Fußball-Bezirksliga Ost
Linzer Youngsters bestehen Feuertaufe in Straßenhaus
SG Ellingen/Bonefeld/Willroth – VfB Linz 0:1 (0:1)
Linz. Am vierten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost setzte sich der VfB Linz im Kreisderby bei der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth knapp, aber hochverdient mit 1:0 (1:0) durch. VfB-Trainer Paul Becker und seine Schützlinge können auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken. Nach dem 3:0-Sieg um Punkte beim VfL Bad Ems folgte am Mittwochabend im Rheinlandpokal ein 2:1-Erfolg gegen den Rheinlandligisten SV Windhagen und zu guter Letzt bestanden die VfB-Youngsters auch die Feuertaufe auf dem gefürchteten Straßenhausener Kunstrasenplatz, wo sie nach einer imponierenden Leistung mit einem 1:0-Sieg aufwarteten.
„Es muss sich jeder davon verabschieden, dass wir wieder eine ähnliche Runde spielen wie in der vergangenen Saison“, analysierte SG-Trainer Thomas Kahler und fuhr fort: „Das ist ein verdienter Sieg für Linz. Der VfB war bei Standards immer topgefährlich. Mit der Vorstellung meiner Mannschaft bin ich nicht unzufrieden. Nach dem 2:7 zeigte sich die Abwehr wesentlich stabiler. An der Bewegung nach vorne müssen wir weiterarbeiten. Aber ich bin optimistisch. Das wird wiederkommen.“
Solche Sorgen muss sich sein Linzer Trainerkollege Paul Becker derzeit nicht machen. Seine junge, begeisterungsfähige Mannschaft zeigte über lange Strecken, welch großes Potenzial in ihr steckt. In der ersten Halbzeit dominierten die Gäste das Geschehen und tauchten immer wieder brandgefährlich im Ellinger Strafraum auf. Die Linzer Elf besaß in Leonor Tolaj den auffälligsten Akteur auf dem Platz. Der 20-Jährige hätte gleich mehrmals per Kopf oder Fuß die Partie schon vor der Pause entscheiden können. In der 34. Minute scheiterte er völlig freistehend am glänzend reagierenden SG-Keeper Philipp Krokowski. Bei drei anderen Möglichkeiten fehlte ihm die Kaltschnäuzigkeit, verfehlte er das Tor nur um Zentimeter. Dass der Linzer Anhang trotzdem jubeln durfte, dafür sorgte Mario Seitz. Der Ex-Ellinger markierte in der 27. Minute nach einem herrlichen Pass von Nicolas Kyrion die Führung der Gäste, die auch nach dem Wechsel offensiv zu Werke gingen und sich Torchancen am Fließband erarbeiteten.
Zweite Halbzeit
So scheiterte Tolaj (47., 56.), den die Ellinger besonders bei Standards nicht in den Griff bekamen, gleich zwei Mal mit seiner enormen Kopfballstärke. Michael Fiebiger und Dustin Friese konnten mit einer Doppelchance den starken SG-Torwart Krokowski nicht überwinden (61.). In der 63. Minute hatte Yannick Becker Pech mit einem Lattentreffer. In der Schlussphase mussten, wie von Coach Becker befürchtet, die Linzer Elf der Pokalschlacht vom Mittwochabend Tribut zollen. Die Kräfte ließen nach, entsprechend kontrollierten die Platzherren den Spielverlauf und besaßen Chancen zum Ausgleich. Jetzt musste VfB-Schlussmann Sebastian Seitz seine Qualitäten beweisen. In der 84. Minute vereitelte er mit zwei tollen Reaktionen die beiden besten Ellinger Einschussmöglichkeiten.
Nach dem Abpfiff des souveränen Schiedsrichters Lukas Heep musste Becker zuerst einmal durchatmen. „Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft mit einer Vielzahl erstklassiger Möglichkeiten. Die Jungs müssen nur noch lernen, solche Spiele frühzeitig zu entscheiden“, so der Linzer Übungsleiter. „Mit etwas Pech kassieren wir in den Schlussminuten noch das 1:1. Das war eine wahnsinnige Energieleistung meiner jungen Mannschaft. Jetzt muss der eine oder andere Spieler sicherlich in den nächsten Tagen wieder seine Kraft sammeln.“
Vorschau
Bereits am Freitagabend empfängt die Becker-Truppe um 20 Uhr den Tabellenletzten Spvgg EGC Wirges II. Gegen vermeintlich schwache Gegner können Leichtsinn und Überheblichkeit zu bitteren Überraschungen führen. Coach Becker wird seine Jungs mit Sicherheit entsprechend warnen und für eine konzentrierte Vorstellung sorgen. Dann dürfte dem fünften Dreier im fünften Spiel nichts im Wege stehen.
VfB Linz: S. Seitz, Lacher, Y. Becker, M. Seitz (82. Skorobogatko), Tolaj, Fiebiger, Friese (75. Schuht), Kizilkan, Joch, Kastert, Kyrion.
Schiedsrichter: Lukas Heep (Feldkirchen).
Zuschauer: 200. LS
