Lokalsport | 17.08.2018

Deutschland–Tour führt durch den Kreis Neuwied

Neuwieder Max Walscheid hofft auf Massensprint in Bonn

BLICK aktuell interviewte den Neuwieder Sprinter

Max Walscheids große Stärke liegt im Sprint - hier bei einem seiner Siege.Fotos: Team Sunweb

Kreis Neuwied. Nach zehnjähriger Pause startet in Koblenz die Neuauflage der Deutschland Tour. Bei der 4-tägigen Rundfahrt vom 23. Bis 26. August dabei sind die viele namhafte Profis. Zu den besten zählt der Neuwieder Max Walscheid (Team Sunweb). Die 1. Etappe der Deutschland Tour führt am Donnerstag von Koblenz durch das Lahntal, über Montabaur, durch den Kreis Neuwied, wo Max Walscheid seit seiner Jugend so etliche Trainingskilometer absolvierte. Im Vorfeld der Tour hat der BLICK-aktuell ein Interview mit dem 25-jährigen aus Niederbieber geführt und nach der Aussicht auf einen Etappensieg gefragt.

BLICK-aktuell: Wir haben im Kreis Neuwied so viele schöne Anstiege. Man meint, das Streckenprofil wurde extra auf die Sprinter zugeschnitten. Ist das gut für Dich oder hättest Du Dir ein wenig anspruchsvolleres Terrain gewünscht?

Max Walscheid: Ich habe es mir genauso gewünscht. Trotz dem einfach aussehenden Profil hat die Etappe immer noch knapp 2000 Höhenmeter, das wird nicht ganz einfach. Mir als Sprinter kommen die flachen Rennen entgegen, davon hätte es für meinen Geschmack ruhig ein paar mehr bei der D-Tour geben können.

BLICK-aktuell: Welche Stelle würdest Du den heimischen Radsportfans zum Zuschauen empfehlen?

Max Walscheid: Definitiv der Zieleinlauf in Bonn. Das wird ein wirklicher Sprint Royal vor toller Kulisse.

BLICK-aktuell: In gewisser Weise kann man ja von einem „Heimrennen“ sprechen – fahren die Teamkollegen für Dich?

Max Walscheid: Auf der ersten Etappe definitiv. Da werde ich den vollen Support des Teams bekommen. Danach muss ich sehen, wie schwer die Etappen wirklich sind. Auf dem Papier scheint nur die erste was für mich zu sein, vermutlich schalten wir nach der ersten Etappe auf unser Gesamtklassement-Ziel um und unterstützen einen bergfesteren Fahrer.

BLICK-aktuell: Mit etwas Pech im Sprintverlauf wurdest Du kürzlich dritter bei der Deutschen Meisterschaft. Das heißt, die Form stimmt?

Max Walscheid: Genau! Ich fühle mich gut und freue mich auf das Rennen.

BLICK-aktuell: Um im Massensprint vorn zu sein, muss man „Kopf und Kragen“ riskieren. Wie geht es Dir auf den letzten 1000 Meter im Finale? Spürt man das Adrenalin?

Max Walscheid: Auf jeden Fall. Im Finale ist es eine Kombination aus Instinkt und Kalkül. Welches Hinterrad ist das beste, ab wo soll ich antreten, wofür reichen die Kräfte? All das geht in einen Sprint ein. Dazu kommt die Geschwindigkeit, das Handling des Fahrrads bei über 60km/h und nur wenigen Zentimetern Abstand nach vorne, hinten, links und rechts.

BLICK-aktuell: In Deiner Profikarriere bist Du von schweren Stürzen und längeren Verletzungen/Krankheiten leider nicht verschont geblieben. Wie lief das Jahr 2018 bislang?

Max Walscheid: Ich bin sehr zufrieden. Ich konnte eine Reihe von Top-Platzierungen und bisher einen Sieg einfahren. Die Statistiken möchte ich im weiteren Verlauf der Saison natürlich noch weiter verbessern.

BLICK-aktuell: Seit 2015 fährst Du in der Teams der höchsten Profi-Kategorie. Wie geht es 2019 weiter?

Max Walscheid: Mein aktueller Vertrag läuft bis Ende 2019. So gut wie es mir im Team gefällt, kann ich mir eine Verlängerung aber jetzt schon gut vorstellen.

BLICK-aktuell: Mit dem Medizin Studium hast Du schon den Weg nach der Karriere geebnet. In welche berufliche Richtung geht es dann?

Max Walscheid: Genau, das ist ein zweites Standbein, das zwar aktuell ruht, aber dann den Weg nach der sportlichen Karriere bestimmen wird. Welche ärztliche Richtung ich dann einschlage steht noch nicht fest, aber das Studium beenden und Arzt werden möchte ich definitiv. FF

Max Walscheid.

Max Walscheid. Foto: Peter van Heulen

Max Walscheids große Stärke liegt im Sprint - hier bei einem seiner Siege. Fotos: Team Sunweb

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