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Fußball-Regionalliga Südwest

Rot-Weiß Koblenz verhalf dem Tabellennachbarn zum ersten Heimsieg

Team von Manuel Fuster bleibt nach Abschluss der Hinrunde auch weiterhin ohne einen Saisonsieg

19.11.2019 - 13:13

Koblenz. Thema abgehakt: Nach dem 0:1 von Rot-Weiß Koblenz bei der TSG Balingen scheint die Regionalligazugehörigkeit auf nur eine Spielzeit begrenzt zu bleiben. 13 Punkte trennen die Schängel, im günstigsten Fall, von einem Nichtabstiegsplatz. Gar 16 sind es, wenn es schlecht läuft und sogar der Vierzehnte ins Gras beißen muss.

In beiden Fällen zu viel, um wirklich ernsthaft noch an den Klassenerhalt glauben zu können. Trotzdem ist Rot-Weiß ein Eintrag ins Geschichtsbuch der Regionalliga gelungen: Erstmals blieb ein Team, seit der Neubildung der Regionalliga, in der gesamten Hinrunde ohne Sieg. Nicht abgehakt ist dagegen der Traum vom zweiten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte. Auch wenn der Auftritt beim A-Ligisten FSG Ehrang recht dürftig ausfiel, gewann das Team vom Deutschen Eck hier mit 2:0 (1:0).


FSG Ehrang - Rot-Weiß Koblenz 0:2 (0:1)


Toller Auftritt der Gastgeber, eine Fast-Blamage für den Favoriten. So lässt sich das Fazit der Partie der Rot-Weißen beim A-Ligisten FSG Ehrang zusammenfassen. Wenn man die Spielanteile der Partie zusammenfasst, kann man durchaus von einem verdienten Erfolg der Schängel sprechen. Aber unter dem Strich bleibt, dass die vier Klassen höher agierenden Koblenzer von Konzentrationsfehlern der Ausherren profitierten. So wie Sekunden vor der Pause, als Giuliano Masala aus sechs Metern erstmals ins Schwarze traf. Der zweite Treffer fiel dann in der dritten Minute der Nachspielzeit, als Justin Klein einen Konter zum entscheidenden zweiten Torerfolg nutzte. Trotz der Entscheidung gab es kurzzeitig noch einmal Aufregung, als Marko Stojanovic sich an der Mittellinie zu einem kurzen Nachtreten hinreißen ließ und gegen Jason Pütz das Bein ausfuhr. Kein bösartiges Foul, aber eben trotzdem als Tätlichkeit zu werten und von Schiedsrichter Philipp Michels mit Rot bedacht. Umso unverständlicher, dass Manuel Fuster später in seinem Statement diese Aktion mit der Aussage „Gelb hätte es auch getan“ bedachte und somit seinen Spieler sogar noch indirekt in Schutz nahm. Ansonsten aber traf er in seiner Zusammenfassung auf den Punkt: „Ehrang hat tief verteidigt und uns das Leben schwer gemacht.“ Stolz dagegen präsentierte sich FSG-Coach Kevin Schmitt: „Wir haben auf unserem Weg drei Bezirksligisten und einen Rheinlandligisten zur Strecke gebracht. Und wenn Jonas Streit seinen Konter vollendet, wer weiß, wie das Spiel dann ausgeht“, lobt er den Auftritt und die Moral seiner Truppe.

Rot-Weiß Koblenz: Bibleka, Meinert, Kraemer, Klein, Baltic, Miles (81. Baloki), Stojanovic, Masala, Weidenbach (67. Ahlbach), Mateus, König (46. Noel).


TSG Balingen - Rot-Weiß Koblenz 1:0 (0:0)


In Balingen waren vor der Partie fast alle Negativrekorde anzutreffen. Der Tabellenletzte kam mit dem schwächsten Angriff und einer Wackelabwehr zur TSG gereist. Die wiederum präsentierte sich nicht unbedingt stärker. Das Punktepolster hatte gerade für die unmittelbare Nachbarschaft der Rot-Weißen gereicht, auch wenn es auf die doppelte Größe angewachsen war. Und so war es dann auch nicht verwunderlich, das große Fußballkost nicht geboten wurde. Im Bizerba-Stadion waren die Gäste in diesem Kellerduell einfach zu zögerlich in ihren Aktionen. So sahen rund 740 Zuschauer eine schwache Partie, in der die Hausherren nach der Pause den entscheidenden Treffer erzielten. Carlos Konz nutzte eine Eckballvorlage von Nils Schuon, sechs Minuten nach dem Wechsel, traf ins Schwarze und sorgte damit frühzeitig für die Entscheidung. Ein Treffer, der im Nachgang sehr umstritten war, da die Kamerabilder zeigen, dass das Spielgerät nicht mit vollem Umfang hinter der Linie war. Insgesamt aber auch verdient, denn eine Führung wäre bereits nach einer halben Stunde fällig gewesen wäre. Hier aber schob Daniel Seemann das Spielgerät knapp am Koblenzer Kasten vorbei. Nach der Pause gab es bei Balingen eine Leistungssteigerung. „Keine große, aber eine, die für die harmlosen Gäste ausreichte“, war auf der Internetseite der TSG zu lesen und traf damit ziemlich genau auf den Punkt. Am Ende verlor Rot-Weiß Koblenz nicht nur die Partie, sondern am Ende auch noch Eduardo Landu, der 17 Minuten vor Spielende mit der Ampelkarte zur vorzeitigen Dusche geschickt wurde. Insgesamt überraschend war am Ende eigentlich nur, dass lediglich ein Akteur von Schiedsrichter Dennis Meinhardt vorzeitig in den Kabinentakt geschickt wurde, denn insgesamt gab es neben dem Ampelticket noch elfmal den gelben Karton. „Bis zum Klassenerhalt ist es noch ein weiter Weg, und es muss auch alles für meine Mannschaft laufen, damit wir am Ende doch in der Regionalliga bleiben dürfen. Aber der Sieg war heute hochverdient, auch wenn das Spiel insgesamt heute schon als schwere Kost eingestuft werden darf. Aber ich habe meinem Team bereits vor der Partie gesagt, dass es kein schönes Spiel werden muss. Aber es muss jeder bereit sein, mehr zu leisten als sein Gegenspieler. Und das ist uns heute gelungen“, fasste TSG-Trainer Bernd Bauer die 96 Minuten kurz zusammen.

Rot-Weiß Koblenz: Vincek, Meinert, Kraemer, Ahlbach (64. Fritsch), Klein, Baltic, Noel (68. Arndt), Stojanovic, Masala (46. Weidenbach), Mateus, König.

TH

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Kommentare
Uwe Klasen:
Was machen eigentlich die Politikdarsteller und die sogenannten Aktivisten, wenn der aktuelle Klimawandel doch nicht menschengemacht ist? Die Beweislage dahingehend verdichtet sich zusehends!
Antje Schulz:
Wie wäre es, wenn die AfD Rheinland-Pfalz Herrn Bleck mal zu einem Kurs in Organisation, sowie Anstand und Benehmen schickt?
Stefan Knoll :
Angesichts der Tatsache, daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck seine Teilnahme an der Schulveranstaltung noch nicht einmal abgesagt hat, stellen sich folgende Fragen: 1. Hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck ein Organisationsproblem? 2. Hat es der AfD-Abgeordnete Bleck nicht nötig eine Veranstaltung in einer Schule zu besuchen? 3. Hat der AfD-Abgeordnete Bleck keine Lust auf eine Schulveranstaltung wie "70 Jahre Grundgesetz"?
Patrick Baum:
Die AfD Rheinland-Pfalz blamiert sich nahezu täglich aufs Neue. Daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck aus Altenkirchen die Veranstaltung in der Schule noch nicht einmal abgesagt hat, ist ein No-Go. Und dieser Herr Bleck wollte einmal Lehrer werden. Nach fast 20 Semestern Lehramtsstudium hat Herr Bleck die Universität ohne Abschluß verlassen. Zudem hätte Blecks Mitarbeiter Jan Strohe aus Nordhofen bei Selters die Veranstaltung absagen können. Strohe ist Kreisvorsitzender der AfD Westerwald und hat enge Kontakte zum extrem rechten Justin Cedric Salka aus Hachenburg.
Uwe Klasen:
Wenn Physik auf Wunschdenken trifft, gewinnt die Realität. So haben die Stromnetzbetreiber aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz bekannt gegeben, dass sie ab 2021 den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken (möchten), damit es zu Spitzenzeiten nicht zur Überlastung der Verteilernetze kommt.
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