Lokalsport | 13.07.2020

60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen und 52. ADAC Barbarossapreis auf dem Nürburgring

Nürburgring Langstrecken- Serie im Doppelpack

Nach vielen Unfällen am Samstag starteten noch 122 Fahrzeuge zum 52. ADAC Barbarossapreis. Fotos: BURG

Nürburg. Gleich im Doppelpack absolvierte die Nürburgring Langstrecken-Serie ihre Saisonläufe drei und vier.

Aufgrund des, wegen der Corona-Pandemie geänderten Terminkalenders, stand damit auch erstmals in der Geschichte der Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) eine Doppelveranstaltung in der Meisterschaft auf dem Programm. Das 60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen eröffnete das Rennwochenende, bevor tags drauf mit dem 52. ADAC Barbarossapreis, das diesjährige motorsportliche Highlight des MSV Sinzig folgte. Nachdem der MSC Adenau beim Saisonauftakt Ende Juni erstmals ein Rennen unter einem strengen Hygienekonzept erfolgreich absolviert hatte, meisterte auch der MSC Sinzig, als zweiter Verein aus dem Kreis Ahrweiler, diese Aufgabe ebenso erfolgreich.

Damit Deutschland nicht in den Strudel der zurzeit weltweit mit Rekordgeschwindigkeit in die Höhe schnellenden Zahlen von Covid-19 Neuansteckungen gerät, wurden wie bei allen Großveranstaltungen auch bei diesen beiden Läufen von den Behörden keine Zuschauer zugelassen. Die Fans konnten jedoch, an beiden Renntagen zusammen, das Geschehen am Nürburgring rund 16 Stunden im Livestream verfolgen.

Insgesamt waren es die 27 Boliden der GT3 Klasse, die in Punktespannung den beiden Läufen ihren Stempel aufdrückten.

Beim Rennen am Samstag setzten sich Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz mit dem Mercedes AMG GT3 des neu gegründeten Haupt Racing Teams durch. Auf Rang zwei folgten die Sieger vom ersten Lauf David Pittard und Mikkel Jensen, die zusammen mit Christian Krognes einen BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport pilotierten. Ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Podium, Fabian Schiller und Maximilian Buhk die den Mercedes-AMG vom Team GetSpeed auf Rang drei steuerten.

Auf dem vierten Rang folgte der Schnitzer-BMW von Martin Tomczyk, Augusto Farfus und Sheldon van der Linde. Mit einem Rückstand von nur 0,994 Sekunden mussten sich Alex Sims und Augustu Farfus ihren Markenkollegen geschlagen geben. Bester Porsche wurde Frikadelli Racing mit Kevin Estre, Michael Christensen und Felipe-Fernandez Laser auf Platz sechs.

52. ADAC Barbarossapreis

Waren es noch am Samstag die deutschen Premiummarken, die die Podestplätze unter sich ausfuhren, hielt der Zieleinlauf beim 52. ADAC Barbarossapreis am Sonntag für viele eine faustdicke Überraschung bereit.

Nach dem über drei Jahre die deutschen Hersteller die Langstreckenmeisterschaft dominiert hatten, endete diese Serie beim 52. Barbarossapreis mit einem Ferrari Sieg.

Björn Grossmann, Jonathan Hirschi, Simon Trummer und Luca Ludwig hießen die Piloten, die dem Schweizer Team von octane126 mit dem Fahrzeug aus der italienischen Sportwagenschmiede in Maranello den Sieg bescherten. In einem packenden Finale fehlten den Siegern vom Samstag, Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz nur ganze 0,7 Sekunden auf ein erfolgreiches Double.

Den letzten Podiumsrang sicherten sich die Besatzung des Car-Collection-Audis mit Christopher Haase, Mirko Bortolotti und Markus Winkelhock. Komplettiert wurden die Top 5 vom GetSpeed-Mercedes mit Maximilian Götz und Raffaele Marciello sowie dem Walkenhorst-BMW von Christian Krognes und David Pittard. Insgesamt überquerten die ersten acht Fahrzeuge innerhalb einer Minute das Ziel.

Licht und Schatten hielten die beiden Läufe für die Tabellenführer nach Lauf 1, Carsten Knechtges (Mayen), Marcel Manheller (Döttingen) und Janis Waldow (Rheinbach) bereit. Nachdem sie den BMW F30 von Manheller Racing am Samstag vorzeitig mit einem technischen Defekt abstellen mussten, konnten sie am Sonntag den zweiten Rang in der VT2 Klasse einfahren.

Mit Rang 3 in der AM Wertung der SP3 Klasse konnte sich auch Andreas Ziegler (Sinzig) bei dem Rennen seines Vereins einen Podiumsplatz sichern. Ziegler teilte sich dabei das Cockpit des BMW M6 GT 3 von Walkenhorst Motorsport mit Henry Walkenhorst (Melle) und Friedrich von Bohlen (Heidelberg). Schon am Tag zuvor hatte das Trio den BMW auf der gleichen Platzierung ins Ziel gebracht. Nicht ganz so erfolgreich wie im vergangenen Jahr verläuft die Saison bisher für Dirk-Tobias Wahl, der Pilot aus Remagen belegte in beiden Läufen in der Klasse SP10 mit seinen Teamkollegen Ben Tuck und Florian Weber mir dem Walkenhorst BMW M4 GT4 die sechste Position

Nach den beiden Rennen beschließt am 1. August das 43. RCM Grenzlandrennen schon die erste Hälfte der NLS. BURG

Beim Rennen am Sonntag gelang Carsten Knechtges, Marcel Manheller und Janis Waldow mit dem BMW F30 von Manheller Racing der Sprung auf das Podium.

Beim Rennen am Sonntag gelang Carsten Knechtges, Marcel Manheller und Janis Waldow mit dem BMW F30 von Manheller Racing der Sprung auf das Podium.

Der Walkenhorst GT3 BMW unteranderem mit Andreas Ziegler am Steuer.

Der Walkenhorst GT3 BMW unteranderem mit Andreas Ziegler am Steuer.

Als Teamkollegen bestreiten beiden Lokalmatadore und Andreas Ziegler (li.) und Dirk-Tobias Wahl die Saison 2020 im Team von Walkenhorst Motorsport. (Archivfoto von 2019 daher beide ohne Maske).

Als Teamkollegen bestreiten beiden Lokalmatadore und Andreas Ziegler (li.) und Dirk-Tobias Wahl die Saison 2020 im Team von Walkenhorst Motorsport. (Archivfoto von 2019 daher beide ohne Maske).

Nach vielen Unfällen am Samstag starteten noch 122 Fahrzeuge zum 52. ADAC Barbarossapreis. Fotos: BURG

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