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Eishockey-Regionalliga West

Raketen hatten keine Chance gegen Bären

EG Diez-Limburg - EHC Neuwied 2:8

Raketen hatten
keine Chance gegen Bären

Philipp Maier an der Scheibe. Foto: EG Diez-Limburg

26.11.2018 - 14:27

Diez. Spielfreudig, laufstark, präsent in den Zweikämpfen, mit Zug zum Tor – es gab viele Tugenden, die man sich von der EG Diez-Limburg gewünscht hätte. Doch die Rockets bekamen das, was für einen Sieg nötig gewesen wäre, nicht aufs Eis – ganz im Gegensatz zu den Neuwieder Bären. Die gewannen auch den zweiten Vergleich in der laufenden Saison, diesmal erschreckend deutlich und fraglos hochverdient mit 8:2 (3:0, 4:1, 1:1).

Zweimal bringen die Gäste in der Anfangsphase eine Scheibe auf das Rockets-Gehäuse – beide Male zappelt das Hartgummi im Netz: Michael Jamieson (2. ) und Frederic Hellmann (3.) sind die Namen hinter dem Traumstart. Die Bären machen es einfach: Defensiv gut stehen, die eigene blaue Linie halten, schnelles Umschaltspiel, Scheibe konsequent zum Tor. Die Führung fühlt sich ziemlich einfach herausgespielt an, ist aber der Lohn für Konsequenz im eigenen Spiel.

Zwar kommen die Raketen in der Folge besser ins Spiel, aber sie machen es zu kompliziert. Zu selten findet die Scheibe den Weg zum Tor. Zu selten schafft man Überzahlsituationen vor dem gegnerischen Kasten. Und weil dann auch kein Puck einfach einmal so hineinfallen möchte, lässt sich jene ausgeglichene Phase nicht auch in Zählbares ummünzen. Effektiver sind da die Gäste: Max Wasser macht nach 16 Minuten das 3:0 für die Bären.

Pause. Gott sei Dank, mag man denken. Durchschnaufen. Neu justieren. Zu sich selbst finden.

Und es einfach besser machen. Klingt so einfach, doch die Realität schmeckt so bitter wie ein Schnapsglas 86er-Hustensaft: Deion Müller (21.), Stephan Fröhlich (26.), Martin Brabec (26.) – und mit jeder Bude sieht es leichter, flüssiger und schöner aus. Neuwied führt die Rockets vor, deren Trainer Jens Hergt nimmt eine Auszeit.

„Wir haben alle Tugenden vermissen lassen, die es in einem solchen Spiel braucht“, gibt Hergt später zu Protokoll. In dieser Auszeit fallen Worte wie Ehre und Leidenschaft. Als es weitergeht, fällt das nächste Tor – für Neuwied (Michael Jamieson, 28.). Es braucht einen Förderlizenzspieler aus Bad Nauheim, um ein erstes Mal jubeln zu dürfen: Pablo Gimenez taucht frei vor Neuwieds Keeper Felix Köllejahn auf und lässt ihn sehenswert ins Leere greifen. 1:7 steht es nach 40 Minuten. Ein Schnapsglas wäre jetzt keine schlechte Lösung. Im letzten Drittel verwalten beide Teams in einem äußerst fairen und respektvollen Vergleich das Ergebnis. Tobias Schwab trifft hüben (56.), Max Wasser trifft drüben (56.). 8:2 siegt Neuwied am Ende in Diez – das geht auch in der Höhe in Ordnung.

„Das war hoffentlich zum richtigen Zeitpunkt ein Schuss vor den Bug“, sagt EGDL-Trainer Jens Hergt.

„Wenn man wie wir seit Wochen dienstags mit zehn Mann und donnerstags mit zwölf Mann trainiert, weil so viele Spieler angeschlagen sind, dann muss man einfaches Eishockey spielen. Aber wir machen es zu kompliziert. Die Mannschaft muss sich um 180 Grad drehen, sonst gibt es gegen Hamm am Sonntag das nächste böse Erwachen. Ich bin enttäuscht von dem, was die Spieler gezeigt haben. Es ist an der Zeit, dass sie auch mal etwas den Fans und dem Verein zurückgeben.“

EG Diez-Limburg: Schönfelder (Groos) - Engel, Corbett, Mörschler, Krämer, Wex - Maier, Niestroj, Mainzer, Bruch, Firsanov, Schwab, Stark, Gimenez, Hill, Florian Flemming, Julian Grund, Böhm.

Schiedsrichter: Marc Stromberg.

Zuschauer: 1024.

Tore: 0:1 Michael Jamieson (2.), 0:2 Frederic Hellmann (3.), 0:3 Max Wasser (16.), 0:4 Deion Müller (21.), 0:5 Stephan Fröhlich (26.), 0:6 Martin Brabec (26.), 0:7 Michael Jamieson (28.), 1:7 Pablo Gimenez (40.), 2:7 Tobias Schwab (56.), 2:8 Max Wasser (56.).

Strafminuten: Diez-Limburg 8, Neuwied 8.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat Andreas Biebricher:"Die ... Grünen ... maßen sich an, alleine zu definieren, was richtig ist, was man sagen darf und was nicht, kurz: was politisch und moralisch korrekt ist. Andersdenkende werden in die Ecke gestellt und stigmatisiert. Das ist intolerant und undemokratisch." --- Wie Recht Herr Biebricher damit hat! Und meine Anerkennung, den Mut zu haben dies so klar zu formulieren!
juergen mueller:
Dieses Thema geht uns ALLE an und ich stelle einfach mal in den Raum, dass die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder, u.damit meine ich in erster Linie diejenigen der CDU,Freie Wähler sowie natürlich die AfD, die sich in Sachen Integration ja bereits einen Negativ-Namen gemacht hat u.macht im Aufsuchen einer Badeanstalt eine Minderheit ausmacht.Deshalb wäre eine Bürgerbefragung das Ziel gewesen.Das was hier mal wieder "im kleinen Rahmen" beschlossen wurde nenne ich intolerant u.undemokratisch.Die Aufklärungsarbeit von CDU-Biebricher ist widersprüchlich u.spiegelt seine alleinige Auffassung/Meinung dar,die zumindest mich nicht im geringsten interessiert,da sie kein Maßstab für die der Bürgerschaft darstellt.Politisch wurde sich (auch) mal wieder selbst übertroffen,indem Bade- u.Schulordnung Gegensätze aufzeigen,die inakzeptabel sind.Das was Sie,Herr Biebricher, hier predigen hat mit Offenheit,Respekt,Toleranz u.Aufeinanderzugehen nicht das Geringste zu tun.Das ist pure Polemik.
Uwe Klasen:
Mit den Worten einer (berühmten) Zeitgenossin: "Nun sind sie halt da! - Wir schaffen das!"

„Verschwunden – Letzte Spur Lahnstein“

JAHN, SABIENE :
Danke der Redakteurin für diesen guten Beitrag, der detailverliebt die Stimmung des Abends wiedergibt. Eine schöne Sprache hat sie. Ein kleiner Fehler ist leider unterlaufen. Nicht in Lahnstein fließen Rhein und Mosel zusammen, sondern in Koblenz. Das aber schmälert nicht den ansonsten gut recherchierten Beitrag. Glückwunsch Lahnstein, es war ein schöner Anlass in dieser tollen Stadt zu gastieren. Feiert froh durch das neue Jahr, Euerm Jubiläumsjahr! Beste Grüsse, Sabiene Jahn
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