Lokalsport | 09.08.2017

Die Segelfluggruppe Wershofen war in der 16. Runde der Segelflugliga sehr erfolgreich

Rundensieg für die Eifeladler

V.li. Jan Bodenheim und Henning Urack nach ihrem erfolgreichen Flug.Uwe Bodenheim

Wershofen. Einen überraschenden Achtungserfolg konnten die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Wershofen in der 16. Runde der Segelflugliga erzielen. Mit zwei Flügen gelang ihnen der Rundensieg in der Landesliga Rheinland-Pfalz. Der Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler belegt mit einem einzigen Flug Platz vier. Der Luftsportverein Mönchsheide (LVM) Bad Breisig/Andernach kam diese Runde mangels Flüge nicht in die Wertung.

Auf dem Eifelflugplatz in Wershofen, wo die SFG derzeit ihr Sommerfluglager durchführt, starteten Henning Urack und Fluglehrer Jan Bodenheim nach Abflauen des kräftigen Windes am späten Nachmittag zu einem Ausbildungsflug im Schulflugzeug ASK 21, um den 16-jährigen Flugschüler an die Techniken des Streckensegelfliegens heranzuführen. Der Flug führte sie in die Nähe des Segelflugplatzes Utscheid südlich von Prüm und wieder zurück nach Wershofen. Trotz des späten Starts absolvierten sie so 139 Kilometer und erzielten eine Schnittgeschwindigkeit von 48 km/h. Als zweiter Pilot der Eifeler erreichte Cheffluglehrer Johannes Schorn auf LS4 mit einem Schnitt von 21 km/h knapp die mindeste Wertungsgeschwindigkeit und trug mit dazu bei, dass die SFG als Bester von lediglich vier Clubs mit Wertungsflügen in Rheinland-Pfalz abschnitt.

Flug endete wegen Gewitters ungewollt auf anderem Flughafen

Für die bundesweite Qualiliga kamen zusätzlich auch zwei Flüge mit Startplatz außerhalb von Rheinland-Pfalz zur Geltung. Von Aalen-Elchingen aus flogen Norbert Peter auf Cirrus und die Crew Bernd van der Mühlen/Heinz-Günther Hamann auf DG-1000S im Rahmen eines Trainingslagers und erzielten Schnittgeschwindigkeiten von 43,96 km/h und 93,68 km/h. Aufgrund von Gewittern am Startplatz endete ihr Flug allerdings ungewollt auf einem anderen Flugplatz, wo sie dann mit dem Anhänger abgeholt wurden. Belohnt wurden die Piloten der SFG Wershofen dafür mit Rundenplatz 15.

In der Kreisstadt war es Dietmar Spranger (DG-600/18m; 24,94 km/h), dem als einzigen ein Wertungsflug gelang. Mit Rundenplatz vier holte er damit wichtige Punkte für die Gesamtwertung, wo der LSV derzeit Rang sechs belegt. Mit dem LVM auf dem neunten und der SFG auf dem zehnten Platz befinden sich die AW-Flieger allesamt unter den Top 10.

Für Henning Urack folgt in den nächsten Tagen als letzter Schritt seiner Ausbildung zum Segelflugpiloten nun noch ein Streckenflug über mindestens 50 Kilometer ohne Fluglehrer. Im Anschluss wird ein behördlich bestellter Prüfer mit zwei Prüfungsflügen den Schlussstein zu der zweijährigen Ausbildung setzen. Die Luftsportvereine führen sowohl die theoretische als auch die praktische Flugausbildung ehrenamtlich und für ihre Mitglieder kostenlos durch. So fallen neben den moderaten Mitgliedsbeiträgen lediglich die Gebühren für die kostengünstigen Starts an der Seilwinde sowie geringe Nutzungsentgelte für die vereinseigenen Segelflugzeuge an.

Über dem Flugplatz Wershofen gewinnen die Segelflugzeuge in der Thermik an Höhe.

Über dem Flugplatz Wershofen gewinnen die Segelflugzeuge in der Thermik an Höhe.

V.li. Jan Bodenheim und Henning Urack nach ihrem erfolgreichen Flug.Fotos: Uwe Bodenheim

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