zwei auf einmal und befand sich bereits auf einem tollen 10. Platz, als er in einen Unfall verwickelt wurde und bis auf den letzten Platz zurückfiel. Da nicht mehr viel Zeit blieb, musste er dieses Rennen mit Platz 21 abschließen.

Im zweiten Rennen ging dasselbe Spiel von vorne los, er zeigte mit imposanten Überholmanövern, dass er definitiv vorne mitspielen möchte und sah die Zielflagge als Dreizehnter. Als Letzter der Top-Ten schloss er das dritte Rennen des Tages dann noch zufriedenstellend ab. An Pause ist jedoch noch nicht zu denken, so geht es am Osterwochenende in Kerpen schon weiter. Hier findet am Ostersonntag auf dem berühmten Erftlandring der Frühlingscup statt, bei dem Enrico das erste Mal mit einem ROK-Junior Motor fahren wird. „Wir dürfen gespannt sein, wie er damit zurecht kommt, denn dort warten wieder neue Gegner auf ihn“, so sein Team.

Unterstützt wird Enrico weiterhin von großzügigen Sponsoren: X-Direct Group aus Frankfurt, Hölzgen Betonsteinwerk aus Leuterod, Clean-XL GmbH & Co KG aus Leuterod, Kurz Personal aus Wirges, AXA Versicherung Alex Leis aus Ransbach-Baumbach, Storm Photography, GT LST und Kohlhaas Bau aus Heiligenroth, Fitneßpark Charly aus Ruppach-Goldhausen, TMK Gebäudereinigung GmbH aus Neuwied und der Steuerberaterpartnerschaft Jund & Wittlich aus Dierdorf sowie von seinem Medienpartner BLICK aktuell – Die Heimatzeitung.

Kälte und Crash fordern Förderer

Bei der Siegerehrung profitiert Enrico davon, dass „unter deutscher Flagge“ fahrende Teilnehmer in einer gesonderten Wertung berücksichtigt wurden. Er war der Viertbeste deutsche Fahrer, insgesamt schaffte er es auf Platz sieben.

Bei der Siegerehrung profitiert Enrico davon, dass „unter deutscher Flagge“ fahrende Teilnehmer in einer gesonderten Wertung berücksichtigt wurden. Er war der Viertbeste deutsche Fahrer, insgesamt schaffte er es auf Platz sieben.

Enrico (links, Nr. 281) hatte sich ambitioniert bis auf die zehnte Position vorgearbeitet, als er in einen Unfall verwickelt wurde. Fotos: Storm Photoraphy

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