VfL Rheinbach Landesliga
Punktgewinn und Aufstiegsambitionen
Kein ästhetisches Spiel, kein Fußballleckerbissen, nichts fürs Auge… Aber!
Rheinbach. Schon vor dem Spiel wurde heiß diskutiert, ob die Rheinbacher Mannschaft die Abgänge in der Winterpause wohl kompensieren könne. Ein klarer Sieg aus Honnefer Sicht war wohl deswegen schon eingeplant. Der Anpfiff des guten Schiedsrichtergespannes war pünktlich um 19:30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Schmelztal. Der FV Bad Honnef begann sehr aggressiv mit hoher Laufbereitschaft und versuchte durch eine gewisse Spielhärte zu punkten. Der VfL ließ sich etwa zehn Minuten von dem Trommelwirbel beeindrucken, nahm keinen Schaden und teilte dann selber aus. Der FV Bad Honnef zog sich nun zurück, bildete zwei Viererketten und nahm fast nur defensiv am Spiel teil. Rheinbach war nun optisch überlegen, tat irgendwie mehr, ohne aber selbst entscheidend vors Tor zu kommen. Auch in der zweiten Hälfte änderte sich das Bild nicht. Die Schlösser-Elf war nach wie vor aktiver und auch präsenter auf dem Platz.
Ein Lattenkopfball von Neubauer-Fischer, eine Großchance von Krasniqi und eine Kopfball von Birkner aus fünf Metern Torentfernung verdeutlichen die Überlegenheit der Glasstädter.
In den letzten 15 Minuten wurden dann die Honnefer wieder stärker, man versuchte nun doch auf eigenem Platz zum Erfolg zu kommen. Trainer Wolfgang Schlösser reagierte und verstärkte nun die eigene Defensive. In den letzten paar Minuten gab es noch einen regelrechten Schlagabtausch der beiden Mannschaften, eine Minute vor Schluss hatte die Rheinbacher Elf sogar den Siegtreffer auf dem Fuß. Ziburske wurde jedoch im letzten Moment geblockt. Generell kann festgestellt werden, dass man glänzende Zukunftsaussichten beim VFL hat, sofern man die Geduld im Verein bewahrt und die Hausaufgaben macht.
Die Mannschaft, welche die starke DJK BW Friesdorf und die hochkarätig besetzten Honnefer über weite Strecke beherrschte, war wohl die jüngste seit Jahren, die auf dem Rasen das schwarzrote Trikot getragen hat. Betrachtet man die Feldspieler so betrugt das Durchschnittsalter gerade einmal 21,3 Jahre.
Mit Christian „Donner“ Schroden war der älteste Feldspieler als „Methusalem“ satte 24 Lenze. Eine tolle Entwicklung, die durch das Trainerteam Schlösser/Ruland und die Funktionäre ins Rollen gebracht wurde. Junge Spieler sind wieder wichtig in der Glasstadt und bekommen das Vertrauen der sportlichen Leitung. Leistungsschwankungen sind in diesem Alter normal und werden verziehen.
Umso erstaunlicher ist, dass bereits zwei Titel in dieser Spielzeit gesammelt werden konnten. Noch wichtiger ist jedoch die Entwicklung. Gerade im Honnef-Spiel war ein Schritt in die richtige Richtung zu sehen. Gegen eine ausgebuffte Mannschaft, zog man sich clever aus der Athmosphäre. Schafft man es Ruhe zu bewahren und den ein oder anderen erfahrenen Spieler zu rekrutieren, kann man in zwei bis drei Jahren fundiert über die höchste deutsche Amateurklasse nachdenken.
Aufstellung: Primke, Schroden, Birkner, Schulten (75. Mozigemba), Seeger, Neubauer-Fischer, Schweizer, Weber, Breuer ( 74. Ziburske), Kayirtar (90. Arndt), Krasniqi.
