Lokalsport | 03.04.2017

Handball der Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V.

Meister der Unentschieden

Verbandsliga: TSB II – HSG Kastellaun/ Simmern II 27:27 (13:13)

Lukas Schlichtkonnte nichts daran ändern: Die Zwote konnte wieder nur unentschieden spielen.Foto: Privat

Bendorf. Nun ist es amtlich: Die zweite Mannschaft der Turnerschaft Bendorf kürt sich selbst zum Meister der Unentschieden. Auch gegen die Reserve der HSG Kastellaun/Simmern reicht ein zwischenzeitlicher Sieben-Tore-Vorsprung nicht zum Sieg. Anstatt dessen kam es am vergangenen Samstag zur sechsten Punkteteilung der Saison.

Nachdem sich die Zwote im Hinspiel nicht über die komplette Spielzeit von ihrer besten Seite gezeigt hatte und folgerichtig verlor, sollte es im Rückspiel in Bendorf besser laufen. Über 2:1, 3:4 und 7:7 starteten beide Teams munter in die Partie. Mit der nötigen Gelassenheit im Angriff, wurde geduldig auf die Lücke in der gegnerischen Abwehr gedrängt. Da jedoch die HSG II mit zunehmender Spieldauer die Abwehr dicht hielt, erarbeiteten sich die Gäste einen leichten 7:9-Vorsprung. Das Bendorfer Juniorteam kämpfte sich aber wieder heran. Allen voran sorgte Tido Stritzke ab der 20. Spielminute für Unruhe in der Gäste-Deckung. So fiel wenig später der Ausgleich. Zum Pausentee wurde ein 13:13 verbucht.

Im zweiten Spielabschnitt agierten die Akteure der TSB wie ausgewechselt. Die erste Hälfte war ganz in Ordnung, doch im zweiten Teil der Partie legte Bendorf los wie die Feuerwehr. Nach 38 Minuten leuchtete eine 19:14-Führung von der Anzeigetafel. Die Turnerschaftler spielten sich regelrecht in einen Rausch. Sowohl im Deckungsverbund wie auch im Angriff stimmte

einfach alles. On top hielt Niko Jansen sein Tor weitestgehend sauber. 44 Minuten gespielt: 23:17-Führung, die Wiese war gemäht und der Boden geputzt. Oder etwa doch nicht...?

Wie aus dem Nichts bäumten sich die Hunsrücker nun einmal auf. Innerhalb von vier Spielminuten verkürzten die Gäste auf 24:21. Durch Unstimmigkeiten im Bendorfer Angriffsspiel und leichtfertige Stellungsfehler in der Abwehr wurde die HSG zum Torewerfen eingeladen. Und damit war die Kastellaun/Simmern Reserve wieder voll im Spiel. Bis in die Schlussminuten blieb die Begegnung spannend. In der 55. Minute führte Bendorf II noch immer mit drei Treffern, doch der Vorsprung schmolz. 58 Minuten gespielt und die Gäste verkürzten auf 27:25. Nach einem Ballverlust fiel der Anschlusstreffer, 27:26. Noch 35 Sekunden auf der Uhr. Die TSB II wieder im Ballbesitz. Doch anstatt die Sekunden clever herunterzuspielen, kam es aus dem Affekt zu einem überhasteten Torwurf. Blitzschnell leiteten die Hunsrücker den Gegenstoß ein. Nach einem Foul beim Torwurf, sollte die Entscheidung vom Siebenmeter-Strich fallen. Ausgerechnet der neunte Siebenmeter entriss der Turnerschaft II in letzter Sekunde den Heimsieg. Schade!

TSB-Coach Thomas Gutfrucht war sichtlich enttäuscht nach dem Spiel: „In letzter Sekunde den Heimsieg vermiest zu bekommen, ist sehr ärgerlich. Dennoch haben wir insgesamt ein gutes Spiel geliefert und konnten endlich wieder in voller Besetzung auflaufen.“ Einen zusätzlichen faden Beigeschmack bekam das Spiel durch die rot-blaue Karte in der 60. Spielminute gegen Philipp „Blue“ Hopfner. Wegen einer Meinungsverschiedenheit mit dem Unparteiischen wird er das nächste Spiel von der Tribüne verfolgen müssen.

Die zweite Mannschaft wünscht allen ein schönes Osterfest und verabschiedet sich bis zum 21.04. (Spiel beim TuS Horchheim) in die handballfreie Pause.

Es spielten für Bendorf II: Niclas Kirschhöfer (4), Pascal Brink (3), Christoph Schröder (1), Florian Egel (2), Tido Stritzke (6), Niclas Peltner (2), Dominik Pretz, Florian Schmitt, Philipp Hopfner (5/2), Felix Franken (2), Lukas Schlicht, Fabian Schmitt (2); im Tor: Niko Jansen, Nico Hemmerle.

Lukas Schlicht konnte nichts daran ändern: Die Zwote konnte wieder nur unentschieden spielen. Foto: Privat

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