Fußball-Kreisliga A Rhein/Ahr, sechster Spieltag
Kapitän Martin Hertel brach den Bann
SG Wehr/Rieden/Volkesfeld - SG Hocheifel Leimbach 0:3 (0:2)
Adenau. Am sechsten Spieltag der Fußball-Kreisliga A Rhein/Ahr hat die SG Hocheifel Leimbach bei der SG Wehr/Rieden/Volkesfeld einen glanzlosen, aber verdienten 3:0 (2:0)- Auswärtserfolg einfahren können. Durch den dritten Sieg in Folge hat das Team von Trainer Tobias Weiler weiter Boden gutgemacht und rangiert in der Tabelle nun auf Platz vier.
Auf dem Wehrer Hartplatz, der der den Gästen in den vergangenen Spielzeiten stets große Probleme bereitet hatte, übernahm die Elf vom Nürburgring sehr schnell die Spielkontrolle gegen ersatzgeschwächt angetretene Hausherren. Es dauerte allerdings eine ganze Weile, ehe die Zuschauer in einem allenfalls durchwachsenen Spiel erste Tormöglichkeiten bestaunen konnten. Mit zunehmender Dauer jedoch agierten die Weiler-Schützlinge zielstrebiger und erspielten sich eine Vielzahl guter Tormöglichkeiten durch Niklas Pauly, Luca Dederichs und Lukas Knelke, die zunächst jedoch allesamt vergeben wurden. In der 33. Minute war es Kapitän Martin Hertel, der den Bann brach und nach einer Einwurfsituation zu einem wuchtigen Kopfball aus etwa 15 Metern ansetzte. Dabei traf er den Ball nahezu perfekt, und das Spielgerät flog unhaltbar in den Winkel. Mit dieser verdienten Führung im Rücken war die SG Hocheifel auch weiterhin das spielbestimmende Team, ohne dabei jedoch wirklich überzeugen zu können. In der Offensive konnte sie gute Tormöglichkeiten herausspielen, die Chancenverwertung ließ aber deutlich zu wünschen übrig. Auf der anderen Seite lud die teilweise etwas schläfrig wirkende Abwehr den eigentlich recht harmlosen Gegner gleich mehrfach durch vermeidbare Fehler zu schnellen Gegenangriffen ein. Die wurden von den Hausherren allerdings fast nie gefährlich ausgespielt, sodass Torhüter Thomas Schmitz nur einmal wirklich sein ganzes Können zeigen musste. In der 41. Minute schlugen die Gäste ein zweites Mal zu: Dederichs wurde von Pauly bedient, scheiterte jedoch am herauseilenden Schlussmann der SG Wehr. Der Abpraller landete jedoch über Umwege bei Knelke, der sich die Chance nicht nehmen ließ und den Ball flach ins rechte Eck versenkte. Mit der 2:0-Führung ging es in die Pause.
Unverändertes Bild
Nach Wiederanpfiff ein weitgehend unverändertes Bild, denn die SG Hocheifel erspielte sich weiterhin viele gute Tormöglichkeiten, zeigte sich beim Torabschluss aber viel zu inkonsequent und vergab dadurch gleich mehrere 100-prozentige Gelegenheiten. Von den Hausherren kam in der Offensive auch im zweiten Durchgang relativ wenig, sodass die nun konzentrierter wirkende Viererkette der Gäste keine große Mühe bei der Abwehrarbeit hatte.
Insgesamt plätscherte die Partie dahin, die Zuschauer bekamen wahrlich keinen spielerischen Leckerbissen angeboten. Für die frühe Entscheidung sorgte in der 57. Minute erneut Knelke, der mustergültig von Dederichs freigespielt worden war und den Ball aus relativ kurzer Distanz souverän im Tor unterbrachte. In der verbleibenden Zeit verlegten sich die Weiler-Schützlinge auf das Verwalten des Ergebnisses, wobei sie dabei gerade im Aufbauspiel nicht wie gewohnt kombinierten, sondern vor allem auf lange Bälle auf die schnellen Außenspieler setzten. Erst in den letzten zehn Minuten der Partie nahm das Spiel noch mal etwas Fahrt auf, als sich die SG Wehr doch noch aufbäumte und zwei relativ gute Tormöglichkeiten verzeichnen konnte, die jedoch von Schmitz entschärft wurden. Da die SG Hocheifel ihrerseits einige weitere Torchancen vergab, blieb es bis zum Schlusspfiff beim 3:0. Alles in allem ist der Sieg als absolut verdient einzustufen, da die Kombinierten vom Nürburgring über die gesamte Spieldauer das bessere Team waren. Trotz der eklatant schwachen Chancenverwertung und einer nicht besonders ansprechenden spielerischen Leistung sollte die Mannschaft die positive Erkenntnis mitnehmen, dass sie auch Spiele gewinnen kann, bei denen nicht alles 100-prozentig funktioniert. Spielertrainer Tobias Weiler hatte nach dem Abpfiff gemischte Gefühle: „Erst einmal bin ich sehr glücklich darüber, dass wir hier heute absolut verdient drei Punkte mitnehmen, denn die Auswärtsfahrten nach Wehr waren in der Vergangenheit alles andere als angenehm. Gleichzeitig bin ich mit unserer Spielweise unzufrieden, denn wir haben unsere große individuelle und spielerische Überlegenheit nicht in jeder Phase des Spiels zeigen können. Das war sicherlich eine unserer schwächeren Saisonleistungen.“ DerSG Hocheifel fehlten in Wehr Niklas Jüngling, Oliver Prämaßing und Patrick Schneider. Cedric Kötting (Grippe) war zwar mitgefahren, wurde aber vorsorglich geschont. Die SG Hocheifel erwartet am Sonntag, 8. Oktober, um 14.30 Uhr in Adenau den SV Oberzissen.
SG Hocheifel Leimbach: T. Schmitz, S. Schmitz, Baur (71. C. Jüngling), Schieler, Hoffmann, Weiler, Nguyen, Dederichs, Hertel (71. Utsch), Knelke, Pauly.
