Lokalsport | 23.10.2019

SG Hocheifel

Leistungsgerechtes Unentschieden

SG Hocheifel - SG Kempenich 1:1 (1:0)

Adenau. Die SG Hocheifel hat am Freitagabend im Adenauer Eifelstadion gegen die SG Kempenich 1:1 (1:0) gespielt. Durch das Remis verbleibt die Mannschaft von Spielertrainer Tobias Weiler zwar auf einem Abstiegsplatz, jedoch konnte man den Abstand zu den davor platzierten Teams durch den Punktgewinn erneut etwas verkürzen.

Bei beiden Mannschaften zeigte die Formkurve zuletzt eher nach oben, sodass die Zuschauer in Adenau von einem engen und spannenden Spiel ausgehen durften. Diese Erwartungen wurden auch von Beginn an bestätigt und auf dem Hartplatz entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem keines der beiden Teams sich ein wirkliches Übergewicht herausspielen konnte. Das spielerische Niveau der Begegnung war sehr überschaubar, vieles spielte sich im Mittelfeld ab, wo zahlreiche Zweikämpfe zwar mit einer hohen Intensität, aber in aller Regel fair geführt wurden. Ein leichtes Chancenplus konnten die Hausherren verbuchen, die mit zunehmender Spieldauer auch immer besser ins Spiel kamen. In der ersten halben Stunde war jedoch auf beiden Seiten keine einzige hochkarätige Tormöglichkeit zu verzeichnen. Dies änderte sich in der 32. Minute allerdings schlagartig, als Dennis Palarowski im Anschluss an eine tolle Kombination zwischen Patrick Schneider und Max Heintz im Strafraum zum Abschluss kam, zunächst noch abgeblockt wurde, den Abpraller dann aber mit seinem schwächeren linken Fuß volley in den linken Torwinkel beförderte. Die zu diesem Zeitpunkt durchaus verdiente Führung für die SGH hatte dann bis zur Halbzeitpause Bestand.

Nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte waren es die Gäste, die etwas mehr vom Spiel hatten und sich über gewonnene Zweikämpfe zusehends ins Spiel kämpften. Bei den Weiler-Schützlingen fehlte es nun häufiger an der richtigen Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen und sie agierten insgesamt etwas zu passiv.

Dennoch blieb das Chancenverhältnis weitgehend ausgeglichen, da auch die SGH einige Angriffe durchaus ansehnlich zu Ende spielte. Allen voran Palarowski sorgte auf dem rechten Flügel permanent für Gefahr und war von seinen Gegenspielern überhaupt nicht in den Griff zu kriegen. Allerdings verpassten sowohl Moritz Hoffmann als auch Patrick Schneider mit ihren Versuchen einen zweiten Treffer für ihre Farben. In der 62. Minute folgte dann der Ausgleichstreffer, als eine Freistoßflanke von der SGH-Defensive nicht geklärt werden konnte und ein Kempenicher Angreifer das Leder aus dem Getümmel heraus unhaltbar für Steffen Hoffmann ins Tor stocherte. Jenem Hoffmann war es dann aber zu verdanken, dass das Spiel nicht vollends kippte, als er einen tückischen Kopfball mit einer Flugparade aus dem linken Toreck kratzte. In der Schlussphase hofften beide Mannschaften auf den Lucky Punch, allerdings war auch zu spüren, dass niemand mehr bereit war, komplett ins Risiko zu gehen. Trotzdem hätten die Hausherren in der letzten Spielminute fast noch mal jubeln dürfen, denn Max Heintz hatte im Sprintduell seine Verfolger abgeschüttelt und stürmte alleine auf den Gästekeeper zu. Allerdings wurde er im letzten Moment entscheidend gestört, sodass sein Schuss das Tor um wenige Zentimeter verfehlte. Dadurch blieb es bis zum Schlusspfiff des souveränen Unparteiischen Ronny Jäckel beim Resultat von 1:1.

Insgesamt ist das Remis sicherlich als absolut leistungsgerecht einzuordnen, denn keines der beiden Teams hatte sich in einem recht höhepunktarmen, aber hochintensiven Spiel eine Überlegenheit herausspielen können. Für die Hausherren bedeutet dieses Ergebnis zwar, dass man weiterhin im Tabellenkeller feststeckt, allerdings ist es ein weiterer kleiner positiver Schritt hin zu einer besseren Position. Ein schöner Randaspekt der Begegnung für die SGH-Akteure war das Wiedersehen mit ihrem langjährigen Mannschaftskameraden Martin Bell, der mittlerweile wieder für sein Heimatdorf als Kapitän aufläuft und von seinen ehemaligen Mitspielern sehr freundschaftlich empfangen wurde.

Für die SGH spielten: S. Hoffmann, Schmitz, Baur, Vitten, M. Hoffmann, Halvorsen (Hertel/66.), Weiler, Nguyen, Heintz, Palarowski (C. Jüngling/85.), Schneider.

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