Lokalsport | 29.06.2016

Luftsportvereine im Kreis Ahrweiler: Segelflug-Liga Runde 11

Regen und Wolken machten das Leben schwer

Wetterbedingungen sorgten für einige „Außenlandungen“

Rückholerteam des DuoDiscus vom LSV Bad Neuenahr auf dem Außenlandefeld. privat

Kreis Ahrweiler. Nachdem es wieder einmal einen vollen Wettbewerbstag der Segelflug-Liga Runde 11 nur durchgeregnet hatte, startete der zweite Tag für die Luftsportvereine des Kreises Ahrweiler (Luftsportverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e. V., Luftsportverein Mönchsheide Bad Breisig-Andernach e. V., Segelfluggruppe Wershofen e. V.) verheißungsvoll. Bereits am frühen Vormittag bildeten sich die von Segelfliegern so geliebten wunderschönen Schäfchenwolken am Eifelhimmel. Leider war der Abstand zwischen dem Eifelboden und der Wolkenbasis viel zu gering und die vom Dauerregen übrig gebliebene allgegenwärtige Feuchte sorgte dafür, dass sich schon vor dem Mittag viel zu viele Schäfchen am Himmel tummelten.

Petrus stand nicht aufseiten der Segelflieger

Dem Wetter trotzend starteten Altmeister Jürgen Koch mit seinem Turbinen-Shark, sein Teampartner Dietmar Spranger mit seiner 14 Meter spannenden DG 600 mit Namen Juliett und Jonas Döbel mit Thomas Marr auf dem Flaggschiff des LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler, dem DuoDiscus XL, mit dem Ziel, eine Wertung für die Segelflug-Liga zu fliegen. Die Dreiergruppe orientierte sich, entsprechend der Wetterprognose, nach Süden, da gute Flugbedingungen in der Rheinebene südlich Bingen vorhergesagt waren. Während der Rückweg langsam im Dunkel der Regenwolken versank, erwies sich der Weg nach Süden als unsicher und die Gruppe folgte den besseren Bedingungen Richtung Osten. Leider verpasste das Team Döbel/Marr den Anschluss an die Wolken und landete im Westerwald zwischen Koblenz und Nastätten. Die Segelflieger nennen so etwas eine „Außenlandung“, denn sie passiert außerhalb eines Fluggeländes. Eine normale Sache für ein antriebsloses Segelflugzeug und auch Bestandteil des Ausbildungsfluges den Segelfluglehrer Thomas Marr mit seinem Flugschüler Jonas Döbel durchführte. Sind Besatzung und Segelflugzeug nach einer Außenlandung wohlauf, gibt es keinen Grund, den Arzt, die Polizei oder die Feuerwehr zu alarmieren. Die Piloten kümmern sich um die Regelung eventuell entstandenen Flurschadens mit dem Landwirt und um den Rücktransport per Anhänger.

Landung auf einem Maisfeld

Dorothee Adenacker von der Segelfluggruppe Wershofen e. V. startete von Wershofen mit der ASK-18 des Vereins und landete auf einem Maisfeld bei Holzweiler. Auch hier ging alles gut, doch vorsorglich kamen die Grafschafter Feuerwehren, der Rettungsdienst und die Polizei auf das Maisfeld und über Dorothee Adenacker wurde sogar im Generalanzeiger berichtet. Doch zurück zur Liga: Die beiden Neuenahrer Piloten erreichten ihren Heimatplatz nur mit Motorhilfe. Trotzdem reichte es für Rang sechs in Runde 11 der Landesliga und den sechsten Tabellenplatz. Der LSV Mönchsheide belegt aktuell Rang neun und die SFG Wershofen Rang zehn der Landesklasse Rheinland Pfalz. Alle Eifeladler hoffen endlich auf den Sommer.

Rückholerteam des DuoDiscus vom LSV Bad Neuenahr auf dem Außenlandefeld. Foto: privat

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