Fußball-Bezirksliga Ost
Paul Becker: „Uns ist nichts eingefallen“
FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen – VfB Linz 1:1 (1:1)
Linz. Am elften Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost erlaubte sich der VfB Linz im Kampf um die Tabellenspitze einen Ausrutscher, kam beim FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen über ein 1:1 (1:1)-Remis nicht hinaus. Da die Konkurrenten SGH Emmerichenhain (2:1-Sieg in Elbert), TuS Montabaur (3:0-Sieg in Westerburg) und SG Weitefeld (4:0-Sieg gegen Bad Ems) programmgemäß die Punkte einfuhren, fiel die Becker-Elf auf den vierten Tabellenplatz zurück.
Die Gastgeber wurden ihrem Ruf heimstark und unbequem zu sein von der ersten Minute an gerecht. Dazu kam der kleine holprige Rasenplatz, der den favorisierten Gästen mächtig zu schaffen machte. „Uns ist nichts eingefallen. Für uns ist das eigentlich zu wenig“, ärgerte sich VfB-Coach Paul Becker, dessen Elf zwar feldüberlegen agierte, sich aber mit der kampfstarken und aggressiven Spielweise der Platzherren nicht anfreunden konnte. Nachdem Benedikt Joch (15.), Leonor Tolaj (22.) und Michael Fiebiger (32.) drei Großchancen nicht genutzt hatten, war es schließlich Dustin Friese (34.), der für die verdiente 1:0-Führung sorgte. Die Antwort der Gastgeber folgte bereits eine Minute später. Nach einem Freistoß von Felix Lemler verlängerte Antony Henrykowski auf seinen Mannschaftskollegen Adrian Knop (35.), der eiskalt den 1:1-Ausgleich markierte. Die Schützlinge von FSV-Übungsleiter Nico Helbach setzten nach der Pause verstärkt auf Offensive und hätten durch Knop (51., 60.) und Florian Lemler (63.) sogar in Front gehen können. „Schade, dass wir das zweite Tor nicht nachgelegt haben“, bedauerte Helbach, dessen Elf sich ansonsten eines permanent anrennenden Gegners gegenübersah. Die Kombinierten aus Osterspai und Kamp-Bornhofen verschanzten ihr Tor mit allen Kräften und mit dem nötigen Quäntchen Glück. Dustin Friese (82.) scheiterte deswegen gleich zwei Mal aus der Drehung. Die letzte Chance der Begegnung besaß der Osterspaier Lemler (87.), dessen Freistoß knapp das Linzer Gehäuse verpasste. Hier ein Tor der Gastgeber hätte wohl den gesamten Spielverlauf auf den Kopf gestellt. „Osterspai hat sich den Punkt redlich verdient“, urteilte der Linzer Trainer Becker, dessen Trainerkollege Helbach natürlich zufrieden war. „Wir haben so aggressiv gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten“, erläuterte der FSV-Chef und machte klar: „Der Platz ist unser Vorteil. Den spielstarken Linzern kam der unebene Untergrund nicht entgegen.“ Becker konnte das nur bestätigen: „Wir hatten Probleme mit dem Platz und mit uns selbst.“
VfB Linz: S. Seitz, Kyrion, Lacher, Joch, Kuqi, Y. Becker, Böcking, Schuht, Tolaj, Fiebiger (74. Krupp), Friese.
Schiedsrichter: Marc Latsch (Andernach).
Zuschauer: 130.
Torfolge: 0:1 Dustin Friese (34.), 1:1 Adrian Knop (35.).
Vorschau
Bereits am Freitagabend empfängt der VfB Linz um 20 Uhr den Tabellenfünften SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen. Die Gäste haben sich bisher auf fremden Terrain gut verkauft, kassierten erst eine Niederlage. Auf der anderen Seite ist die Becker-Truppe auf dem Kaiserberg noch ohne Punktverlust. Die weiße Weste behalten und durch einen Dreier den Anschluss nach oben bewahren, dürfte das erklärte Zielt der Gastgeber sein. LS
