Innenminister Lewentz überbrachte die Ernennung
Neuwied ist Leichtathletik- Landesleistungszentrum
Neuwied. Kontinuierliche Arbeit zahlt sich aus. Auch im Sport. Innenminister Roger Lewentz erschien persönlich im Rhein-Wied-Stadion, um zur Ernennung zum „Leichtathletik-Landesleistungszentrum“ zu gratulieren. Gemeinsam mit den Verantwortlichen aus dem Leichtathletikverband, dem Sportbund Rheinland und der LG Rhein-Wied sowie dem Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, Oberbürgermeister Jan Einig, Landrat Achim Hallerbach und Kai Kazmirek sowie Roger Gurski, als Stellvertreter für die Sportler, wurde das offizielle Schild am Vereinshaus angebracht. Durchaus überraschend hatte sich Neuwied gegen die Favoritenbewerbung aus Mainz durchgesetzt. Mit 384 Punkten lagen die Deichstädter mit zehn Prozent vor den Mainzern. „Letztendlich gaben die sportmedizinischen Untersuchungen und die Ausbildung den Ausschlag“, erklärte Melanie Heß. Die Referentin für Leistungssport im Sportbund Rheinland hob die transparente Dokumentation von Trainings- und Wettkampfleistungen hervor. Neben Zweibrücken, wo die Sprungdisziplinen im Vordergrund stehen, ist Neuwied das zweite Landesleistungszentrum in Rheinland-Pfalz. Melanie Heß lobte die Bewerbung der LG Rhein-Wied: „Es war die viertbeste Bewerbung aller Sportarten“. Noch einen anderen Grund für Neuwied nannte Staatssekretär Roger Lewentz: „Bei der Startgemeinschaft der Stammvereine SG DJK 1909 e.V. Andernach, DJK Neuwieder LC und TG Oberlahnstein handelt es sich um eine interkommunale Zusammenarbeit“. Gemeinsam zählen die Vereine 2.800 Mitglieder mit 750 Leichtathleten. Der Innenminister kam natürlich nicht umhin, etwas zu der lang ersehnten Leichtathletik Halle zu
sagen. „Wir sind jetzt wirklich ganz dicht davor“, versicherte Roger Lewentz. Rund die Hälfte der rund 600.000 Euro Baukosten wird das Land tragen. Je 60.000 Euro übernehmen die Stadt Neuwied und der Kreis Neuwied. Der Rest kommt von privaten Sponsoren. Entstehen soll die Halle auf dem Gelände des Rhein-Wied-Stadions. Hier kann
dann endlich auch im Winter und bei schlechtem Wetter vor Ort trainiert werden. Für Bürgermeister Michael Mang ist die Ernennung zum „Leichtathletik-Landesleistungszentrum“ ein Beleg dafür, welche hervorragende Arbeit die LG Rhein-Wied leistet. „Wir wollen ein guter Standort für die Leichtathletik sein“, sagte Michael Mang. Er sicherte die Unterstützung der Stadt Neuwied zu und unterstrich, alles zu tun, um den Standort zu stärken. LG Rhein-Wied Vorsitzender Erwin Rüddel dankte den erfolgreichen Sportlern und den zahlreichen Trainern und Betreuern. Manche von ihnen seien seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert. Sportler und Trainer seien die Grundvoraussetzungen für die Ernennung zum „Leichtathletik-Landesleistungszentrum“ gewesen. Erwin Rüddel zeigte sich überzeugt davon, dass die Ernennung alle noch mehr motiviere und somit einer Verlängerung über das Jahr 2020 hinaus nichts im Wege steht. Sehr viel ändern wird sich in den nächsten Jahren allerdings nicht, und auch eine feste jährliche Fördersumme steht nicht zur Disposition. Achim Bersch (Pressesprecher der LG Rhein-Wied und Präsidiumsmitglied des Leichtathletik Verband Rheinland) wies darauf hin, dass aufgrund der einheimischen Landestrainer Martin Schmitz und Jörg Roos ohnehin bislang schon viel Training und Trainingswettkämpfe in Neuwied stattfinden. Vielmehr werde die LG Rhein-Wied vom Land punktuell finanziell, beispielsweise für die Ausstattung mit Trainingsgeräten, unterstützt. FF
Auch der Vorsitzende der LG Rhein-Wied Erwin Rüddel (3.v.l.) freute sich besonders über die Ernennung. Fotos: FF
