Lokalsport | 04.02.2020

SB Rhein-Ahr-Mosel Bezirksklasse

Remis gegen Meister des Vorjahres

SC Remagen-Sinzig III - SC Brohltal Weibern

Erwin See (rechts) spielte über sechs Stunden gegen Müller. Foto: privat

Weibern. Nach dem 4:3 gegen Schlusslicht SF Nickenich in Runde 5 der Bezirksklasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel gelang der 1. Mannschaft des SC Brohltal Weibern im ersten Spiel des Jahres ein 3,5:3,5-Unentschieden gegen den Meister der vorherigen Saison, SC Remagen-Sinzig. Relativ früh einigten sich Pietro Gaudenti und der ehemalige Brohltaler Valeri Karnaoukh an Brett 1 auf ein Unentschieden, die Partie lief sehr ausgeglichen und auf Augenhöhe. An Brett 5 gewann Wolfgang Kutzner gegen den ehemaligen Oberligaspieler Joachim Nagel. Nagel hatte im sechsten Zug einen Doppelbauern zugelassen. Nachdem der Remagener sich mit allen Figuren auf den Königsflügel orientierte, griff Kutzner auf dem Damenflügel an. Den gegnerischen Königsangriff konnte Kutzner ohne Mühe parieren, gewann dann auch einen der Doppelbauern, und vier Züge später gab der Remagener Spieler auf, da er das Matt in zwei Zügen nicht mehr parieren konnte. Eine strategische Meisterleistung von Kutzner. An Brett 7 war Arno Hartmann seinem Gegner Waldemar Resler an diesem Tag klar überlegen. Schnell erarbeitete sich der Brohltaler einen Entwicklungsvorsprung, ein Angriff auf dem Königsflügel bot sich an und führte schnell zu Materialgewinn. Letztlich brach Resler trotz Zeitnot von Hartmann völlig ein und gab schließlich entnervt auf. Mit Schwarz hatte Mathias Koslowski an Brett 4 gegen seinen offensiv spielenden Gegner Ivan Arzensek einen Bauern im Mittelspiel verloren. Doch er konnte die Partie drehen und hatte schließlich einen Bauern mehr. Aufgrund der Tagesform war jedoch nicht mehr als ein Remis möglich. Beim Stand von 3:3 kämpfte Erwin See an Brett 3 sechs Stunden gegen Thomas Müller, trotz eines Mehrbauern des Remageners wurde Sees Kampf letztlich mit einem Remis belohnt. Beide Kontrahenten waren in schwerer Zeitnot, See hatte noch vier Minuten, Müller zwei Minuten Zeit. Der Brohltaler hätte so noch eventuell auf Zeit gewinnen können, hatte jedoch nach 16 Uhr nicht mehr die Nerven dazu. Mit dem Unentschieden kann die Mannschaft mehr als zufrieden sein, es gibt Auftrieb für kommende Aufgaben. Am 16. Februar kommt der SV Urmitz in das Seniorenzentrum Elisabeth-Haus in der Kirchstraße in Weibern, ein Sieg sollte auf jeden Fall drin sein, so die einhellige Meinung. Im letzten Spiel des Vorjahres gegen Schlusslicht SF Nickenich schloss die Mannschaft das Jahr mit einem 4:3 ab. Endlich noch einmal ein Sieg nach drei sieglosen Spielen. Ihre Partien gewannen Pietro Gaudenti an Brett 1 gegen Lukas Hesch, Erwin See an Brett 3 gegen Nick Schrott und Wolfgang Kutzner an Brett 4 gegen Ewald Schlaus. Unentschieden spielten Robert Damiani an Brett 2 gegen Werner Kircher und Mathias Koslowski an Brett 5 gegen Sebastian Busch. Trotz des harten Restprogramms – unter anderem gegen den Zweiten und Dritten der Tabelle, Bad Neuenahr und Mendig-Mayen – ist der momentane Tabellenplatz nicht zufriedenstellend, man orientiert sich schon weiter oben. Dafür müsste jedoch Urmitz klar geschlagen werden.

Erwin See (rechts) spielte über sechs Stunden gegen Müller. Foto: privat

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