SG OASF/Barweiler - Kreisliga B Ahr
Kreuzberger Lufthoheit gab den Ausschlag
SG Kreuzberg/Ahrbrück - SG OASF/Barweiler 2:0 (0:0)
Kreuzberg. Mit einem arg dezimierten Kader reiste die erste Mannschaft am Freitagabend zum Flutlichtspiel in Kreuzberg. Nachdem man zusätzlich zu den Langzeitverletzten noch mehrere weitere Ausfälle verkraften musste, hatte Trainer Fabian Hideg seine liebe Mühe, 14 einsatzbereite Spieler zur Verfügung zu haben, sodass sich unter anderem Oldie Ralf Weber im Kader wiederfand. Trotz dieser ungünstigen Vorzeichen nahm man sich vor, nach dem ersten Punktgewinn in der Vorwoche nun auch auswärts nachzulegen und endlich eine gute Vorstellung auf fremdem Platz zu zeigen.
Vom Anpfiff weg konnten die Zuschauer erkennen, dass die Gäste einen recht guten Tag erwischt hatten und sich in der ersten Halbzeit mindestens auf Augenhöhe mit den nahezu in Bestbesetzung angetretenen Kreuzbergern präsentierten. So hatte das Team von der Mittelahr zwar mehr Spielanteile, fand aber kaum einmal eine Lücke im diszipliniert und zweikampfstark agierenden Oberahrtaler Abwehrblock. Eine Ausnahme bildete ein unnötiger Ballverlust in der Innenverteidigung der Gäste, welcher zu einer Zwei-gegen-zwei-Situation führte, die eigentlich gut ausgespielt wurde, jedoch ging der Abschluss knapp am langen Eck vorbei. Ansonsten wurde es in erster Linie vor dem Tor der Gastgeber gefährlich. So kam die SG OASF/Barweiler in der ersten Halbzeit zu zwei guten Möglichkeiten, welche leider nicht genutzt werden konnten. Zunächst erlief Luca Wald einen langen Ball von Christian Lückenbach, zog von der rechten Seite in den Strafraum und zielte anschließend um Zentimeter am langen Eck vorbei. Ähnlich knapp ging es zu, als der SGK-Torwart ausrutschte, Marius Karst dies erkannte und aus knapp 30 Metern sofort abzog. Sein Fernschuss verfehlte das Tor um Haaresbreite. Trotz der verpassten Führung bestand für die mitgereisten Fans aus Oberahrtal und Barweiler zur Pause die berechtigte Hoffnung auf Zählbares in dieser Partie.
Schneller Dämpfer nach der Pause
Diese Hoffnung sollte allerdings nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff einen herben Dämpfer erhalten, als Kreuzberg nach einem im Übrigen äußerst leichtfertig hergeschenkten Eckball das 1:0 erzielen konnte. Die präzise Hereingabe fand kurz vor dem Fünfmeterraum den kopfballstarken Florian Jacobs, welcher sich diese Chance nicht entgehen ließ und unter halbherziger Bedrängnis ins kurze Eck einköpfte. Noch dicker kam es nach einer knappen Stunde, als erneut eine Standardsituation zum zweiten Gegentreffer für die Gäste sorgte. Ein weiter Einwurf fand in ähnlicher Position wie beim 1:0 erneut Angreifer Jacobs, der sich trotz doppelter Bewachung im Luftkampf locker durchsetzte und abermals mit einem Kopfball ins kurze Eck auf 2:0 erhöhte. Trotz dieses Nackenschlags gab sich die SG aus der Eifel allerdings nicht geschlagen, überzeugte weiterhin kämpferisch und kam auch zum einen oder anderen Abschluss im Strafraum der Hausherren. So verzog Denny Naumann aus halblinker Position ebenso wie Max Niggemann per Direktabnahme nach einem Eckball von Marius Karst. Ansonsten wogte die Begegnung bis zum Schluss in erster Linie zwischen den Strafräumen hin und her, ohne dass große Chancen dabei herausgesprungen wären. Eine Ausnahme bildete ein Lattentreffer der Kreuzberger in der Nachspielzeit, nachdem die Gäste weit aufgerückt waren.
Fazit: Eigentlich gibt es an der Leistung der SG OASF/Barweiler kaum etwas auszusetzen. Den Unterschied machte letztlich die sehr effiziente Chancenverwertung des Gegners, die Unterlegenheit in der Luft gegen Florian Jacobs sowie mangelnde Cleverness insbesondere in der Entstehung des Eckballs zum 1:0. Wäre man durch eine der Gelegenheiten im ersten Spielabschnitt in Führung gegangen, hätten die Chancen auf mindestens einen Punkt gewiss nicht schlecht gestanden. So aber muss man sich erneut damit trösten, eine gute Leistung erbracht zu haben, die in den folgenden Wochen bestätigt werden muss, dann hoffentlich auch wieder mit einer entspannteren personellen Situation.
Vorschau: SG OASF/Barweiler - DJK Müllenbach, Sonntag, 29. September, 13:30 Uhr in Antweiler. Im Derby ist die Favoritenrolle ganz klar verteilt. Während die Gäste von der Tabellenspitze grüßen, befinden sich die Gastgeber noch ohne Saisonsieg aktuell auf dem 13. Tabellenplatz. In der vergangenen Spielzeit gewann die DJK beide Spiele gegen die SG OASF/Barweiler und erzielte hierbei insgesamt neun Tore. Aber ein Derby hat bekanntlich manchmal auch eigene Gesetze.
