MSC Adenau / Wölflick-Racing beim 24h-Rennen Nürburgring 2017
Mit bewährter Fahrerpaarung an den Start
Der Montaplast Ford Mustang GT-WR wurde grundlegend überarbeitet
Quiddelbach. Nach der erfolgreichen Premiere in der vergangenen Saison wird Wölflick Racing das Team um Stephan Wölflick auch in diesem Jahr mit dem Montaplast Ford Mustang GT-WR beim ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring an den Start gehen. Seit mehr als zwölf Jahren startet das reine Privatteam mit eigens aufgebauten Rennfahrzeugen beim Langstreckenklassiker. Mehrere Klassensiege in der Rundstrecken Challenge Nürburgring, VLN und beim 24h-Rennen konnten erzielt werden. 2007 erreichte das Team sogar Platz 24 von 220 Startern mit nur 15 Runden Rückstand auf den damaligen Gesamtsieger. Im vergangenen Jahr zeigte sich das Potenzial des neuen Mustang GT, der auf dem 66 Gesamtrang erfolgreich die Ziellinie überquerte.
Modifikationen am Mustang
Über die Wintermonate hinweg wurde der Mustang erneut grundlegend überarbeitet. An Gewicht wurde durch Carbon-Türen, Carbon-Stoßstange und viele andere erleichterte Bauteile deutlich gespart. Das Leistungspotenzial des 5.0-l-V8 aus dem Serienmodell wurde von Asch Motorsport um weitere 50 PS gesteigert. Um die Leistung adäquat auf die Strecke zu bringen werden nun größere Räder montiert, die normalerweise nur bei GT3-Fahrzeugen üblich sind. Die Fahrzeugbreite beträgt nun stattliche zwei Meter. Das KW Competition Fahrwerk wurde bei KW Motorsport auf dem Prüfstand optimiert. Der Anpressdruck konnte aufgrund eines neuen, geschlossenen Unterbodens erheblich gesteigert werden. Mit der zweiten von drei Ausbaustufen sind die Entwicklungen zu einem konkurrenzfähigen Fahrzeug einen großen Schritt vorangekommen. Der Ford Mustang, ein typisch amerikanisches Muscle Car, bietet trotz der Umbauten immer noch ein außerordentlich gutes Preis-/Leistungsverhältnis im Vergleich zu den werksentwickelten Fahrzeugen.
Zwei Dezibel zu laut
Beim ADAC Zurich 24h-Qualifikationsrennen wurde der Mustang erstmals mit den zahlreichen Modifikationen getestet. Dabei standen die Feinabstimmung des Fahrwerks und die Anpassung auf die nun größeren Räder besonders im Fokus. Während des Trainings und dem ersten Qualifying am Samstag stellte sich heraus, dass die modifizierte Auspuffanlage Probleme bereitete. Durch den geschlossenen Unterboden kam es zu stärkeren Hitzentwicklungen und Leistungsverlusten, sodass man das Fahrzeug abstellen musste um den Problemen auf den Grund zu gehen.
Über die gesamte Nacht konnten die Mechaniker die Hitzeproblematik in den Griff bekommen und pünktlich am Sonntag zum zweiten Qualifying an den Start gehen. Beim sechs Stunden Rennen konnte man sich im vorderen Drittel festfahren, ehe die Rennleitung den Ford Mustang aufgrund zu hoher Lautstärke nach etwa vier Stunden aus dem Rennen nahm. „Wir waren pro Stunde ein bis zweimal mit zwei Dezibel zu laut. Leider sind inzwischen die Fahrzeuge bei den Touristenfahrten lauter als die Rennwagen!“ monierte Teamchef Stephan Wölflick sichtlich enttäuscht die Entscheidung der Rennleitung. Mit den Testergebnissen konnte das Team jedoch zufrieden sein. Das Fahrverhalten, so waren sich alle Fahrer einig, war besser im Vergleich zum Vorjahr. In den schnellen Streckenabschnitten liegt der Mustang hervorragend. Durch die stärkere Motorleistung kämpften die Fahrer mit Traktionsproblemen auf der Hinterachse beim Herausbeschleunigen aus den Kurvenbereichen - dadurch konnte der Speed nicht perfekt auf die Gerade umgesetzt werden. Auf der langen Gerade der Döttinger Höhe konnte man mit dem Topspeed der Spitzenfahrzeuge deutlich besser mithalten als im Vorjahr.
Wie schon in den Jahren zuvor, setzt Wölflick Racing wieder auf die bewährte Fahrerbesetzung Stephan Wölflick, Urs Bressan und Jürgen Gagstatter, dass in dieser Konstellation bereits zum siebten Mal in Folge an den Start gehen wird.
Die Fahrzeugbreite beträgt nun stattliche zwei Meter.
