Lokalsport | 01.02.2017

TuS Treis-Karden, Abteilung Basketball

Klassenverbleib ist das oberste Ziel

Hans-Martin Jakobs fungiert seit dieser Saison als Co-Trainer beim TuS Treis-Karden.TH

Treis-Karden. Zum Ende der Hinrunde lagen die Moselaner noch auf einem Abstiegsplatz, doch aktuell scheint sich der TuS Treis-Karden trotz des neuerlichen Rückschlags doch noch in Richtung Mittelfeld schieben zu können. Und dies trotz einer zuletzt überraschenden Heimniederlage gegen den TV Bad Dürkheim. Allerdings liegen die Moselaner sieben Spieltage vor Saisonende auch nur einen Punkt vor dem ersten möglichen Abstiegsplatz. So bleibt der frühzeitige Ligaverbleib aktuell das einzig erstrebenswerte Ziel. Und mit den beiden Begegnungen beim TVG Trier und gegen die DJK Saarlouis-Roden stehen nun zwei weitere wichtige Spiele an, um dieses Saisonziel vorzeitig zu erreichen. Überhaupt ist Basketball beim TuS Treis-Karden die Vorzeigeabteilung schlechthin. Selbst die Bundesliga war zeitweise ein Thema an der Mosel. Zwar verlief die sportliche Entwicklung zuletzt etwas schleppend, aber mittlerweile scheint die erforderliche Konsolidierungsphase abgeschlossen. Der TuS strebt in langsamen Schritten wieder nach oben.

Warum sollen die Zuschauer weiterhin oder vielleicht auch erstmals die Spiele des TuS Treis-Karden in der Oberliga besuchen?

Basketball ist eine schnelle, dynamische und höchst spannende Sportart, bei der es oft spektakulär zugeht. Bei uns in der Oberliga kann ein körperbetontes, dynamisches Spiel beobachtet werden. Ich kann jedem Sportbegeisterten nur empfehlen, einmal vorbeizuschauen und sich selbst zu überzeugen. Für unsere treuen Zuschauer, die schon zu Regionalligazeiten zur Unterstützung in die Halle kamen, arbeiten wir jede Woche im Training, um besser zu werden und wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können. Das ist natürlich ein langer Weg. Aber auch die kleinen Schritte sind wichtig: Seit Saisonbeginn ist ein Aufwärtstrend zu erkennen.

Woran lässt sich die zuletzt ansteigende Formkurve festmachen?

In den vergangenen Spielen konnten wir einfache Fehler reduzieren und spielten disziplinierter in Offensive und Defensive. Gerade das ist bei unserer jungen Mannschaft sehr wichtig. Auch gegen starke Gegner, die auf den oberen Plätzen der Tabelle stehen, präsentierten wir uns phasenweise durchaus ebenbürtig, konnten das Niveau aber oft nicht über die komplette Zeit halten. Der Sieg gegen den ASC Mainz und auch die Niederlagen gegen den Tabellenersten TV Bad Bergzabern und zuletzt gegen Speyer, bei denen wir uns gut präsentiert haben, sind Indiz für eine positive Entwicklung.

Zu Saisonbeginn waren die Ziele anders definiert. „Besser als im Vorjahr“, so umschrieb es Trainer Marek Betz. Das Wort Abstiegsgefahr war überhaupt nicht im Wortschatz zu finden. Welche Schwierigkeiten waren in der ersten Saisonhälfte die Ursache dafür, dass der Start so holprig verlief?

Ich denke, dass wir zu blauäugig in die Saison gestartet sind. Die Verpflichtung von Dominique Tholey sorgte einerseits für eine hohe Erwartungshaltung gegenüber der Mannschaft, aber auch innerhalb des Teams zu einem Selbstvertrauen, das leider nicht durch konstante und gute Leistungen gerechtfertigt werden konnte. Oft fehlte in den Spielen die nötige Disziplin. Es war und ist sehr schwer, sich aus dieser Negativspirale herauszuarbeiten. Zudem kamen noch viele verletzungsbedingte Ausfälle, die nicht kompensiert werden konnten. Seit der Winterpause konnten Boris Sewenig und Norman Klein wieder ins Training und den Spielbetrieb einsteigen, außerdem wurden André Küpper und Marcel Bröhl aus der zweiten Mannschaft hinzugeholt und können dem Team gut weiterhelfen.

Als Hoffnungsträger für den gewünschten Aufschwung galt unter anderem auch Dominique Tholey, der als einer der besten Spieler in der Oberliga gehandelt wurde. Er erlitt bereits am dritten Spieltag eine Bänderverletzung. Als er wieder mit dem Training angefangen hatte, wechselte er ans Deutsche Eck. Ist diese Personalie für einen kleinen Klub wie den TuS überhaupt auf die Schnelle zu kompensieren?

Der Wechsel von Dominique hat uns natürlich hart getroffen. Ein Spieler seines Niveaus ist für einen relativ kleinen Verein, wie wir es sind, nicht kurzfristig und adäquat zu ersetzen. Mit viel Glück konnten wir jedoch Norman Klein für unser Team begeistern. Leider fiel er fast die gesamte Vorrunde verletzungsbedingt aus. Seit der Winterpause ist er jedoch wieder fit und hilft uns enorm weiter.

Tim Seimet, mit 34 Jahren einer der älteren Generation, gehört in der Liga zu den besten drei Punktewerfern. Bemerkenswert, denn Seimet fehlte in den jüngsten drei Begegnungen wegen eines Mittelhandbruchs. Sehen die Zuschauer Seimet in dieser Saison noch mal auf dem Hallenparkett und wie schauen seine Zukunftspläne für die nächste Spielzeit aus?

Wenn die Heilung nach Plan verläuft, hoffen wir auf eine baldige Rückkehr von Tim. Er ist nicht nur wichtig als guter Schütze auf dem Feld, sondern hilft uns auch mit seiner großen Erfahrung und Routine weiter. Wir können nur hoffen, dass er auch nächste Saison wieder für den TuS aufläuft. Noch wurden allerdings keine Gespräche geführt. Tim wird erst nach der Saison eine Entscheidung treffen.

Termine des TuS Treis-Karden: 4. Februar (17 Uhr) beim TVG Trier, 19. Februar (17.30 Uhr) gegen die DJK Saarlouis-Roden, 25. Februar (20 Uhr) bei MJC Trier, 5. März (17.30 Uhr) gegen die DJK Nieder-Olm, 11. März (19.30 Uhr) beim Trimmelter SV Trier, 18. März (19.30 Uhr) beim BBC Fastbreakers Rockenhausen, 25. März (19 Uhr) gegen den TV Bad Bergzabern. TH

Hans-Martin Jakobs fungiert seit dieser Saison als Co-Trainer beim TuS Treis-Karden.Foto: TH

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