SG 99 Andernach / Frauen – und Mädchenabteilung
Keine Punkte im Rheinland-Pfalz-Derby: Bäckermädchen unterliegen in Mainz
Andernach. Die Fußballerinnen der SG 99 Andernach müssen mit einer Enttäuschung in die dreiwöchige Spielpause gehen. Im Rheinland-Pfalz-Duell beim 1. FSV Mainz 05 unterlagen die „Bäckermädchen“ am Sonntag mit 2:5 (1:2). Trotz einer starken moralischen Leistung und dem zwischenzeitlichen Ausgleich nach Zwei-Tore-Rückstand reichte es am Ende nicht für Zählbares am Bruchweg.
Von Beginn an sahen sich die Andernacherinnen einem aggressiven Pressing der Gastgeberinnen gegenüber. Besonders die Geschwindigkeit der Mainzer Spitzen stellte die SG-Defensive vor große Herausforderungen. Bereits in der 8. Minute nutzte Chiara Bouziane eine Vorlage von Vital Zita Kats zum frühen 1:0, nachdem Malou Müller kurz zuvor per Kopf auf der gegenüberliegenden Spielfeldseite nur die Latte getroffen hatte. In der 34. Minute erhöhte Mainz nach einem Konter auf 2:0.
SG-Trainerin Isabelle Hawel analysierte die Schwierigkeiten der ersten Hälfte deutlich:
„Der Tempo-Unterschied ist da, den kann man nicht wegdiskutieren, aber wir standen oft nicht gut in der Kette, verlieren Bälle, pennen hintendrin und heben selbst das Abseits auf“.
Ein Hoffnungsschimmer kehrte kurz vor dem Pausenpfiff zurück, als Vanessa Zilligen einen Handelfmeter souverän zum 1:2-Anschlusstreffer verwandelte (45.+1).
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Bäckermädchen ihr bestes Gesicht. In einer Drangphase belohnte Maren Weingarz das Team in der 67. Minute mit dem 2:2-Ausgleich nach Vorarbeit von Carolin Schraa. Doch die Freude währte nur kurz. Eine Kette individueller Fehler an der Grundlinie ermöglichte Mainz das prompte 3:2 durch Emma Junold (70.).
„In der ersten Halbzeit hatten wir keinen Zugriff auf die schnellen Spitzen, und nach dem dritten Mainzer Tor sind bei uns zu schnell die Köpfe runtergegangen, obwohl wir eigentlich gut im Spiel waren“, bilanzierte Hawel. In der Schlussphase schraubte die Mainzer Top-Scorerin Kats das Ergebnis durch einen Freistoß (76.) und einen Heber (86.) auf 5:2 in die Höhe.
Trotz der zweiten Auswärtsniederlage in Folge bleibt die tabellarische Situation für die SG 99 stabil, da auch die Konkurrenz im Tabellenkeller patzte. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt weiterhin zehn Punkte.
„Wegen zwei Niederlagen in Folge müssen wir jetzt nicht alles hinterfragen, aber wir müssen das Selbstvertrauen in das eigene Team und in die eigenen Fähigkeiten wiederfinden“, so Hawel abschließend. „Noch sind wir nicht in einer bedrohlichen Lage, aber die Liga ist eng, wir müssen weiter punkten“.
