SV Rot Weiß Queckenberg
Pokalaus nach munterem Scheibenschießen
Roisdorf. Wenn einer eine Reise macht, so kann er was erleben… Diese Lebensweisheit musste der SV Rot Weiß Queckenberg in seinem ersten Pflichtspiel sehr leidvoll erfahren. In der Qualifikation zur ersten Runde im Bitburger Kreispokal bei TuS Roisdorf lief noch nicht alles rund bei den Männern aus der Voreifel. Nach neunzig Minuten und zwölf Toren verließ man den Tennenplatz in Bornheim mit einer herben 8:4-Pleite. Noch ehe die Müller/Kurek-Truppe einigermaßen ins rollen kam, stand es nach einem Doppelschlag (9./11.) 2:0 für den Gastgeber. Auch im weiteren Verlauf hatte die Heimmannschaft relativ leichtes Spiel mit den unsortiert wirkenden Gästen, sodass in der 30. Minute mit dem 3:0 der Drops bereits gelutscht schien. Doch ein einem Gümüs-Knaller aus zwanzig Metern Torentfernung zum 3:1 ließ nochmals das berühmte Fünkchen Hoffnung aufkeimen (38.). Leider glich die Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit haargenau der aus Durchgang eins, und ehe sich der Rot Weiße (Abwehr)Hühnerhaufen versah, zog die TuS binnen weniger Minuten auf 5:1 davon (53./55.) Wenn auch beim RWQ nur selten etwas von dem spielerischen Glanz der vergangenen Aufstiegssaison aufblitzte, so muss man der Mannschaft für ihre großartige Moral ein Extralob aussprechen.
So verkürzten Uygur (60.) und der eingewechselte Raffino (63.) nach einer Mundorf-Ecke auf 5:3, ehe im Gegenzug mit dem 6:3 auch die letzten Optimisten ihre Hoffnungen auf ein Weiterkommen begraben mussten. Nach dem 7:3 und dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Uygur waren die Queckenberger um Schadensbegrenzung bemüht (das Auswechselkontingent war zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft). Endlich schmissen sie sich jetzt mutiger in die Zweikämpfe und kamen so, trotz Unterzahl, noch zu guten Einschussmöglichkeiten.
Marathonmann Geimer, an jenem Sonntag bester Feldspieler der Tor Weißen, schloss eine wunderschöne Ballstafette gar zum 7:4 (82.) ab, doch Roisdorf setzte kurz vor dem Abpfiff den Schlusspunkt in dem Zwölf-Tore-Spektakel. Neben Geimer gefiel bei den Gästen Torhüter Gerhard, der mit teilweise großartigen Reflexen Schlimmeres verhinderte. Bis zum Saisonstart in vier Wochen haben die Trainer Stefan Kurek und Uwe Müller noch einen großen Berg Arbeit vor sich, um den Neuling auf die schwere Saison in der C-Klasse vorzubereiten. Aufstellung: Gerhard - Gümüs, Haas, Becker - Wyrzykowsky, Alibajro, Uygur, Geimer, Mundorf, Declair - Konieczny, Verstärkung: Raffino, Nordt, Klemm.
