St. Sebastianus und St. Hubertus Schützenbruderschaft Rheinbach bei Armbrust-WM
Robert Strauch holt Silbermedaille
Rheinbacher war auch in Ulyanovsk (Russland) wieder erfolgreich
Rheinbach. Die Armbrust zählt zu den kleinen Exoten des Schießsports. Doch ist die Armbrust mit etwa sieben Kilo Gewicht, mit einer Anfangsgeschwindigkeit von etwa 200 km/h und einer Schussweite von etwa 310 Metern eine der schwersten Disziplinen des gesamten Schießsports. Anspannen von den Zehen bis zum Abzugsfinger, strenge Sicherheitsvorkehrungen, Kopfarbeit für einen Sport, der höchste Konzentration und Präzision erfordert. Das Ziel ist zehn Meter entfernt und hat nur einen Durchmesser von einem Millimeter.
Doch Robert Strauch beherrscht dies auf höchstem Niveau und hatte sich auch dieses Jahr wieder für die Weltmeisterschaft qualifiziert. 22 Nationen kämpften um den Titel in der 615.000-Einwohnerstadt Ulyanovsk, die etwa 700 Kilometer östlich von Russlands Hauptstadt Moskau an der Wolga liegt. Eine tolle Eröffnungsfeier mit einheimischen Tenören, Folklore und Tänzen war Teil des Rahmenprogramms.
Neunter in der Einzelwertung
Das deutsche Armbrustteam der Seniorenklasse mit den Stuttgartern Erich Huber und Gebhard Fürst sowie Robert Strauch (St. Seb. St. Hub. Schützenbruderschaft Rheinbach) erreichte den zweiten Platz und freute sich über die gewonnene Silbermedaille. Die russische Mannschaft trat mit zwei Olympiasieger an, nutzte ihren Heimvorteil voll aus und holten sich die Goldmedaille. In der Einzelwertung konnte der Stuttgarter Gebhard Fürst den WM-Titel erringen, und der Rheinbacher Schütze Robert Strauch erreichte einen hervorragenden neunten Platz.
In Russland ist der Schießsport, besonders der Armbrustbereich, sehr stark anerkannt. In der ganzen Stadt waren während der Wettkampftage große Werbeplakate für die Armbrust-Weltmeisterschaften zu sehen, und täglich wurde im Fernsehen von der WM berichtet. Sogar der Schirmherr dieser Weltmeisterschaft, der ehemalige russische Verteidigungsminister Mikhail Moiseyev, besuchte jeden Tag die deutsche Mannschaft und sprach mit ihr über sportliche und sonstige Ereignisse dieser WM.
Die Schlussfeier fand in der Wolga-Sport-Arena statt. Das ist die größte Sportarena in der Wolgaregion mit Mehrzweck-Kultur-Stadion und Kunsteisfläche für die ganzjährige Nutzung. Zahlreiche Shows, Tanzeinlagen und der Auftritt der russischen „Disco-Crash Group“, die die Herzen der Sportler und der zahlreichen Zuschauer an dieser Abschlussfeier eroberte.
