Oberahrtaler Sportfreunde Hoffeld
Kampfrichter bei Deutscher Taekwon-Do Meisterschaft
Region. In München fanden die Endkämpfe zur Deutschen Meisterschaft im Taekwon-Do der ITF Deutschland e.V. (International Taekwon-Do Federation Deutschland e.V.) statt.
Zu den Endkämpfen hatte der Bundestrainer auch die beiden Kampfrichter der Oberahrtaler Sportfreunde Hoffeld, Bernd und Alexander Hellendahl , eingeladen.
Zu Beginn des Wettkampfes begrüßte der Vorsitzende der ITF, Walter Komorowski, alle Wettkämpfer/innen sowie die Wertungsrichter. Er wünschte den Kämpfern sportliche und faire Kämpfe und den Kampfrichtern ein gutes Auge bei ihren Entscheidungen. Nachdem Abspielen der Nationalhymne begannen die Wettkämpfe zur Deutschen Meisterschaft 2016.
Auf Ring 1 wurden die Meister im Bruchtestwettbewerb ermittelt. Beim Spezialbruchtest mussten die Wettkämpfer im Durchgang 1 mit einem Sprung über ein Hindernis in Höhe von 1 Meter das Brett (30 x 30 cm und 3cm stark) mit dem Fuß zerschmettern. Im 2. und 3. Durchgang galt es ein Brett in einer größeren Höhe (zwischen 2 und 3 Meter) zu zerbrechen. Die Höhe richtete sich nach der Art der Fußtechnik bzw. weiblichem oder männlichem Wettkämpfer. Anschließend begann der Kraftbruchtest. Hier mussten die Teilnehmer möglichst viele hintereinander gestapelte Bretter entweder als Hand- oder Fußbruchtest durchschlagen. Hier zeigte es sich, dass es nicht alleine nur auf Körpermaße ankommt (190 Größe und 100 KG Gewicht). Viele Meister waren von „normaler“ Statur (1,75 m groß 70 KG) und glänzten mit „Qualität vor Quantität“.
Auf Ring 2 begannen gleichzeitig die Wettkämpfe im Formenlauf. Beim Formenlauf galt es die jeweilige vorgegebene Übungsform (koreanisch TUL), bestehend aus Angriffs- und Abwehrtechniken, präzise vorzuführen. Jegliche Abweichung wurde von den Kampfrichtern mit Punkteabzug bestraft. Neben den technischen Fehlern (bspw. falsche Fuß- oder Handtechnik,
falsche Schrittstellung, falsche Höhe der Technik) wurden auch Rhythmus und Kraft bei der Ausführung der Technik mit Punkteabzug bewertet.
Nach dem Einzelwettkampf fand der Mannschaftswettbewerb statt. Die besondere Schwierigkeit liegt dabei in der Synchronität der Übungsform des aus 3-5 Teilnehmer bestehenden Teams. Im Gegensatz zum Einzelwettbewerb dürfen die Wettkämpfer die TUL zusätzlich choreografisch verändern.
Am Nachmittag standen die Kampfdisziplinen auf dem Programm. Gekämpft wurde jeweils 2 Runden a 2 Minuten. Beim Kampf gilt es mit Fuß- und Handtechniken Punkte zu erzielen. Dabei werden Handtechniken mit 1 Punkt, Fußtechniken zum Körper mit 2 Punkten und Fußtechniken zum Kopf des Gegners mit 3 Punkten belohnt. Die Kämpfer müssen, um Verletzungen zu vermeiden, beim Kämpfen die vorgeschriebene Schutzausrüstung, bestehend aus Hand-, Fuß- und Mundschutz sowie bei männlichen Wettkämpfern Unterleibschutz, tragen. Nach Freigabe des Kampfes durch den Centerreferee (Mattenleiter) begann der jeweilige Kampf. Die Aufgabe Mattenleiters war es, unfaire Attacken zu ahnden und ggfs. den Kämpfer zu verwarnen. Geahndet durch Verwarnung werden u.a. Tritte in den Rücken oder unterhalb des Bauchnabels. Für diese Techniken dürfen die Punktrichter keine Punkte vergeben. Verwarnungen gibt es ebenfalls für „Zeitschinden“ oder Nichtbefolgen der Anweisungen des Kampfleiters. Bei 3 Verwarnungen wird dem verursachenden Kämpfer ein Punkt in der Wertung abgezogen. Vollkontakttechniken, die zum K.O. des Gegners führen können, werden durch sofortigen Minuspunkt geahndet. Minuspunkte werden auch bei wiederholtem Nichtbefolgen der Kamprichteranweisungen oder bei unsportlichem Verhalten (pitschen, kratzen, beißen) vergeben. Bei drei Minuspunkten scheidet der jeweilige Kämpfer sofort aus dem Wettbewerb aus.
Am Ende des Wettkampftages erfolgte die Ehrung der jeweiligen Meister und Vizemeister sowie den Drittplatzierten durch den Vorsitzenden des Dachverbandes der ITF. Er gratulierte allen Platzierten und bedankte sich für die fairen Kämpfe und den Sportgeist der Teilnehmer. Das anwesende Team des DRK München wurde nicht ein einziges Mal wegen einer Verletzung auf die Kampffläche gerufen. Den Kampfrichtern bescheinigte der „Jury-Präsident“ eine tadellose Leistung. Es wurde weder seitens der Kämpfer noch den jeweiligen Trainern eine Beschwerde zu einer Kampfentscheidung vorgetragen. Anschließend wünschte er allen eine gute Heimreise und mit einem leichten Schmunzeln „frohes Fest und guten Rutsch“.
