Tischtennisbundesliga TTC Zugbrücke Grenzau e.V. - Spielvorschau
Mit formstarkem Kou Lei nach Mühlhausen
Am Sonntag, 12. Februar - Post SV Mühlhausen - TTC Zugbrücke Grenzau
Grenzau. Zurück in Richtung Heimat: Wenn der TTC Zugbrücke Grenzau am Sonntag, 12. Februar zum Post SV Mühlhausen nach Thüringen reist, dann ist die Fahrt für TTC-Cheftrainer Dirk Wagner auch eine Reise in die Vergangenheit.
Im thüringischen Greiz geboren war der Tischtennis-Verband Thüringen von 1994 bis 2003 die erste hauptamtliche Trainerstation Wagners. Für sein Team geht es nun in der Tischtennis-Bundesliga zum Rückspiel beim SV, nachdem man das Hinspiel in der heimischen Zugbrückenhalle knapp verloren hatte. Die Partie beginnt um 15 Uhr.
Rückblick
Ende September sehen sich Grenzau und Mühlhausen zum ersten Mal in der laufenden Saison. Für TTC-Spitzenspieler Kou Lei wird es ein erfolgreicher Tag sein, er gewinnt seine Einzel gegen Ovidiu Ionescu und Daniel Habesohn. Doch diese zwei Punkte sollten am Ende nicht reichen, weil Kohei Sambe gegen beide SV-Akteure nicht punkten kann und auch Liang Qiu an Position drei sein Match gegen Lars Hielscher verliert. Im Heimspiel zuvor hatte Grenzau Grünwettersbach geschlagen. Der mögliche Heimsieg gegen Mühlhausen hätte sicherlich zusätzlichen Schwung für den weiteren Saisonverlauf gegeben. Stattdessen wartet das Team aus dem rheinischen Westerwald noch immer auf den zweiten Saisonsieg, während Mühlhausen als tabellensiebter bereits acht Pluspunkte auf dem Konto hat. In der Rückrunde hat das Team aus Thüringen bisher in drei Spielen einen Sieg eingefahren beim TTC Schwalbe Bergneustadt (3:2). Zudem gab es Niederlagen gegen Saarbrücken (1:3) und zuletzt Ende Januar gegen Grünwettersbach (0:3).
In dieser Partie fehlten dem SV mit Bohumil Vozicky und Lars Hielscher gleich zwei Akteure. Der ins Team aufgerückte Erik Schreyer verlor bei seiner Saisonpremiere an Position drei gegen Samuel Walker. Zudem konnten auch Ionescu (gegen Alvaro Robles) und Habesohn (gegen Masataka Morizono) nicht punkten. Im bisherigen Saisonverlauf ist Daniel Habesohn mit einer 11:9-Bilanz erfolgreichster SV-Akteur. Ionescu (5:10), Hielscher (2:5) und Vozicky (1:2) hingegen konnten zusammen nicht so viele Punkte sammeln wie der Österreicher. „Es ist schwer zu sagen, mit welchen Erwartungen wir nach Mühlhausen fahren“, sagt Dirk Wagner. „Kohei Sambe war zuletzt richtig krank, ihn hatte es wirklich erwischt. Er konnte sich natürlich nicht ideal vorbereiten. Für Liang Qiu standen am Anfang der Woche noch Prüfungen an der Uni an, auch er konnte nicht durchgehend trainieren. Von daher dürfen wir von den beiden jungen Spielern keine Wunderdinge erwarten.“ Anders sieht es bei Kou Lei aus, der sich auf internationaler Bühne in den Vordergrund spielen konnte. Beim Europe Top 16 Cup im französischen Antibes schaffte der Ukrainer den Sprung bis ins Halbfinale, schlug unter anderem so starke Spieler wie Emmanuel Lebesson, Vladimir Samsonov und den Ex-Grenzauer Andrej Gacina. „Diese Leistungen haben mich nicht überrascht“, sagt Wagner. „Er hatte in der Woche davor sehr gut und intensiv mit Ovtcharov trainiert. Kou Lei ist ein riesiges Talent. Es ist unsere Aufgabe, spezielle Maßnahmen zu ergreifen, damit er sein ganzes Potenzial abruft.“ Doch auch mit einem Kou Lei in Bestform wird es schwer in Mühlhausen. „Für uns ist jedes Spiel schwer“, unterstreicht Wagner. „Die Vorzeichen sind aktuell sicher nicht die Besten.
Aber ich habe nicht den Glauben daran verloren, dass die Spieler es schaffen, alle zusammen ihre beste Leistung abzurufen. Dann ist auch in Mühlhausen etwas möglich für uns.“
