Sechster Lauf der VLN-Saison auf dem Nürburgring
Spannender Vierkampf um den Gesamtsieg
Nürburgring. Audi und Porsche machten den Sieg beim spannenden sechsten Lauf der VLN-Saison 2017 unter sich aus. Mit einem, wegen Nebel um 15 Minuten verspätete begonnenen Zeittraining, startete der sechste VLN Lauf in einen am Ende packenden Rennen. Wieder einmal war es wie beim Lauf zwei Wochen zuvor das Eifelwetter, das mit Nebel, Regenschauer in der ersten Rennhälfte sowie Sonnenschein am Ende des Rennens, eine zusätzliche Herausforderung an das fahrerische Können der Piloten stellte. Von Rennbeginn an, lieferten sich dabei die Boliden von Manthey, Falken, Phoenix und dem später siegreichen Team von Land Motorsport in einem Abstand von wenigen Sekunden einen spannenden Kampf um die Führung. Über 20 Runden boten dabei die Piloten, den zahlreichen angereisten Fans, Motorsport vom aller Feinsten. Gerade einmal 2,2 Sekunden trennten nach fast drei Stunden Fahrzeit die vier erstplatzierten Fahrzeuge. Erst nach den letzten Boxenstopps zog sich das Quartett auseinander. Dabei konnten die Audi-Piloten nochmals deutlich zulegen und den ersten Doppelsieg in der VLN Saison 2017 für die Ingolstädter-Marke einfahren. Am Ende waren es das Audi Fahrerduo Connor De Phillippi (USA) und Robin Frijns (Niederlande) von Land Motorsport, die mit ihrem Audi R8 die Nase vorne hatten.
Die Lokalmatadoren von Phoenix Racing Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Nicolaj Møller-Madsen (Dänemark) folgten auf Rang zwei.
Martin Ragginger (Österreich) und Klaus Bachler (Österreich) komplettierten im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsport mit Platz drei das Podium. „Auf einmal waren wir zu langsam“, zeigt sich nach dem Rennen Martin Ragginger enttäuscht. „Wir konnten über weite Strecken mit den beiden Audi mithalten. Keine Ahnung, was die dann am Ende gemacht haben. Ich war absolut am Limit und konnte den Speed nicht mitgehen.“
Manthey-Porsche erzielen einen vierten Platz
Die Besatzung des Manthey-Porsche Romain Dumas (Schweiz) und Patrick Pilet (Frankreich) überquerten als vierte die Ziellinie. Eine Runde vor dem siegreichen Trio hatte Manthey Racing seinen Porsche zum letzten Stopp in die Box beordert. In der Folge erwischte man aber eine Gelbphase so ungünstig, das man über zwei Minuten auf die drei Erstplatzierten verlor und man sich damit, auch aus dem finalen Kampf um den Sieg verabschieden musste.
Spannung bis in die letzte Runde
Spannung bis in die letzte Runde auch in der Entscheidung um Platz 5. Christian Hohenadel (Quinschied) der sich gemeinsam mit Eduardo Mortara (Italien) im Mercedes AMG GT3 von Mücke Motorsport abwechselte, gelang es dabei noch, in einem packenden internen Mercedes-Kampf am Black-Falcon-Auto vorbeizuziehen. Abdulaziz Al Faisal (Saudi-Arabien) der sich das Cockpit im Black-Falcon-Mercedes mit Erik Johansson (Schweden) und Adam Christodoulou (Großbritannien) teilte, erreichte mit gerade einmal einer halben Sekunde Rückstand als sechster das Ziel. Den siebten Rang belegte der BMW M6 GT3 von Walkenhorst, gefolgt von einem weiteren Manthey-Porsche mit Otto Klohs (Ludwigshafen) und Lars Kern (Weissach).
Rang neun belegten Norbert Siedler und Daniel Keilwitz im Frikadelli Porsche mit der Startnummer 31. Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Andreas Ziegler (Sinzig) brachten den zweiten Boliden von Frikadelli Racing mit der Startnummer 10 auf Position 17 ins Ziel.
Porsche 911 GT America kam auf drei Rädern über die Ziellinie
Mit drei Klassensiegen erlebte das Team von GetSpeed Performance einen perfekten Renntag. Außergewöhnlich war der Siege des Teams in der SP7, wo Schlussfahrer Frank Kräling (Winterberg) den Porsche 911 GT America auf drei Rädern über die Ziellinie fuhr.
Nach einem Unfall im Verlauf der letzten Runde war die Radaufhängung vorne rechts so stark beschädigt dass das Rag keinen Bodenkontakt mehr hatte.
In der Klasse Cup 2 für die Fahrzeuge des Porsche Carrera Cups siegten für das Meuspather Team, Steve Jans (Luxenburg), Tim Scheerbarth (Dormagen) und Alexander Mies (Heiligenhau). Gleiches gelang auch Adam Osieka (Meuspath) und Fabian Schiller (Troisdorf) in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Trophy . Sie triumphierten mit einem Vorsprung von 1,15 Sekunden vor Moritz Kranz (Linz), Alex Schula (Hattersheim) und Hamza Owega (Köln), die damit die Tabellenführung in der Fahrerwertung vor Marcel Manheller verteidigen konnten. Der Lokalmatador aus Döttingen fuhr gemeinsam mit Carsten Knechtges (Mayen) im BMW 325i des MSC Adenau ebenfalls auf Platz zwei in der Klasse V4. In der BMW M235i Cup Wertung belegten Thomas Jäger (Österreich) und Rudi Adams (Nohn) mit dem Eifelblitz von Scheid Motorsport den dritten Rang.
Kein gutes Rennen für das Adenauer Team
Einen rabenschwarzen Tag erlebte das Adenauer Team von Teichmann Racing, das wie beim Lauf zuvor seine drei Porsche Cayman GT4 einsetzte. Bereits im Zeittraining blieb der zu diesem Zeitpunkt in der Klassenwertung schnellste Porsche mit einem Getriebeschaden stehen. Auch der zeitweise im Rennen unter den Top 3 platzierte, zweite Teichmanns Bolide wurde nach wenigen Rennrunden von einem Getriebeschaden heimgesucht. Wie das Team erklärte, wird die Ursache beider Getriebeschäden, die nur eine sehr geringe Laufleistung aufwiesen, nun vom Hersteller geprüft. Auch das dritte Auto sollte nicht vom Defektteufel verschont bleiben. Als sich der Cayman nach einem Boxenstopp in Bewegung setzen sollte, streikte auch dieser. Das Team konnte als Ursache zwar schnell ein defektes Kraftstoffpumpenrelais ausmachen, dennoch war damit der Kampf um eine Top Platzierung beendet.
Der siebte Lauf der Saison 2017 findet in knapp drei Wochen am 23. September mit dem 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennenstatt.
BURG
Auch der zeitweise im Rennen unter den Top 3 platzierte, zweite Teichmanns Bolide (970) wurde nach wenigen Rennrunden von einem Getriebeschaden heimgesucht.
Das Team von Teichmann Racing beim Getriebewechsel.
Gerade einmal 2,2 Sekunden trennten nach fast 3 Stunden Fahrzeit die erstplatzierten Fahrzeuge von Phoenix, Manthey und Land.
