Judo Club Swisttal e.V.
Kata - die andere Seite des Judo
Bei Kata kommt es auf präzise und konzentrierte Zusammenarbeit der Partner an
Bonn. Judo ist eine wettkampforientierte Kampfsportart in der nur ungefährliche Techniken erlaubt sind, um den Gegner technisch im Kampf zu besiegen. Doch es gibt auch andere Seiten am Judo, die weniger bekannt sind. Eine davon ist die Kata, bei der mit einem Partner freier Wahl versucht wird Techniken, die meist vorgegeben sind, so präzise wie möglich vorzuführen. Bei entsprechenden Wettbewerben in dem Bereich werden nacheinander alle Paare angesehen und bewertet, um anschließend den mit der höchsten Punktzahl zum Sieger zu erklären. Häufig nehmen an Kata-Wettbewerben nur Judoka teil, die wenigstens den braunen Gürtel tragen und damit kurz vor der Graduierung zum Meistergrad, dem Schwarzgurt stehen.
Der Judo Kreis Bonn hat zur Förderung der Jugend erstmalig einen Kata-Lehrgang veranstaltet, bei dem nur Träger der ersten vier Gürtelstufen zugelassen waren. Gekrönt wurde der Lehrgang von einer Demonstration bei der nach dem Vorbild von Wettbewerben alle Teilnehmer bewertet wurden, um am Ende der Veranstaltung die besten in jeder Gürtelstufe zu küren.
Der Judo Club Swisttal e.V. nahm an diesem Lehrgang mit sechs Paaren teil, die aus neun Judokas bestehen. Der Verein schickte sowohl den jüngsten als auch den ältesten Teilnehmer um ihr Können weiter zu verbessern und zu sehen, wo sie im Vergleich zu den über 30 anderen Vereinen im Kreis Bonn stehen.
In der Klasse der Teilnehmer mit weiß-gelbem Gürtel gingen alle Podestplätze an Judoka des JC Swisttal. Den ersten Platz belegte Leon Nolden (sechs Jahre) mit seinem Partner (Uke) Kieran Martin Trempeck (acht Jahre), den zweiten Rang eroberte das gleiche Paar, jedoch diesmal mit Kieran als ausführenden (Tori) und Leon als Uke. Einen tollen dritten Platz bekam Eugen Grebensikow (neun Jahre) mit seinem Bruder Michael Kühn (sechs Jahre, jüngster Teilnehmer).
Bei den gelben Gürteln konnte Niklas Hart (13) mit seinem Uke Monique Kerp (19) immerhin den zweiten Platz gewinnen, nachdem sein ursprünglicher Partner leider ausgefallen war. Diese Leistung ist sehr beachtenswert, da die anderen Paare Monate zur Vorbereitung hatten, während diesen beiden nur zwei Stunden zur Verfügung standen.
In der nächsthöheren Klasse der gelborangefarbenen Gürtel kam Lukas Krämer (14) als Tori mit seinem Uke Monique Kerp auf den vierten Platz sowie Joachim Wacker (51, ältester Teilnehmer) mit seinem Partner Jörg Trimborn (26) auf den dritten Platz. Was eindrucksvoll zeigt, dass auch Späteinsteiger im Judo Spaß und Erfolge haben können, da Joachim Wacker erst seit gut drei Jahren trainiert.
In der höchsten Klasse, bei den orangefarbenen Gurten, konnte der Judo Club leider keine Teilnehmer stellen, da die Hoffnung auf die Goldmedaille in der Klasse leider erkrankt war. Alle Teilnehmer wollen auch nächstes Jahr wieder teilnehmen, was zeigt, dass solche Veranstaltungen öfter stattfinden sollten.
Wie immer sind alle interessierten zwischen sechs und 66 eingeladen den Verein auf seiner Website www.jc-swisttal.de oder montags und freitags beim Training in der Dreifachturnhalle Heimerzheim zu besuchen.
