Lokalsport | 26.04.2018

D-Jugend des TV Engers wird Vize-Rheinlandmeister

Siebenmeter-Krimi im Halbfinale

Mädchen setzen sich mit 11:10 gegen HSG Wittlich durch – Im Finale musste man sich Bad Ems geschlagen geben

Vize-Rheinlandmeister TV Engers: Trainerin Janina Rau, Lisa Schmidt, Mayra Schuchmann, Lisa Skopek, Antonia Bösl, Alessia Tataranni, Kati Sibus, Trainerin Lara Dück (vorne, v. l.) sowie Olivia Seebach, Sinah Hammes, Maike Wernecke, Lorena Bandoch und Emilia Kublik (hinten, v. l.).  privat

Engers. Die vier besten D-Jugend-Mädchenmannschaften, nämlich aus dem Spielbereich Rhein/Westerwald der TV Bad Ems als Bezirksmeister und der TV Engers als Zweitplatzierter, sowie aus dem Spielbereich Mosel/Hunsrück die HSG Wittlich und der HSC Schweich, spielten am Vorletzten Sonntag in der Sporthalle der Berufsbildenden Schule Wittlich im Final Four um die Meisterschaft des Handballverbands Rheinland in der Saison 2017/2018.

Im ersten Halbfinale trafen die Schützlinge des Trainergespanns Dück/Rau auf das gastgebende Team der HSG Wittlich. In der ersten Halbzeit zeigte sich ein ausgeglichener Spielverlauf. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Die Mädels vom Wasserturm, die beim Halbzeitpfiff mit 5:4 vorne lagen, erzielten ihre Tore nach gelungenen Eins-gegen-eins-Aktionen (Lisa Schmidt, Lorena Bandoch und Maike Wernecke) oder von der Kreisposition aus (Lisa Skopek). Nach dem erneuten Wittlicher Ausgleich nach dem Seitenwechsel folgte eine ganz starke Phase der Engerserinnen. Eine konzentrierte Abwehrarbeit ging einher mit gelungenen Aktionen im Angriff. Drei Treffer durch Kati Sibus nach schönem Einlaufen sowie von Lisa Schmidt und Emilia Kublik mit fulminanten Würfen aus dem Rückraum bedeuteten die 8:5-Führung. Nach zwei verworfenen Siebenmetern auf Engerser Seite kam Wittlich auf 7:8 heran. Lisa Schmidt traf zum 9:7, und Engers sah kurz vor dem Spielende wie der sichere Sieger aus. Eine unerklärliche Nervosität der Engerser Mädels mit dadurch bedingten Abspielfehlern im Aufbauspiel verhalf der HSG Wittlich durch Tempogegenstöße doch noch zum nicht mehr möglich gehaltenen 9:9-Gleichstand, wobei der letzte Treffer Sekunden vor der Schlusssirene gelang. Nach den Regularien musste nun ein Siebenmeter-Werfen über den Sieg entscheiden. Jeweils fünf Akteurinnen traten zu diesem Showdown an. Olivia Seebach im Engerser Kasten wuchs über sich hinaus und wehrte drei Würfe hervorragend ab. Ein Tor wurde wegen Übertretens nicht gewertet. Da auf Engerser Seite lediglich Lisa Schmidt ihren Siebenmeter verwandeln konnte, bedeutete dies bei einem jeweils von beiden Seiten erzielten Treffer die Verlängerung des Siebenmeter-Werfens bis zur Entscheidung. Nachdem Olivia Seebach den ersten Siebenmeter erneut parieren konnte, war Lorena Bandoch erfolgreich und entschied damit diesen Handballkrimi unter dem Jubel der zahlreichen Engerser Fans für die Mädels vom Rhein.

Duell auf Bezirksebene

In der zweiten Halbfinalbegegnung setzte sich der TV Bad Ems mit 9:8 gegen den HSC Schweich durch. Nachdem sich dann die HSG Wittlich durch einen 9:6-Erfolg gegen Schweich Platz 3 gesichert hatte, kam es zum Endspiel zwischen den beiden Teams aus dem Spielbereich Rhein/Westerwald. Die Geschichte dieses Finales ist aus Engerser Sicht leider schnell erzählt. Nachdem Maike Wernecke zu Beginn der Partie den Führungstreffer ausgleichen konnte, waren die Mädels von der Lahn in der Folgezeit nicht mehr zu halten. Einstudierte Spielzüge, insbesondere von zwei Spielerinnen eingeleitet und abgeschlossen, führten wiederholt dazu, dass eine Linkshänderin immer wieder allein vor Olivia Seebach auftauchte und die Bälle nach Belieben verwandeln konnte. Auf Engerser Seite konnte man diesem Spielfluss des Gegners nur wenig entgegensetzen. Bad Ems zog auf 6:1 davon, und beim Halbzeitstand von 9:3 war die Partie bereits entschieden. Engers hielt im zweiten Durchgang kämpferisch noch einmal dagegen, verkürzte auf 5:9, musste sich aber den spielerisch mit besseren Lösungen aufwartenden Bad Emserinnen letztlich deutlich mit 7:15 geschlagen geben.

Auf Seiten des TV Engers konnte die spielerische Entwicklung, die man zu Beginn der Saison (beim Gewinn des EVM-Cups) und auch in den ersten Saisonspielen noch ausmachen konnte, im Verlauf der weiteren Spielzeit nicht in diesem Maße Schritt halten. Dennoch muss die Tatsache, dass man die Saison 2017/2018 als zweitbeste D-Jugend-Mannschaft des Rheinlands abgeschlossen hat, als großer Erfolg bewertet werden.

Für den TV Engers spielten beim Final Four: Olivia Seebach, Lisa Schmidt (vier Tore), Emilia Kublik (1), Lorena Bandoch (3), Maike Wernecke (2), Lisa Skopek (3), Kati Sibus (1), Antonia Bösl (2), Alessia Tataranni und Mayra Schuchmann.

Vize-Rheinlandmeister TV Engers: Trainerin Janina Rau, Lisa Schmidt, Mayra Schuchmann, Lisa Skopek, Antonia Bösl, Alessia Tataranni, Kati Sibus, Trainerin Lara Dück (vorne, v. l.) sowie Olivia Seebach, Sinah Hammes, Maike Wernecke, Lorena Bandoch und Emilia Kublik (hinten, v. l.). Foto: privat

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