Handball – Regionalliga Nordrhein
Sieg in letzter Sekunde
HSG Rheinbach-Wormersdorf 1 gegen TV Jahn Wahn
Wormersdorf. Was war das für ein Jubel bei Spielern und Fans der HSG Rheinbach-Wormersdorf nach dem 22:21-(9:14)-Sieg im Duell gegen den TV Jahn Wahn. Als Florian Feindt in der letzten Sekunde des Spiels zum Sieg der Hausherren traf, entlud sich in der Sporthalle Berliner Straße eine Energie, die sich nach einer packenden Aufholjagd der HSG und nach einer dramatischen Schlussphase angestaut hatte: Minutenlange Standing Ovations der 350 Zuschauer vor einem hüpfenden Jubelkreis der Spieler, als ob man die Meisterschaft gewonnen hätte. Dabei war es lediglich die erste Partie der neuen Regionalliga-Nordrhein, die allerdings für die HSG alles andere als gut begann.
Die Gäste dominierten
Zögerlich und zaghaft präsentierten sich die Schützlinge von Trainer Dietmar Schwolow im ersten Durchgang. Die Gäste dominierten und gingen mit druckvollem Angriffsspiel mit 3:7 (8.) in Front. Die HSG konnte zwar auf 6:7 (12.) verkürzen, doch Wahn war das bessere Team, und über die Stationen 6:10 (18.) und 9:11 (25.) schienen die Kölner beim 9:14-Pausenstand auf Siegeskurs. Doch nach dem Wechsel sah man eine andere Rheinbacher Mannschaft. Mit großer Leidenschaft, Herz und Moral und einem famosen Torwart Niklas Funke, der vor allem in der Schlussphase über sich hinaus wuchs, egalisierte die HSG einen 11:16-Rückstand (40.) zum 17:17 (49.).
Unglaublicher Kampfgeist
Schon zu diesem Zeitpunkt stand die Halle Kopf. Doch Wahn schlug mit drei Toren in Folge zum 17:20 (53.) zurück und schien erneut auf einen erfolgreichen Spielausgang zuzusteuern. Der Kampfgeist der HSG war jedoch unglaublich. Funke nagelte sein Tor zu, und mit einem 4:0-Lauf zum 21:20 (59.) drehte man die Partie. 30 Sekunden vor Ende gelang den Kölnern zwar der Ausgleich, doch Florian Feindt sorgte in letzter Sekunde noch für den Siegtreffer und den emotionalen Ausbruch bei Spielern und Fans. Für die HSG spielten: Funke (TW), Thürnau (TW), Ribbe (7/1), Grommes (1), Fischer (3), Schwolow (3), Hammann (1), Reyer (3), Feindt (2), Dasburg (1), Lauktien (1) und Breuer.
