Lokalsport | 11.06.2015

Segelflug-Landesliga - Probleme mit der Thermik im Ahrkreis

Sonne und blauer Himmel bremsen Segelflugpiloten aus

Keine erfolgreiche 8. Wertungsrunde für SGF Wershofen und LV Mönchsheide

Ein Flugzeugschlepp der anderen Art: Eine Außenlandung mit einem Segelflugzeug ist nichts Ungewöhnliches. Die Flugzeuge sind dafür ausgelegt, die Piloten entsprechend trainiert. Nett, wenn sich ein freundlicher Bauer findet, der beim Abtransport behilflich ist.Thomas Marr

Region. Die drei Segelfluggelände im Ahrkreis sind ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Pistenrand oder von der Terrasse der jeweils ansässigen Gastronomie hat man einen tollen Blick auf die startenden und landenden schneeweißen Renner. Manch ein Besucher mag sich aber vielleicht am vergangenen Wochenende über das eine oder andere lange Gesicht der Piloten gewundert haben - dabei war doch bestes Sommerwetter.

Die Krux: Warme Luft und blauer Himmel sind nicht die besten Wetterbedingungen zum Segelfliegen, da die Thermik schwach und oft nur einige Hundert Meter hoch reicht - zu wenig für schnelle Überlandflüge und die Jagd nach Punkten in der Segelflug-Landesliga.

„Harte Arbeit, aber alles für die Liga“: Mit diesem Anspruch schaffte Jürgen Koch (HpH Shark) vom LSV Bad Neuenahr immerhin 141km und ein Stundenmittel von knapp 50km/h, bevor er über dem Sauerland seine Hilfsturbine zünden musste, um für den Heimweg wieder Anschluss an die Thermik zu bekommen. Der Wertungsflug ist mit dem Moment aber vorbei, gezählt werden nur die Kilometer, die im reinen Segelflug zurückgelegt werden. Ohne Hilfsmotor geht dann ein Flug schon mal auf einem Acker oder Feld zu Ende. Thomas Marr (DG600) vom LSV erwischte es im Anstieg zum Westerwald. Ärgerlich, dass er damit noch nicht einmal die Mindestwertungsstrecke schaffte.

Zumindest Ulrich Werner (Std. Cirrus, 28km/h) und Stefan Frank (LS4, 26km/h) flogen im erweiterten Platzbereich der Bengener Heide und steuerten ein paar Wertungs-km/h bei, was die Kreisstädter am Ende auf Runden-Platz drei fliegen ließ.

Mehr als Platzrunden waren auf den beiden anderen Plätzen nicht drin. In Wershofen fand das „Spatzentreffen“ statt, wo durch die rund 20 Oldtimer ordentlich Betrieb war. Auf der Mönchsheide - bei dieser Wetterlage durch das Rheintal zusätzlich gehandicapt - flogen die Maschinen nur im Schulbetrieb.

Keine Punkte in dieser Runde

So blieben die SFG Wershofen und der LV Mönchsheide in dieser Runde ohne Punkte. Da der Samstag im Süden von Rheinland Pfalz und der Sonntag im Osten deutlich bessere Bedingungen boten, mussten die Ahrkreis-Adler allesamt Federn lassen.

Zwar führen die Bad Neuenahrer die Landesliga noch an (72 Punkte), die Konkurrenz aus Langenlonsheim (60 Punkte) und Ludwigshafen (56 Punkte) rückt aber langsam in Schlagdistanz. Schmerzlicher dürfte der momentane Verlust des Aufstiegsplatzes in die 2. Bundesliga sein. An achter Stelle liegen sie jetzt einen Platz hinter einem Aufstiegsrang. In der Landesliga rutscht der LV Mönchsheide (32 Punkte) vom achten auf den zehnten Platz, die SFG Wershofen (17 Punkte) wird auf Platz 14 durchgereicht.

Noch liegen die Vereine im Mittelfeld dicht zusammen und es sind ja noch elf Runden zu fliegen.

Ein Flugzeugschlepp der anderen Art: Eine Außenlandung mit einem Segelflugzeug ist nichts Ungewöhnliches. Die Flugzeuge sind dafür ausgelegt, die Piloten entsprechend trainiert. Nett, wenn sich ein freundlicher Bauer findet, der beim Abtransport behilflich ist.Foto: Thomas Marr

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