Lokalsport | 30.10.2019

SV Rot Weiß Queckenberg

Nullnummer in Rheinbach

SC Rheinbach 1913 III - SV Rot Weiß Queckenberg 0:0

Queckenberg. Besondere Gäste erfordern mitunter besondere Maßnahmen. Und so geschah es, dass für das Gastspiel des SV Rot Weiß Queckenberg beim SC Rheinbach 1913 III das Stadion im Freizeitpark seine Pforten öffnete und zum Tänzchen auf dem gut präparierten Naturgrün einlud. Dem Anlass entsprechend war auch reichlich fußballverrücktes Volk hinausgepilgert an den Stadtrand, sodass eine prächtige Kulisse Platz nahm, wie es von den SC-Verantwortlichen gern auch zu manchem Landesligapunktekampf gewünscht wird. Unmittelbar vor dem Spiel musste der Chef der Rot-Weißen noch eine ganz bittere Pille schlucken: dem personell eh schon auf der letzten Rille pfeifenden Übungsleiter wurde mit S. Bures schließlich auch noch das Herzstück quasi vom Taktikbrett gerissen. Doch er schickte eine jetzt erst recht hoch motivierte und kampfstarke Truppe ins Derby, die er mit wohlbedachten Worten auf die bevorstehende Aufgabe einschwor. Nachdem die ersten zehn Minuten zum gegenseitigen beschnuppern genutzt wurden und relativ geräuscharm verliefen, nahmen die Kerle von der Madbach schließlich Fahrt auf und ertrotzten sich unter Volldampf die Kontrolle über das Spielgeschehen. Vor allem Leifer und D. Bures setzten immer wieder Impulse, ackerten und rackerten unermüdlich und gönnten ihren Gegenspielern nicht eine Sekunde zum durchatmen, während A. Watty ganz vorn wieder einmal knapp 80 Minuten um sein Leben rannte, Räume schuf und hier und da dem Gegner das Bällchen von den Füßen luchste. Doch trotz Feldüberlegenheit fehlte den Queckies so ein bisschen die zündende Idee für einen gefährlichen Abschluss. Als schließlich alles verschieben, rochieren, grätschen nicht mehr zu helfen schien, sendete Klemm einenFackel mit der rechten Klebe, die das Lattenkreuz hörbar nachbeben ließ. Leider konnte der sichtlich überraschte Leifer den Abpraller nicht verwerten. Davon beflügelt nisteten sich die Döring-Bures-Buben dauerhaft in der gegnerischen Hälfte ein, fanden jedoch selten ein Mittelchen, um die gut gestaffelte Defensive aushebeln zu können. Bei den wenigen, jedoch kreuzgefährlichen Kontern der Gastgeber wuchs wieder einmal P. Watty über sich hinaus und verhinderte zweimal mit prächtigen Paraden, dass der Spielstand auf den Kopf gestellt wurde. Kurz vor dem wärmenden Pausentee, stockte noch einmal allen im Rund der Atem; eine wunderschöne Freistoßvariante von D. Bures auf den links außen durchgestarteten Paffenholz fand im Zentrum leider keinen Abnehmer, sodass die scharfe Hereingabe an Freund und Feind vorbei ins Seitenaus verwaiste. Im zweiten Durchgang knüpfte der Gast nahtlos an die gute Vorstellung in Durchgang eins an. Als sich die Einheimischen mit Rot auch noch künstlich dezimierten, hofften nicht wenige aus dem Höhenvorort auf die volle Punktzahl hier im Städtchen. Doch trotz numerischer Überlegenheit gelang es dem RWQ immer seltener, daraus Kapital zu schlagen. Vielmehr wagten sich die Glasstädter nun mehr in die eigentliche Tabuzone vor, und forderten sowohl Uygur als auch P. Watty zwischen den Pfosten mehr und mehr. Doch die beiden erfahrenen Haudegen machten an diesem Tage einen hervorragenden Job und wurden bei all der Drecksarbeit blendend von den Declair, von Sturm und Sommer ergänzt. So war es am Ende trotz guter Gelegenheiten vor allem der unüberwindbaren Defensivabteilung zu verdanken, dass ein alles in allem leistungsgerechtes 0:0 auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Bestnoten verdiente sich P. Watty, der sich für die Glanzleistung mit seinem insgesamt 15. Shutout im RWQ-Trikot belohnte. Nach dem Abpfiff war man im Lager der Madbachelfen nicht unzufrieden mit diesem entführten Auswärtspunkt, bleibt man doch dadurch zum dritten Male in Folge ungeschlagen. Wenn jedoch am 3. November die ambitionierte VfL-Vertretung aus Meckenheim auf dem Mount Queck gastiert, müssen die Rot-Weißen wohl noch zwei Gänge höher schalten, um die Punkte auf dem Berg zu behalten. Anstoß gegen den derzeitigen Tabellenzweiten ist wie gewohnt um 15 Uhr. Bereits ab 12:30 Uhr empfängt die RWQ-Reserve den SC Volmershoven-Heidgen III.

Aufstellung: P. Watty – von Sturm, Uygur, Sommer – Leifer, Coskun, Paffenholz, Klemm, Declair, D. Bures – A. Watty

Verstärkung: Erol, Claßen,

Eiserne Reserve: Jörger, Döring

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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