Lokalsport | 27.11.2018

Georg Berlandy und Ulrike Schmitt feiern einen Sieg im Opel Kadett

Nervenkitzel bei der Köln-Ahrweiler Rallye

Alle waren froh darüber, dass das abgefallene Rad kein anderes Auto getroffen hat. Privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Traditionell wird am zweiten November-Wochenende rund um den Nürburgring die Rallye-Saison in der Region abgeschlossen. Die Rallye Köln-Ahrweiler ist Deutschlands einzige historische Rallye, in der die jeweiligen Wertungsprüfungen gezeitet werden und es demnach auch einen auf der Piste ermittelten Sieger gibt. Einmal mehr wird das beschauliche Winzerörtchen Mayschoß von Freitag bis Sonntag zum Rallyemekka. Rund um Winzergenossenschaft und Bahnhof ist der Wein für die „ADAC Rallye Köln Ahrweiler“ nicht das große Thema. Am Freitag fiel um 17 Uhr der Startschuss zu dem Herbstklassiker an der Ahr und in der Eifel. Für die 41. Auflage der Rallye Köln-Ahrweiler haben sich knapp 70 Teams und 40 Vorausfahrzeuge angemeldet. Es rollte ein buntes Feld von Oldtimern, Youngtimern und auch modernen Rallyefahrzeugen über die Startrampe. Die Rallye hat eine Gesamtstrecke von etwa 377 Kilometern mit 13 Wertungsprüfungen über insgesamt 141 Kilometer. Sie ist aufgeteilt in zwei Tage (Freitagabend und Samstag) sowie drei Sektionen. Der Schotteranteil, der für die Zuschauer besonders interessant ist, beträgt etwa drei Kilometer. Bei dieser Rallye steht auch die nur noch ganz selten befahrene Nürburgring Südschleife und die Nordschleife in entgegengesetzter Fahrtrichtung im Mittelpunkt des Geschehens. Bei einer Mittagsrast am Samstag in Meuspath, unmittelbar am Gewerbepark Nürburgring gelegen, bietet sich die Gelegenheit, die Young- und Oldtimer zu begutachten und auch mit den Fahrern zu fachsimplen. Für die Truppe aus Bad Neuenahr haben Tiny Henckens und Biggi Löhr die rollende Wohnküche aufgebaut und für die müden Krieger leckere Speisen und Getränke bereitgestellt. Georg Berlandy und Beifahrerin Ulrike Schmitt (Opel Kadett) feiern einen weiteren Sieg bei der Rallye Köln-Ahrweiler. Nach 149,18 WP-Kilometern beträgt der Vorsprung auf die Zweitplatzierten Michael Küke und Co Joachim Carl 58,5 Sekunden. Christoph Schleimer und Michael Wenzel, die zuletzt vor zwei Jahren im Vauxhall Astra GTE unterwegs waren, erreichen den dritten Platz erstmals dabei war Udo Radermacher mit seinem Lancia Beta Montecarlo Gr. 4 (1975). Er startete zusammen mit seinem Co Kurt Schäfer bei den Vorausfahrzeugen. Auf dem anspruchsvollen und regennassen Parcours macht die schöne Italienerin eine ausgesprochen gute Figur. Doch nach WP6, auf dem Kurs Richtung Service, warf sie auf der Verbindungsetappe Höhe Nürburgring ein Rad ab. Es grenzte an ein Wunder, dass entgegenkommende Fahrzeuge nicht davon überrollt wurden. Erst das beherzte Eingreifen des Copiloten verhinderte, dass das einsame Rad von einem Trophäenjäger geschnappt wurde. Weniger Glück hatte derweil der Fahrer, dem ein Dieb die vom Lancia abgerissene Kotflügelverbreiterung klaute und mit ihr im Auto mit luxemburger Kennzeichen verschwindet. René Henckes und Klaus Langerfeld waren schnell zur Stelle, um erste Hilfe zu leisten. Während der Rallyetage sind beide zwischen Ahr und Nürburgring unermüdlich unterwegs, um exzellenten Service für die Clubmitglieder zu leisten.

Der Ahr-Automobil-Club 1924 e. V. im ADAC in Bad Neuenahr hat auch in diesem Jahr seine Mitglieder am Start:

Achim Welteke und Frank Matheja im Renault R5 Turbo (1982),

Dieter Hammer und Mike Hammer im Opel Kadett C GTE (1978),

Herbert Harst und Patrick Buhr im Peugeot 205 GTI (1989) und

Rainer Schlich und Felix Schlich im Peugeot 205 GTI (1987).

Den gemütlichen Ausklang fand die Rallye bei Feinem aus der Küche im „Restaurant Bahnsteig 1“ im Mayschoß. Die Erlebnisberichte füllten den Abend und es herrschte Übereinstimmung darin, dass alle im nächsten Jahr dabei sind, wenn es an der Ahr wieder heißt: „Gentlemen, Start Your Engines!“

Pressemitteilung des

AAC Bad Neuenahr

Alle waren froh darüber, dass das abgefallene Rad kein anderes Auto getroffen hat. Foto: Privat

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