SV Rot Weiß Queckenberg
Miniserie schon wieder gerissen
Widdig. Aufgrund der sehr guten Leistung aus der Vorwoche vertraute Kurek bis auf eine Änderung der Startelf des Spieles in Widdig. Lediglich der wieder genesene Becker tauschte Krankenbett gegen seine angestammte Furche auf der linken Außenbahn.
Gegen die zweite Vertretung des Namensvetters aus Lessenich wollten die Queckies nach zuletzt vier Punkten aus zwei Begegnungen weiter nachlegen, um so den Druck auf die Konkurrenz weiter möglichst hochzuhalten. Und als Geimer unmittelbar nach Anpfiff nur durch Foul im Gästestrafraum zu bremsen war, legte sich Mundorf die Kirsche auf dem ominösen Punkt zurecht. Wenige Sekundenbruchteile später notierte Kurek die schnellste RWQ-Führung in dieser Saison in sein Notizbuch und der Mount Queck glich einem Tollhaus. Doch mit diesem Segen wusste der RWQ zunächst nicht viel anzufangen, im Gegenteil: Die nur zu zehnt angereisten Gäste rissen das Spiel an sich, und müde wirkende Queckenberger hatten Mühe sich auf den zahlenmäßig unterlegenen Gegner einzustellen. So pennte zweimal die zuletzt so viel Sicherheit ausstrahlende Defensivabteilung, und die falschen Rot-Weißen gingen in Führung (10./14.). Doch damit gab sich der sehr unbequeme Gast noch lange nicht zufrieden und erhöhte sehenswert per Kopf auf 3:1 (19.). In der 33. Minute gelang nach zahlreichen unglücklichen Versuchen doch der Anschlusstreffer; Uygur zog einfach mal ab und versenkte die Kugel unnachahmlich im Gästekasten. Auch danach lauerte Lessenich auf Konter und war nach wie vor mehr darauf bedacht, das runde Leder möglichst weit vom eigenen Tor entfernt zu halten. So wechselten die Mannschaften schließlich ihre Seiten.
Die zweite Hälfte lässt sich relativ schnell zusammenfassen: Den Gästen war jedes, aber wirklich absolut jedes Mittel recht, um die knappe Führung in einer unansehnlichen Abwehrschlacht erfolgreich über die Zeit zu retten. Doch der Weg ist nun mal das Ziel. Und wenn sie ab der 70. Minute selbst gegen neun Mann keine zündenden Ideen haben, um zumindest noch den Ausgleich zu erzwingen, dann muss von einer verdienten Heimniederlage gesprochen werden. Da zeitgleich Hersel II und Brenig ihre Vergleiche siegreich gestalten konnten, verliert die Kurek-Truppe wieder etwas den Blick zum rettenden Ufer. Dennoch fahren die Rot-Weißen nächste Woche nach Dransdorf mit dem Ziel, die verlorenen Punkte zurückzuergaunern. Dann könnte es am letzten Spieltag, 1. Juni zu einem großen Fernduell um den Klassenerhalt kommen, wenn Queckenberg Impekoven empfängt und Hersel die Klingen mit Azadi Bonn kreuzt.
Aufstellung: Weinand - Dupin, Abeling, Klemm, Becker - Rücker, Declair - Mundorf, Uygur, Geimer - Raffino.
