Lokalsport | 12.08.2022

TSV Moselfeuer Lehmen

Lucia Sturm mit glänzendem Abschluss einer fantastischen Saison

Lucia Sturm. Foto: privat

Lehmen. Lucia Sturm beendete mit einem schnellen 800 Meter Rennen und dem damit verbundenen Sieg beim Lohrheide-Meeting in Wattenscheid eine Saison, die für sie besser hätte nicht laufen können. Dass die 800 Meter Läuferin aus Winningen, die seit ihrer frühen Jugend für den TSV Moselfeuer Lehmen startet, ein großes Mittelstreckentalent ist, war allerspätestens nach ihrem Deutschen Meistertitel über 800 Meter in der U20 im letzten Jahr klar. Aber, dass sie gleich in ihrem ersten Jahr in der Aktivenklasse in die deutsche Spitze über 800 Meter der Frauen vordringen würde, hat nicht wenige überrascht. Dabei bringt die erst 20-jährige Lehramtsstudentin für Mathematik und Geographie nicht nur das nötige Talent für den Leistungssport mit, sie ist dazu auch noch sehr zielstrebig, strukturiert, intelligent und überaus trainingsfleißig, ohne den Bogen dabei zu überspannen. Gemeinsam mit Trainer Stefan Kölsch hat sie in den letzten Jahren ganz konsequent darauf hingearbeitet, genau da anzukommen, wo sie jetzt steht und wo es erst richtig losgeht, in der deutschen Spitze über 800 Meter bei den Frauen. Jedes Jahr wurden die Trainingsstrukturen verändert und weiterentwickelt, um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen, ohne dabei gleich zu viel zu wollen. Hierfür bedarf es vieler kluger Überlegungen von Trainer und Athletin, um den Weg zum Erfolg zielsicher beschreiten zu können. Dies ist dem Team Lucia Sturm und Stefan Kölsch bis hierher eindrucksvoll gelungen. So war Lucia seit 2018 bei den Deutschen Jugendmeisterschaften immer im Endlauf über 800 Meter. Im ersten Jahr als Newcomerin wurde sie auf Anhieb Sechste. Im Jahr darauf gewann sie bereits die Bronzemedaille, die sie dann im darauffolgenden Jahr verteidigte. 2021 dann der krönende Abschluss der Jugendklasse mit dem souveränen Titelgewinn auf ihrer Lieblingsstrecke, den 800 Metern. Nur einer hatte die schnelle Läuferin von der Mosel zu diesem Zeitpunkt erstaunlicherweise noch nicht im Blick, der Deutsche Leichtathletikverband.

War Lucia anfänglich noch enttäuscht über diese Nichtbeachtung, hat sie in ihrer für sie typischen Art sehr schnell zusätzliche Motivation daraus geschöpft.

Gemeinsam mit Stefan Kölsch reifte hier auch das Motto: „Jetzt erst recht, wir antworten auf der Laufbahn!“ So gab es nach dem deutschen Meistertitel 2021 auch kein Ausruhen auf den Lorbeeren. Gleich wurden neue Ziele gesteckt und mit der Arbeit begonnen, diesen Zielen in 2022 Taten folgen zu lassen. Was dann als Ergebnis in dieser Saison herauskam, darf mit Recht als überaus beeindruckend bezeichnet werden. Da ist zum einen der dritte Platz über 800 Meter bei den Aktiven, in einer Zeit von 2.02,59 Minuten und kurze Zeit später der überragende Titelgewinn bei den Juniorinnen, den Lucia mit einem Start-ZielSieg im Alleingang erlaufen hat. Zudem steht sie derzeit unangefochten auf Platz eins der deutschen Rangliste der Juniorinnen über 800 Meter und hat mit ihrer Zeit aus dem Finale von Berlin die Norm für die Aufnahme in den Bundeskader deutlich unterboten. Im Nachhinein war es vielleicht gar nicht so schlecht, dass Lucia nicht im Fokus des DLV war. So konnte das Team Sturm-Kölsch in Ruhe seine Pläne umsetzen und Jahr für Jahr den nächsten Entwicklungsschritt machen. Der beschrittene Weg und die dabei erzielten Erfolge und Zeiten sollten für eine eventuelle Zukunft als Kaderathletin kein Nachteil sein. Ganz im Gegenteil, derzeit spricht vieles dafür, dass das Team Sturm-Kölsch diesen Weg auch mit einem evtl. Kaderstatus konsequent und erfolgreich weitergehen wird.

Lucia Sturm. Foto: privat

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