Hertha Buschhoven - „Englische Woche“
Sechs Punkte in fünf Tagen
Bei klirrend kalten Temperaturen siegte die Hertha zuhause gegen Friesdorf II und Merl II
Buschhoven. Nach dem enttäuschenden Remis im Derby gegen Witterschlick hat die Hertha die „Englische Woche“ mit zwei Siegen abschließen können. Dabei ging es bei klirrend kalten Temperaturen unter der Woche abends zunächst gegen die Zweitvertretung aus Friesdorf und bei strahlendem Sonnenschein am letzten Februarsonntag gegen die vom ehemaligen Hertha-Trainergespann Günter Weber und Heinz Prior gecoachten Merler.
Hertha I - Friesdorf II 2:1 (1:1)
Es entwickelte sich eine durchwachsene Partie, in der zunächst Jonas Walther die erste Chance zur Führung vergab. Mehr Glück hatte Michael Schallenberg, der von Fabian Brünagel bedient wurde und nur noch ins leere Tor schieben musste. Robin Hilgert hatte Brünagel zuvor stark in Szene gesetzt. Die Gastgeber hatten das Match auch in der Folge weitestgehend im Griff, verpassten aber zu erhöhen. Till Appel traf nach einer Ecke im Fallen knapp drüber, Mike Schröder köpfte nach einer weiteren Ecke von Roschan Monsef die Kugel wuchtig an die Unterkante des Querbalkens, von wo der Ball auf die Torlinie und wieder zurück ins Feld sprang. Mit der ersten gefährlichen Chance gelang den Gästen in der 30. Minute der Ausgleich. Auf der linken Defensivseite agierte die Hertha zu zögerlich und ließ eine Hereingabe zu, die Patrick Pordzik im Tor unterbrachte. Zwei Minuten später nutzte Friesdorf die nächste Unachtsamkeit der Langer-Elf fast zur Führung, ein Kopfball nach Ecke von rechts flog aber knapp am Pfosten vorbei. Auch auf der Gegenseite hätte es vor der Pause noch klingeln können, Monsef verpasste nach Pass in den Lauf von Walther aber im 1-gegen-1 und kurz darauf mit einem Distanzschuss die erneute Führung.
Auch nach der Halbzeit taten sich beide Mannschaften schwer ins Spiel zu finden. Schröder traf erneut nach einer Ecke per Kopf nur das Aluminium, Fabian Brünagel scheiterte aus der Ferne. Erst mit der Einwechslung von Marco Weber kam wieder mehr Bewegung in die Offensivbemühungen der Hausherren. Zunächst scheiterte er zwar noch aus 16 Metern, in der nächsten Aktion hatte er aber mehr Fortune. Walther schickte mit einem Schnittstellenball rechts Brünagel auf die Reise, der punktgenau auf Weber zurücklegte, der aus elf Metern einschob. Der über weite Strecken des Spiels beschäftigungslose Simon Stute im Hertha-Tor hatte in der letzten Aktion des Spiels Glück, dass der Friesdorfer Jendrik Hochreiter frei vor ihm Nerven zeigte und ihm aus fünf Metern genau in die Arme schoss.
Für die Hertha Buschhhoven: Stute, Dremluk, Schönenstein, Appel, Monsef, Hilgert, Schröder (65. Weber), Groth, Schallenberg (66. Kaufmann), Walther, F. Brünagel (90. J. Brünagel)
Hertha I - Merl II 2:0 (0:0)
Ausgezeichnetes Februarwetter lockte am letzten Sonntag des Monats zahlreiche Zuschauer an den Karl-Kaufmann-Weg. Bei blauem Himmel und Sonnenschein gab es im Spiel der Hertha gegen das Tabellenschlusslicht erst viele Chancen und keine Tore, ehe Buschhoven in der zweiten Halbzeit das Spiel entscheiden konnte.
Dass die ersten 45 Minuten torlos endeten, war nach dem Spielverlauf durchaus überraschend. Die erste gute Chance hatte Jonas Walther für Schwarz-Weiß, er traf aber mit seinem Heber über den Torwart nur die Latte (13.) und auch der Nachschuss von Marco Weber verfehlte das Ziel. Die weiteren Abschlüsse, sei es per Kopf durch Marvin Schuster, aus der Distanz durch Robin Hilgert oder aus spitzem Winkel durch Michael Schallenberg waren leichte Beute für den aufmerksamen Torwart Najm Almohammad. Viel gefährlicher wurde es auf der Gegenseite, als Dennis König über die rechte Seite mit viel Geschwindigkeit immer wieder die Buschhovener Hintermannschaft durcheinanderwirbelte und gleich dreimal alleine auf Keeper Simon Stute zulaufen konnte. Beim ersten Mal traf er nur das Außennetz (16.), kurz danach hielt Stute (18.) und beim dritten Versuch konnte er vom herausgeeilten Stute nur noch mit einem Foul gestoppt werden (30.).
Dabei verletzte sich König und musste runter. Sehr viel Glück für die Hertha und ihren Schlussmann, dass er der Schiedsrichter nur bei einer Gelben Karte beließ, statt auf Notbremse und Platzverweis zu entscheiden. Während Buschhoven langsam wieder die defensive Ordnung fand, scheiterte Schallenberg nach starker Vorarbeit von Walther aus kurzer Distanz (40.). Mit dem Pausenpfiff traf dann Merl per Kopf nach einem Freistoß von links tatsächlich noch ins Tor, der Schiri hatte das Spiel zuvor aber bereits wegen Stürmerfoul unterbrochen (45.).
Nach der enttäuschenden ersten Halbzeit musste die Hertha im zweiten Durchgang einen Gang hochschalten und tat das auch.
In der Rückwärtsbewegung zwar nicht immer auf der Höhe, kamen die Gastgeber zumindest offensiv zu mehr Aktionen. Nach Vorlage von Monsef war es Schallenberg, der den Ball abgefälscht ins linke Eck schlenzte (62.).
Nur vier Minuten später legte Fabian Brünagel nach, als er von Hilgert in Szene gesetzt wurde und aus vollem Lauf mit einem Heber ins Tor traf (66.).
Die Hertha verwaltete nun die Führung geschickt und Merl hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen.
Zwar hätten die Hausherren bei konsequenterer Chancenauswertung durchaus noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können, das wäre dem Spielverlauf aber auch nicht angemessen gewesen.
Für die Hertha Buschhhoven: Stute, Dremluk, Schönenstein, Schuster (74. C. Brünagel), Monsef, Hilgert, Schallenberg, J. Brünagel, Walther, Weber (77. Bagkan), F. Brünagel.
Schönstes Februarwetter lockte die Zuschauer zum Spiel gegen Merl II.
