SG 99 Andernach stoppt Negativtrend
Punktgewinn im Sportpark Aschheim
Andernach. Die Zweitliga-Fußballerinnen der SG 99 Andernach haben am Sonntagmittag die Serie von drei Niederlagen in Folge beendet. Im Auswärtsspiel gegen die Zweitvertretung des FC Bayern München erkämpften sich die „Bäckermädchen“ ein 1:1 (1:1)-Unentschieden. Damit wahrte die Mannschaft von Trainerin Isabelle Hawel nicht nur den Drei-Punkte-Vorsprung auf die Münchnerinnen in der Tabelle, sondern blieb auch im zwölften direkten Duell in Folge gegen den Nachwuchs des Rekordmeisters ungeschlagen.
Dabei standen die Vorzeichen personell schwierig: Neben den Langzeitausfällen musste die SG 99 kurzfristig auch auf Top-Torjägerin Carolin Schraa (erkrankt) verzichten. Den besseren Start erwischten die Gastgeberinnen, die bereits in der 10. Minute durch Laila Portella mit 1:0 in Führung gingen.
Der frühe Rückstand fungierte für Andernach jedoch als „Weckruf“, wie Isabelle Hawel es später bezeichnete. Die Gäste investierten fortan mehr in die Zweikämpfe und belohnten sich in der 25. Minute: Winter-Neuzugang Marlene Ganßer setzte Leonie Krump mit einem sehenswerten Lupfer in Szene, die vor dem Tor die Nerven behielt und zum 1:1 einschob. Hawel zeigte sich zufrieden mit der Leistungssteigerung in dieser Phase: „Wir haben läuferisch viel investiert, die meisten Zweikämpfe gewonnen und sind durch ein schön herausgespieltes Tor zum Ausgleich gekommen.“
Bis zur Pause blieb Andernach die spielbestimmende Mannschaft und erarbeitete sich durch Isabel Pfeiffer und Malou Müller weitere Gelegenheiten, während Torhüterin Elena Bläser auf der Gegenseite glänzend parierte.
In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt. Die Andernacherinnen fanden offensiv kaum noch statt und konzentrierten sich primär auf die Defensivarbeit. Vor allem Elena Bläser rückte in den Fokus, als sie mehrfach gegen Bayern-Stürmerin Elia Terakaj den Punkt rettete. Dass die Abseitsfalle der SG 99 an diesem Tag hervorragend funktionierte, erwies sich in der dramatischen Nachspielzeit als Rettungsanker: Ein vermeintlicher Siegtreffer der Bayern in der 93. Minute wurde aufgrund einer Abseitsstellung korrekt nicht anerkannt.
Das Fazit der Trainerin fiel dementsprechend differenziert aus: „Am Ende mussten wir froh sein über den einen Punkt, nachdem wir in der ersten Halbzeit das Spiel gut im Griff hatten. Da haben wir gehofft, mit drei Punkten nach Hause zu fahren. Aber in der zweiten Halbzeit hatten die Bayern einige klare Chancen, sodass wir am Ende dankbar sein müssen für das Unentschieden.“
