Adenauer Racing Day bildete auch 2019 einen stimmungsvollen Auftakt zum 24-Stunden-Rennen
Motorsport zum Anfassen hieß es für alle
WTCR-Pilot Benjamin Leuchter genoss die Atmosphäre in der Stadt und die Begeisterung der Fans
Adenau. Es ist schon Tradition geworden, dass am Tag vor dem ersten Dröhnen der Motoren auf dem Nürburgring mit dem Adenauer Racing Day das Rennwochenende zum 24-Stunden-Klassiker eröffnet wird. So erlebten auch in diesem Jahr wieder mehrere Tausend Motorsportfans einen stimmungsvollen Auftakt der 47. Auflage des ADAC Total 24-Stunden-Rennens. Bei herrlichem Sommerwetter lockte neben dem traditionellen Korso der PS-Giganten erneut ein umfangreiches Rahmenprogramm die Zuschauer in das malerische Stadtzentrum der Johanniterstadt.
Der Adenauer Racing Day ist aber nicht nur bei den Fans äußerst beliebt, er ist auch ein Zeichen der Verbundenheit zwischen der Stadt und dem Nürburgring, was Stadtbürgermeister Arnold Hofmann bei der Begrüßung der Besucher zum Ausdruck brachte.
Bevor sich aber der Korso mit den Teilnehmern am 24-Stunden-Rennen gegen 16.30 Uhr seinen Weg durch das Spalier der Fans bis hin zur großen Showbühne bahnte, präsentierte Moderator Olli Martini die 27 Piloten des FIA-Tourenwagen-Weltcups (WTCR) ihren Anhängern. Darunter auch der Führende in der Weltcupwertung, Esteban Guerrieri vom deutschen Team Münnich Motorsport. Während die Piloten fleißig Autogramme schrieben, standen sie zusätzlich dem Moderator Rede und Antwort, so auch der einzige deutsche Fahrer im Starterfeld, Benjamin Leuchter.
Der 31-jährige Duisburger pilotiert einen Volkswagen Golf GTI TCR vom Team SLR-Volkswagen.
„Ich war vor zwei Jahren schon einmal hier, damals aber als Teilnehmer am 24-Stunden-Rennen. Dieses Jahr als WM-Pilot ist natürlich toll. Da bekommt der Adenauer Racing Day für mich noch mal eine ganz andere Wahrnehmung. Mit der Teilnahme an der WTCR geht für mich ein Traum in Erfüllung, deshalb genieße ich die Stimmung hier in der Stadt und die Begeisterung der Fans umso mehr“, betonte Leuchter.
Rund 30 Fahrzeuge mit ihren Fahrern aus dem Starterfeld des Langstreckenklassikers konnte Olli Martini nach dem Auftritt der WTCR-Piloten auf dem Marktplatz begrüßen. Motorsport zum Anfassen hieß es dabei für die Fans.
Die abermals das Warten der Piloten auf ihre Präsentation auf der großen Showbühne dazu nutzten, um eifrig Autogramme und Fanartikel zu sammeln. Wer den Interviews mit den Protagonisten lauschte, konnte vernehmen, wie der ehemalige Formel-1-Fahrer und Audi-Werkspilot Markus Winkelhock schwärmte. „Ich bin jetzt das zehnte Mal hier und Jahr für Jahr aufs Neue von der einmaligen Atmosphäre begeistert.
Denn es gibt einfach nichts, das mit Adenau vergleichbar ist. In Spa gibt es etwas Ähnliches, doch nirgends kommt der Fan so nah an die Autos und die Fahrer. Und das Ganze bei diesem Wetter. Schöner kann ein 24-Stunden-Rennen nicht beginnen.“
Nach dem im vergangenen Jahr der Eifelblitz nicht am 24-Stunden-Rennen teilgenommen hatte, freute sich das Team von Scheid Honert Motorsport um Teamchef Johannes Scheid umso mehr, den Fans in diesem Jahr das Auto wieder vorstellen zu können.
Auch das in Adenau beheimatete Team von Teichmann Racing hatte einen von vier eingesetzten KTM Rennern zu den Fans entsandt.
Der vom Meister der Schreinerinnung des Kreises Ahrweiler pilotierte futuristische Rennbolide wurde zum Anziehungspunkt für Hunderte von Fans. Und so musste Maik Rönnefahrt (Bad Neuenahr) mit seiner Teamkollegin Laura Kraihamer (Österreich) und den Teamkollegen Reinhard Kofler (Österreich) sowie „Maximilian“ fleißig Autogramme schreiben. Wie gut die Veranstaltung bei den Fans und Teams ankam, zeigte die Tatsache, dass das bis 18.30 Uhr angesetzte Programm erst nach 19 Uhr endete.
BURG
Der Eifelblitz vom Team Scheid Honert Motorsport im Spalier der Fans beim Adenauer Racing Day. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
