HSG Rheinbach-Wormersdorf
Packender Fight mit bitterem Ausgang
20:22 (10:6)-Auswärtssieg der HSG Rheinbach-Wormersdorf gegen den Neusser HV
Neuss. Wie bitter: Gewonnen und doch verloren. Der 20:22 (10:6)-Auswärtssieg der HSG Rheinbach-Wormersdorf gegen den Neusser HV im zweiten Relegationsspiel um den Aufstieg in die 3. Handball-Bundesliga hat nach der 21:23-Heimniederlage nicht gereicht. In der Endabrechnung entschieden die auswärts mehr erzielten Tore zugunsten der Neusser.
Entsprechend enttäuscht waren dann auch die HSG-Akteure nach dem Schlusspfiff.
Wie versteinert saßen oder lagen sie auf dem Boden und versteckten ihr Gesicht unter dem Trikot. „Das war natürlich ein bitterer Moment für die Mannschaft, aber bereits auf dem Heimweg überwog der Stolz über eine tolle Saison und einen packenden Fight, den wir Neuss geliefert haben“, so Trainer Dietmar Schwolow, der allerdings zunächst mit ansehen musste, wie sein Team in der ersten Halbzeit erneut unter ihren spielerischen Möglichkeiten blieb.
Zwar stand die Abwehr mit einem herausragenden Torwart Leon Thürnau wieder sicher, doch wie schon im Hinspiel fehlte dem Angriff die Durchschlagskraft. So setzte sich Neuss von 4:3 (12.) auf 7 : 3 (15.) ab und erhöhte bis zur 23. Minute sogar auf 10:5 (23.). Doch die HSG gab nicht auf. Mit einer überragenden Deckungsleistung blieb die HSG halbzeitübergreifend 15 Spielminuten ohne Gegentreffer und als Mike Ribbe zum 10:10 (38.) ausglich, war man wieder im Aufstiegsrennen.
Die über 120 mitgereisten Fans puschten ihre Mannschaft bedingungslos nach vorne und als beim 11:12 (42.) die erste Rheinbacher Führung gelang, entwickelte sich eine an Dramatik und Spannung nicht mehr zu überbietende Partie. Auch eine Rote Karte für Abwehrchef Dominik Gunkel (45.) brachte die HSG nicht mehr aus dem Tritt, die bis zum bis zum 17:17 in der 55. Minute immer ein Tor vorlegte, es aber nicht schaffte, sich auf zwei Tore abzusetzen.
Neuss konnte im Gegenzug immer wieder ausgleichen, sodass HSG-Trainer Dietmar Schwolow alles auf eine Karte setzte und fünf Minuten vor Schluss eine offene Manndeckung übers ganze Feld verordnete. Bis zum 19:19 (58.) schafften die Hausherren noch den Gleichstand, ehe Philipp Schwarz zum 20:19 und Mike Ribbe 40 Sekunden vor Schluss zum 21:19 trafen. Der Aufstieg war zum Greifen nah, zumal die Rheinbacher Abwehr die Hausherren im Folgeangriff am Rande des Zeitspiels hatte, doch der letzte Neusser Wurf fand mit etwas Glück den Weg ins Tor, sodass der letzte Treffer von Robert Lauktien zum 20:22 nur noch für die Statistik war.
Es spielten: Leon Thürnau (Tor), Niklas Funke (TW) Mike Ribbe (8/3), Robert Lauktien (3), Thomas Hoffmann, René Lönenbach (3), Timm Schwolow, Jens Fiedler (1), Philipp Schwarz (1), Jan Hammann (4), Dominik Gunkel (1), Niklas Adolph (1), Grischa Arndt.
