SV Rot Weiß Queckenberg
RWQ gerät in Alfter unter die Räder
Queckenberg zeigte bei der 6:1-Niederlage zwei Gesichter
Roisdorf. Für die Auswärtsaufgabe bei TuS Roisdorf hatten sich die Queckenberger am fünften Spieltag viel vorgenommen. Mit einer guten Vorstellung und wenigstens einem Auswärtspünktchen wollte die Müller-Kurek-Truppe die 8:4-Niederlage in der ersten Bitburger-Kreispokal-Runde unbedingt vergessen machen.
Zunächst lief auch alles nach Plan für die Männer von der Madbachtalsperre. Nach dreizehn Minuten angelte sich Mundorf das Leder in der Roisdorfer Spielhälfte, schüttelte alle seine lästigen Gegenspieler ab und ließ letztlich auch dem Keeper keine Chance. Doch davon zeigte sich der Gastgeber, der seine Heimspiele zurzeit im Waldstadion in Alfter austrägt, relativ unbeeindruckt. Gegen viel zu zögerliche Gäste hatte die TuS meist leichtes Spiel und drehte beinahe mühelos das Ergebnis zu ihren Gunsten (18./25.).
Mit diesem Halbzeitstand waren die Rot-Weißen noch gut bedient, obwohl ihnen unmittelbar vor dem Pausentee ein regelkonformer Treffer aberkannt wurde, da der Schiedsrichter die vorangegangene Ecke noch nicht freigegeben hatte.
In der Pause appellierte das Trainergespann an die Fußballerehre eines jeden Einzelnen. Und tatsächlich stand im zweiten Durchgang ein komplett anderes Team auf dem Kunstrasen. So hatten denn die Voreifler auch gleich zwei Großchancen auf dem Fuß bzw. Kopf, konnten diese jedoch nicht im TuS-Kasten unterbringen (48./50.). Kurz darauf wurde dann eine alte Fußballweisheit wieder einmal deutlich unterstrichen: wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft. Und über den RWQ sollte es gleich knüppeldick hereinbrechen. Zunächst segelte eine Bogenlampe unhaltbar ins Tor (53.).
In dieser unglücklichen Situation verletzte sich der Keeper so sehr, dass der alte Hexer Kolvenbach seine Handschuhe anlegen musste. Bei den weiteren Gegentreffern war der Altmeister jedoch chancenlos (60./72. Elfmeter/88.). Vielmehr verhinderte er mit einigen Glanzparaden ein deutlicheres Desaster und avancierte so neben Declair, Geimer und Abeling zu den besseren Rot-Weißen an einem insgesamt jedoch rabenschwarzen Fußballsonntag.
Nach dem Abpfiff galt es, eine verdiente aber um zwei Tore zu hoch ausgefallene 6:1-Niederlage zu analysieren. Kämpferisch konnte der Mannschaft zumindest in der zweiten Hälfte kein Vorwurf gemacht werden. Vielmehr musste man den Gastgebern fairerweise eine höhere Qualität in deren Kader bescheinigen. Am Freitag, 27. September lädt der SV Rot Weiß Queckenberg ein zu einem Fußballspektakel: Anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums gastiert kein geringerer als der Landesligist VfL Rheinbach auf dem heimischen Sportplatz. Anstoß ist um 20 Uhr.
