VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Spannendes Meisterschaftsfinale
Auch die heimischen Fahrer schnitten hervorragend ab
Nürburgring. Mit einem spannenden Finale, in dem sich Dirk und Tim Groneck (beide Melle) die Meisterschaft sicherten, verabschiedete sich die VLN Langstreckenmeisterschaft in die Winterpause. Dabei wurde der Finallauf nach einem Unfall mit dem BMW M3 von Scheid Motorsport (Kottenborn) für die beiden Renault-Clio-Piloten noch einmal zur Zitterpartie. Während der BMW ausschied, schaffte es Dirk Groneck mit dem stark beschädigten Clio noch zurück an die Box. Dort wurde es hektisch und nach einer provisorischen Reparatur mit viel Klebeband ging es zurück auf die Strecke, doch Schleifgeräusche am hinteren Kotflügel zwangen Groneck sofort wieder in die Box. Mit einigen Hammerschlägen wurde der nötige Abstand zwischen Kotflügel und Rad wieder hergestellt, worauf man von Rang 7 in der Klassenwertung wieder ins Renngeschehen eingreifen konnte. Eine Platzierung die jedoch nicht zum Gewinn der Meisterschaft reichten würde, da zu diesem Zeitpunkt der Manthey Porsche um Georg Weiss, Oliver Kainz und Michael Jacobs souverän ihre Klasse anführten. Das Fahrerduo des Clio konnte sich aber nach vorne kämpfen und am Ende reichte den beiden Brüdern der vierte Rang in ihrer Klasse, um sich vor dem Manthey Trio die Meisterschaft zu sichern. Umso größer war die Freude nach dem Überqueren der Ziellinie: „Das ist einfach der Wahnsinn“, freute sich Tim. „Wir sind waschechte Hobbypiloten und fahren einfach nur aus Spaß am Motorsport. Jetzt sind wir Meister, mir fehlen fast die Worte.“
Den letzten Gesamtsieg in der Saison 2013 blieb jedoch in der Eifel. Marc Basseng (Neusalza Spremberg), Laurens Vanthoor (Belgien) und Christian Mamerow (Waltrop) hießen die Sieger im Audi R8 LMS ultra des heimischen Rennstalls von Phoenix Racing (Meuspath). Das Trio überquerte nach vier Stunden mit einem Vorsprung von 2:04,479 Minuten vor dem Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing (Barweiler) die Ziellinie. Hinter der Porsche-Besatzung mit Sabine Schmitz, Klaus Abbelen (beide Barweiler), Patrick Huisman (Niederlande) und Henri Moser (Schweiz) komplettierten die Piloten des BMW Z4 GT3, Uwe Alzen (Betzdorf), Philipp Wlazik (Gladbeck) und Niclas Kentenich (Neuss) das Podium.
Das Ende einer fantastischen Saison
Für Phoenix Racing ging mit diesem Sieg eine mehr als fantastische Saison zu Ende, nicht nur dass man in der DTM mit Mike Rockenfeller (Schweiz) den Champion stellte, auch in der VLN war man das Team mit den meisten Gesamtsiegen. Entsprechend freute sich auch Teamchef Ernst Moser: „2013 war ein sehr gutes Jahr für uns: In der DTM haben wir den Fahrer- und Team-Titel gewonnen, und in der VLN war dies unser dritter Sieg.“
Kaum minder erfolgreich verlief die VLN Saison auch für das unter der Bewerbung des MSC Adenau startende Team von Frikadelli Racing, die mit einem Sieg und vier weiteren Podesträngen die VLN Speed Trophäe für sich entscheiden konnten. „Auch wenn uns der Titel bereits vor dem letzten Rennen nicht zu nehmen war, wollten wir ihn uns mit einem Top-Ergebnis verdienen“, sagte ein strahlender Teamchef Klaus Abbelen nach dem Rennen.
Gute Ergebnisse für heimische Fahrer
Auch für die weiteren heimischen Teams endete die Saison mit hervorragenden Ergebnissen.
So durfte sich auch das Team von Manthey Racing nach dem frühen unfallbedingten Aus ihres Top-Fahrzeuges über den Klassensieg und Gesamtrang fünf von Georg Weiss, Oliver Kainz und Michael Jacobs mit dem Porsche RSR in der Klasse SP7 freuen. Mit diesem Erfolg beendete das Fahrertrio mit nur 1,83 Punkten Rückstand auf die Führenden die Meisterschaft auf dem zweiten Rang. Komplettiert wurde das Podium in der SPS 7 durch die Besatzungen der beiden Porsche 911 GT3 Cup vom Team Black Falcon (Meuspath). Mit gleich zwei Podiumsplatzierungen verabschiedete sich das Team RTR aus Adenau aus der Saison 2013. Neben dem Klassensieg gelang es dem Fahrerduo Markus Palttala (Finnland) und Stefan Landmann (Österreich) den Porsche 911 GT3 Cup auf dem 6. Gesamtrang ins Ziel zu pilotieren. Abgerundet wurde der Erfolg der Mannschaft um Teamchef Karl-Heinz Teichmann (Barweiler) durch den 3. Rang der beiden finischen Piloten Jukka Nieminen und Antti Buri in der Clio-Cup Klasse.
Ebenso wie beim letzten Lauf dominierten auch beim 38. DMV Münsterlandpokal Fredy Lienhard und Ralph Beck (beide Herschbroich) gemeinsam mit Dale Lomas (Großbritannien) in der Klasse V3. Bei diesem Lauf bestritt das Trio das Rennen jedoch nicht mit ihrem Mazda MX-5, sondern mit einem Toyota GT86 vom Toyota Suisse Racing Team. Auf der Erfolgspur auch weiterhin Michael Mönch (Adenau) in der Klasse V4, in der er erneut gemeinsam mit Oliver Frisse (Rüthen) und Jan von Kiedrowski (Oldenburg) eine Podiumsplatzierung einfahren konnte. Mit den Positionen 2 und 4 in der Klasse V6 gelang dem Team von Pro Sport Performance (Herschbroich), mit zwei von drei eingesetzten Porsche ebenfalls ein würdiger Saisonabschluss.
Ausblick auf 2014
In die neue Saison startet die Langstreckenmeisterschaft am 29. März 2014. Eine Woche zuvor läutet die erstmals zweitägige Test- und Einstellfahrt am 21. und 22. März inoffiziell das neue Motorsportjahr in der ‚Grünen Hölle‘ ein.
Der siegreiche Phoenix Audi R8 LMS ultra.
