Fußball-Bezirksliga Ost
Nach dem dritten Tor wurde das Fußballspielen eingestellt
VfL Bad Ems – VfB Linz 0:3 (0:3)
Bad Ems. In der Fußball-Bezirksliga Ost lässt sich der VfB Linz vom Erfolgsweg nicht abbringen. Am dritten Spieltag traf es den VfL Bad Ems, der auf eigenem Platz gegen die Becker-Elf mit 0:3 (0:0) unterlag. Es war eine einseitige Angelegenheit, in der die Gäste spielerisch überlegen und mit dem weitaus größeren Ballbesitz über 90 Minuten das Geschehen dominierten. Die Bad Emser präsentierten sich kampf- und laufstark, fanden aber kein Mittel, die Offensive der Gäste vor allem vor dem Wechsel unter Kontrolle zu bringen. Die Becker-Schützlinge zeigten ihre Klasse in den ersten 30 Minuten eindrucksvoll und entschieden die Partie schon früh. In der sechsten Minute wurde Mario Seitz in Szene gesetzt, der mit einem 18-Meter-Distanzschuss zum 1:0 traf. Ein unhaltbarer Ball für den starken VfL-Keeper Marvin Rixen, der fünf Minuten später wieder hinter sich greifen musste. Andreas Schuht hatte Michael Fiebiger bedient und der lochte zum 0:2 ein. Fiebiger (27.) war es auch, der den 0:3-Halbzeitstand markierte, als er von der Strafraumgrenze mit einem trockenen Schuss das Spielgerät einnetzte. Die Gäste hatten sich nicht versteckt. So musste sich VfB-Keeper Sebastian Seitz mächtig strecken, um einen Schuss des Bad Emser Francisco Wink-Blas zu entschärfen. Nach der Pause spielte die Gästeelf weiterhin ideenreich nach vorne und verschaffte dem überragenden VfL-Torwart Rixen einen arbeitsreichen Freitagabend. Rixen verhinderte mit zahlreichen Paraden einen noch höheren Rückstand seiner Mannschaft, ließ die VfB-Stürmer ein wenig verzweifeln. Der Linzer Trainer Paul Becker war mit dem 3:0 zwar zufrieden, hatte aber auch Kritik parat: „Nach dem 3:0 haben wir das Fußballspielen eine Zeit lang eingestellt. Da haben wir nicht konsequent weitergearbeitet, so etwas kann auch mal schiefgehen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann inflationär mit unseren Torchancen umgangen.“ Im Lager der Gastgeber gab sich Trainer Kay Ludwig als fairer Verlierer: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Linz war die stärkere Mannschaft.“
Vorschau:
Am Mittwochabend geht es um 20 Uhr schon weiter, wenn in der zweiten Runde des Bitburger Rheinlandpokals der Lokalrivale SV Windhagen auf dem Kaiserberg zu Gast ist. Ein Derby mit viel Brisanz, standen doch schon einige Gästespieler und Trainer Martin Lorenzini in Linzer Diensten. „Beide Mannschaften wollen den Zuschauern einen echten Pokalkampf liefern“, sagt VfB-Trainer Becker und verspricht: „Wir wollen versuchen, die Partie solange wie möglich offen zu gestalten und unsere Chancen konsequent nutzen.“ Am Samstag steht am vierten Spieltag der Bezirksliga Ost ein weiteres heißes Derby auf dem Programm, wenn die Becker-Truppe in Straßenhaus bei der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth zu Gast ist. Eine undankbare Aufgabe für die Linzer, treffen sie doch mit Sicherheit auf eine aggressive und hoch motivierte Heimelf, die bekanntlich am letzten Wochenende ein 2:7-Desaster in Niederroßbach erlebte und auf Wiedergutmachung aus sein wird.
VfB Linz: S. Seitz, Lacher (59. Joch), Akgün, Muders, Kyrion, Becker (46. Rösler), Tolaj (64. Kuqi), Schuh, Kizlkan, Fiebiger, M Seitz.
Schiedsrichter: Philipp Bodewing (Altendiez).
Zuschauer: 100.
Torfolge: 0:1 Mario Seitz (6.), 0:2, 0:3 Michael Fiebiger (10., 27.).
LS
