Für die gilt es SG Eintracht Mendig/Bell die Vorjahresleistung zu bestätigen
Mannschaftspräsentation eine Woche vor dem Saisonstart in lockerer Atmosphäre
Mendig. Eine Woche vor dem Start in ihre sechste Rheinlandligasaison stellte sich die Mannschaft der SG Mendig/Bell im Rahmen der offiziellen Mannschaftspräsentation Fans, Sponsoren und Förderern vor. Wie es sich für eine Bierstadt wie Mendig gehört erfolgte dies in den Tastingräumen der Vulkanbrauerei mit einer Bierverkostung durch Vulkanbiersommelier Robert Kamp. Dabei stehen Fußballsport und eine Bierverkostung nicht im Widerspruch, wie Harald Heinemann, der Vorsitzende der SG, im Gespräch mit „BLICK aktuell“ augenzwinkernd anmerkte. „Erstens ist Mendig eine Bierstadt, zweitens ist die Nähe der Vulkanbrauerei zum Sportplatz ein Fakt und außerdem hat die Mannschaft in der Vorbereitung hart gearbeitet,“ so Heinemann. Vulkanbiersommelier Robert Kamp machte schnell deutlich, was zu einer Bierverkostung gehört. Er animierte dazu, den Schaum besonders zu testen, um die Bitterstoffe des Bieres zu erleben, zeigte auf, wie sich beim Einschenken eine prächtige Bierkrone zaubern lässt und tatsächlich probiert wurde dann nur in kleinen Mengen.
Zwischen den einzelnen Schritten richtete Harald Heinemann immer wieder das Wort an Mannschaft und Gäste. Dabei warnte er vor einer zu hohen Erwartungshaltung in Mendig und Umgebung. „Platz Sieben im Vorjahr war für uns ein Höhenflug, den wir gerne bestätigen möchten. Aber uns wird nichts zufliegen, wir werden jeden einzelnen Punkt hart erkämpfen müssen,“ so seine Einschätzung. Deutlich wurde in den Aussagen, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen Vorstand und sportlicher Leitung gebe, und gleichzeitig die Kompetenzen klar verteilt seien. „Wir, der Vorstand und die sportliche Leitung, sind guten Mutes, dass wir einen guten Kader zusammengestellt haben. Nun ist es die Aufgabe des Trainers daraus eine gute Mannschaft zu formen,“ so Heinemann. Das der 46-jährige Cornel Hirt dazu in der Lage ist, hat er im Vorjahr eindrucksvoll bewiesen, als er in seinem Premierejahr in Mendig die SG zur besten Platzierung in der noch jungen Rheinlandligageschichte führte.
Hartes Auftaktprogramm
Die bevorstehende Saison wird relativ schnell zeigen, wie die Mannschaft der Saison 2018/2019 einzuordnen ist. Nach dem Auftakt beim Lokalrivalen TuS Mayen gastiert der Vizemeister des Vorjahres, die Sportfreunde Eisbachtal, in Mendig, ehe der bärenstarke Aufsteiger aus Ahrweiler zum zweiten Lokalderby bittet. Ein Auftakt, der es in sich hat, und der auch die Gefahr eines klassischen Fehlstarts birgt.
Ein Szenario, mit dem man sich in Mendig aber nicht so intensiv beschäftigt, dass es lähmen würde. Schließlich ist man sich bei der SG der mentalen Stärke bewusst, die die Mannschaft im letzten Jahr so stark gemacht hat. Oft hat die Mannschaft nach Rückständen noch gepunktet. „Der Gegner soll wissen, gegen uns hat man erst gewonnen, wenn wir aus der Dusche kommen,“ erklärt Heinemann den Charakter der Mannschaft.
Dazu wurde der Kader nur leicht verändert. Mit Damir Mrkalj, Florian Wirths und Sebastian Mintgen verliert die SG im Vergleich zum Vorjahr drei routinierte Spieler. Neben Niklas Heinemann, der nach einem Jahr beim TuS Mayen zurück in die Vulkanstadt wechselt, komplettieren drei Neuzugänge den Kader. Björn Gilles (SG Elztal), Anh Pham Thanh (FV Rübenach) und Joachim Akwapay (Spvgg Wirges) haben die Vorbereitungsphase genutzt, um die arrivierten Spieler den notwendigen Konkurrenzdruck spüren zu lassen.
Jugendarbeit stärker im Fokus
Um den Fußballsport in Mendig dauerhaft auf diesem Niveau zu halten, rückt die Nachwuchsarbeit noch stärker in den Fokus. Mit Moritz Waldecker, Alexander Huber, Paul Neumann und André Friedrich gehören gleich vier A-Jugendliche zum Trainingskader der ersten Mannschaft, um eventuell in der Rückrunde auch schon Rheinlandligaluft zu schnuppern. „Die Jugendarbeit muss unsere Philosophie sein,“ meinte Heinemann und zeigte beispielhaft auf, dass sich zwei der Seniorenspieler gleichzeitig um die Unterstützung der D-Junioren im Verein kümmern werden.
Dies alles ist natürlich ein Prozess, der nicht von heute auf morgen umzusetzen ist. Es zeigt aber, dass die Verantwortlichen der SG Mendig langfristig planen. Der Aufstieg der A-Jugend im letzten Jahr war eines der Mosaiksteinchen in dieser langfristigen und viel versprechenden Ausrichtung.
Neben der sportlichen Entwicklung sprach Heinemann aber auch infrastrukturelle Veränderungen an, die das Team hinter dem Team beschäftigten. In Absprache mit der Politik, für deren Unterstützung sich Heinemann ausdrücklich bedankte, geht es Fragen wie die Umstellung auf LED-Beleuchtung auf dem Sportgelände und den Erhalt und Sanierung der Spielfläche. Dabei machte er deutlich, dass die SG eine Übernahme des Sportplatzes durch die Stadt Mendig anstrebt.
Besonderer Dank an die zahlreichen Helfer
Besonders herzlich dankte Heinemann den unsichtbaren Helden, die Rheinlandligafußball in Mendig zu dem machen, was er in den letzten Jahren geworden ist. Er meinte damit alle die ehrenamtlichen Helfer, die durch ihr unverzichtbares Engagement der SG Mendig ihr unverwechselbares Gesicht geben. „Morgen steht beispielsweise Gartenarbeit rund um die Sportanlage an. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Lage und der Zustand unserer Sportanlage so unverwechselbar sind und von vielen Gastmannschaft gelobt wird. Das ist auch ein Verdienst unserer Ehrenamtler,“ beendete der Vorsitzende der SG seine Lobworte.
Ganz am Ende zählt aber auch in Mendig „auf’m Platz“ und da kann die Mannschaft ab dem kommenden Wochenende die noch offenen Fragen beantworten. Einen Wunsch hatte der Vorsitzende für die nun beginnende Spielzeit aber dann doch: „Im letzten Jahr haben wir die eine oder andere rote Karte kassiert. Hier wünsche ich mir Besserung.“
BLA
Ein Prost auf die neue Saison: (v.li.n.re.) Trainer Cornel Hirt, Natascha Schmitz, Hausherr Malte Tack, Robert Kamp und SG Präsident Harald Heinemann freuen sich auf die neue Saison im besonderen Mendiger Umfeld.
Robert Kamp führte in die hohe Kunst des Biergenusses ein. Eine prima Idee, um die Mannschaftspräsentation aufzulockern und gleichzeitig viel über die Tradition der Bierbrauerstadt Mendig zu erfahren.
