Vierter Gesamtsieg im siebten Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring
Manthey Racing dominiert mehr und mehr
Adenau. Kevin Estre (Frankreich) und Michael Christensen (Dänemark) hießen die Sieger des siebten Laufs zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Auch der vorzeitige Rennabbruch nach 3,5 Stunden verfälschte dabei nicht den Erfolg des Duos in dem von Manthey Racing eingesetzten Porsche 911 GT3. Platz zwei belegten mit einem Rückstand von fast zwei Minuten Lance David Arnold (Duisburg), Mario Farnbacher (Lichtenau) und Daniel Juncadella (Spanien) im Mercedes AMG GT3 des Haribo Racing Teams. Auf Rang drei wurden Christian Krognes (Norwegen), Michele Di Martino (Eitorf) und Matias Henkola (Finnland) im BMW M6 GT3 von Walkenhorst gewertet.
Im Zeittraining hatten Dieter Schmidtmann (Mechernich), Heiko Hammel (Forchtenberg) und Felipe Fernandez Laser (Leipzig) mit dem Renault R.S.01 mit der zweitschnellsten Zeit (7:58,833 Minuten) auf sich aufmerksam gemacht. Im Rennen verpasste das Trio trotz des Zeitverlustes durch einen Reifenschaden mit Rang vier nur knapp das Podium. Am Ende fehlten der Renault-Mannschaft 1:23,960 Minuten auf Platz drei. Rang fünf belegten Martin Ragginger (Österreich) und Romain Dumas (Schweiz) im Falken-Porsche, gefolgt von Jordan Tresson (Frankreich) und Henry Walkenhorst (Melle) auf dem sechsten Gesamtrang.
Das Walkenhorst-Duo setzte sich mit seinem BMW M6 GT3 als beste Pro-Am-Piloten in der GT3-Klasse gegen den Landgraf-Mercedes mit Stefan Schmickler (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Kai Riemer (Filderstadt), Kenneth Heyer (Viersen) und den Schubert-BMW durch, die im Gesamtklassement die Plätze sieben und acht belegten. Den schnellsten SP7-Porsche brachten Frank Kräling (Winterberg), Marc Gindorf (Monaco) und Christopher Brück (Köln) auf Rang neun ins Ziel.
Ihre Teamgefährten im Gigaspeed Team GetSpeed Performance, Alexander Mies (Heiligenhaus), Tim Scheerbarth (Dormagen) und Steve Jans (Luxemburg), wurden im Porsche 911 GT3 als schnellstes Cup-Fahrzeug auf Rang zehn gewertet.
Mit dem vierten Gesamtsieg im siebten Rennen übernimmt Manthey Racing die dominierende Rolle in der VLN-Saison 2017 auf dem Nürburgring. Zu Beginn des Rennens ließ sich jedoch noch nicht erahnen, dass sich am Ende die Piloten von Manthey einen so souveränen Vorsprung herausfahren konnten. In den ersten Runden bescherte das Rennen den Zuschauern noch einen packenden Kampf zwischen dem von der Poleposition gestarteten Haribo-Mercedes und dem Manthey-Porsche. Erst nach über einer Stunde übernahm in Folge der ersten Boxenstopps der Manthey-Bolide die finale Führung.
Klaus Abbelen (Barweiler) und Andreas Ziegler (Sinzig) beendeten das Rennen mit dem Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing auf dem 14. Platz. Das Frikadelli-Duo war von Platz 26 ins Rennen gestartet. Der mit Profi-Piloten besetzte Porsche des Teams aus Barweiler war nicht am Start, da Stammfahrer Norbert Siedler und Frank Stippler zeitgleich bei der ADAC GT Masters in Hockenheim im Einsatz waren.
Mit wertvollen Meisterschaftspunkten beendete Marcel Manheller (Döttingen) den siebten VLN-Lauf, bei dem er ebenso wie beim Rennen zuvor von Carsten Knechtges (Mayen) unterstützt wurde. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 1,737 Sekunden konnte sich das Duo im BMW 325 des MSC Adenau in der Produktionswagenklasse V4 durchsetzen. Durch diesen dritten Klassensieg in der Saison und einem Punktezuwachs von 9,71 Punkten setzte sich Manheller an die Spitze der Meisterschaftswertung. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt vor den letzten beiden Rennen allerdings nur hauchdünne 0,04 Punkte.
Ein fehlerfreies Rennen lieferten auch Andy Gülden (Reifferscheid) und Benjamin Leuchter (Duisburg) im Volkswagen Golf GTI TCR, womit sie sich in der hart umkämpften TCR-Klasse ihren vierten Saisonerfolg sicherten.
Mit dem Sieg von Vorjahresmeister Michael Schrey (Wallenhorst) blieb für das Team von Scheid-Honert Motorsport ein weiteres Mal nur der zweite Rang in der Klasse. Auch in der Tabelle zum BMW M235i Racing Cup belegt das Fahrerduo des „Eifelblitz“, Thomas Jäger (Österreich) und Rudi Adams (Nohn), hinter Schrey den zweiten Rang.
Auch das Adenauer Teichmann Racing Team konnte beim siebten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring eine gute Ausbeute an Meisterschaftspunkten auf das Teamkonto verbuchen. Mit den Plätzen zwei, vier und sieben in der Porsche Cayman GT4 Trophy konnten die Teichmann-Piloten ihre Meisterschaftsplatzierungen zum Teil deutlich verbessern beziehungsweise festigen.
Auch wenn es nicht ganz zum Sieg reichte, zeigte sich der Technische Leiter Georg Teichmann mit der Leistung des Teams zufrieden: „Das Team hat einen guten Job gemacht. Es wäre noch mehr drin gewesen, aber das Ergebnis ist absolut in Ordnung. In den verbleibenden beiden Rennen rechnen wir uns gute Chancen aus.“ Mit einem Rückstand von nur 0,35 Sekunden hatte sich das Teichmann-Duo im zweitplatzierten Fahrzeug geschlagen geben müssen. Der vorzeitige Rennabbruch vereitelte dabei alle Chancen auf einen finalen Angriff in den letzten 27 Minuten.
Der Abbruch vor dem geplanten Rennende erfolgte aufgrund eines Massencrashs im Streckenabschnitt Fuchsröhre. Hier waren auf einer beim Abschleppen eines Opel Manta gelegten Ölspur vier Fahrzeuge von der Strecke abgekommen und hatten diese fast vollständig blockiert. Zudem waren wegen weiterer Unfälle alle Streckensicherungsfahrzeuge im Einsatz, sodass sich die Rennleitung aus Sicherheitsgründen zum ersten Mal in der Saison 2017 zum Abbruch des Rennens entschloss.
Bereits am Samstag, 7. Oktober, geht es im Rahmen des vom MSC Sinzig ausgerichteten ADAC-Barbarossapreises in die finale Meisterschaftsphase, wo beim vorletzten Saisonrennen bereits die entscheidenden Weichen für die Meisterschaftsentscheidung am Samstag, 21. Oktober, gestellt werden können. BURG
Vierter Saisonerfolg in der TCR-Klasse für den Chefinstruktor der Nürburgring Driving Academy, Andreas Gülden aus Reifferscheid.Fotos: BURG
Der BMW 325 von Marcel Manheller und Carsten Knechtges.
Boxenstopp beim Team von Teichmann Racing. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
