Lokalsport | 19.05.2025, 11:57 Uhr

SG 99 blickt trotz Niederlage positiv nach vorn

Letzter Akt mit späten Schmerzen

Gefeiert, als wäre es der Champions-League-Sieg“ Nach 14 Monaten Verletzungspause gibt es kein Halten mehr bei Zoe Brückel, als sie den Führungstreffer für Andernach erzielt hatte. Foto: SG 99 Andernach
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Andernach. Mit einem bitteren Gegentor in der Nachspielzeit endete die Saison 2024/25 für die Zweitliga-Fußballerinnen der SG 99 Andernach. Trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum überwog am Ende die Freude über den vorzeitigen Klassenverbleib – ein Erfolg, der in den Wochen zuvor mit einer starken Serie von vier Siegen aus fünf Spielen gesichert wurde.

Später Nackenschlag gegen Bochum

Im letzten Spiel der Saison führte die SG 99 zur Halbzeitpause mit einem Tor durch Rückkehrerin Zoe Brückel (45.+2), ehe Bochum in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Endstand traf. Die Gäste feierten damit ihren ersten Sieg nach acht sieglosen Spielen.

Trotz aller Enttäuschung zeigte sich Cheftrainerin Isabelle Hawel schnell versöhnlich: „Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten wir viele Torchancen, haben den zweiten Treffer aber nicht gemacht. Aber das ist letztlich auch egal.“

Zoe Brückel feiert emotionales Comeback

Ein emotionaler Höhepunkt war die Führung durch Zoe Brückel, die nach zwei Kreuzbandrissen ihr Startelf-Comeback feierte und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Abstauber aus dem Getümmel traf. In der zweiten Halbzeit erspielte sich Andernach eine Reihe hochkarätiger Chancen, unter anderem durch Lisa Kossmann, Leonie Wäschenbach, Malou Müller, Carolin Schraa und Alina Wagner – doch der Ball wollte einfach nicht mehr ins Tor.

Selbst in Unterzahl – nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Leonie Stöhr – erarbeiteten sich die Bäckermädchen noch mehrere Möglichkeiten, verpassten aber die mögliche Entscheidung.

Abschied mit erhobenem Kopf

Die Partie war gleichzeitig das letzte Spiel für mehrere SG99-Akteurinnen und Trainer Thomas Strotzer. Trotz des spürbaren Abschiedsschmerzes war der Saisonabschluss auch von Dankbarkeit und Hoffnung geprägt. Cheftrainerin Isabelle Hawel sagte über die Zusammenarbeit mit Strotzer: „Total schade. Unsere Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert.“ Ihre eigene Rolle im Trainerteam bleibt unverändert: „Da hängt nun mal mein Herz dran.“

Auch die Spielerinnen zeigen klare Zeichen der Identifikation mit Verein und Mannschaft. Kathrin Schermuly, die verletzungsbedingt pausierte, erklärte: „Wegen der Mannschaft, sonst würde ich aufhören. Aber solange Fußball Spaß macht, bleibe ich dabei.“ Top-Torschützin Carolin Schraa (7 Saisontore) blickt ebenfalls optimistisch in die Zukunft:

„Ich will noch mal mit dieser Mannschaft spielen und es besser machen als vergangene Saison.“

Blick in die Zukunft

Trotz eines bevorstehenden Umbruchs – sieben Spielerinnen und Co-Trainer Strotzer verlassen den Verein – geht die SG 99 mit Zuversicht in ihre achte Zweitliga-Saison. Die Startelf gegen Bochum bestand fast ausschließlich aus Spielerinnen, die auch in der kommenden Spielzeit das Andernacher Trikot tragen werden. Das Fundament für eine neue, wettbewerbsfähige Mannschaft ist gelegt.

Gefeiert, als wäre es der Champions-League-Sieg“ Nach 14 Monaten Verletzungspause gibt es kein Halten mehr bei Zoe Brückel, als sie den Führungstreffer für Andernach erzielt hatte. Foto: SG 99 Andernach

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